Wer ist Lee Sang-hyeok alias Faker? Die Biografie von GOAT mit seinen größten Titeln, berühmtesten Spielzügen und Informationen zu seinem Gehalt.
Wer ist der beste Spieler in der Geschichte von League of Legends? Bei dieser Frage fällt ein Name fast immer zuerst: Faker. Der Südkoreaner heißt mit bürgerlichem Namen Lee Sang-hyeok und spielt seit 2013 für dieselbe Organisation, heute T1, früher SK Telecom T1.
In dieser Zeit hat Faker sechs Weltmeisterschaften, zwei Mid-Season Invitationals und zehn Titel in Südkoreas höchster Liga gewonnen. Doch seine Geschichte besteht aus mehr als Pokalen. Sie handelt auch von verlorenen Endspielen, einer verletzungsbedingten Pause und einer Rückkehr, die ihm zwischen 2023 und 2025 drei WM-Titel in Folge einbrachte. Mit 30 Jahren spielt er weiterhin auf höchstem Niveau.
Richtiger Name | Lee Sang-hyeok |
Spielername | Faker |
Geburtsdatum | 7. Mai 1996 |
Alter | 30 Jahre (Stand: Oktober 2026) |
Herkunft | Südkorea |
Spiel | League of Legends |
Position | Mid-Lane |
Team | T1, früher SK Telecom T1 |
Profidebüt | 2013 |
Weltmeistertitel | 6 – 2013, 2015, 2016, 2023, 2024 und 2025 |
MSI-Titel | 2 – 2016 und 2017 |
Titel in der koreanischen Topliga | 10 |
Goldmedaillen bei den Asienspielen | 2 – 2023 und 2026 |
Spitzname | „The Unkillable Demon King“ |
Faker gab 2013 sein Profidebüt für SK Telecom T1. Er spielte auf der Mid-Lane, einer Position im Zentrum der Karte. Von dort aus kann ein Spieler nicht nur seinen direkten Gegner unter Druck setzen, sondern auch Kämpfe auf anderen Teilen der Karte beeinflussen.
Schon in seiner ersten Saison machte Faker mit außergewöhnlich präzisen Spielzügen auf sich aufmerksam. Beim koreanischen Sommerfinale 2013 gelang ihm gegen Ryu ein Duell, das bis heute als Klassiker gilt: Beide spielten den Champion Zed, doch Faker drehte die direkte Konfrontation aus einer gefährlichen Lage zu seinen Gunsten. Wenige Monate später gewann er seine erste Weltmeisterschaft.
Was folgte, war eine ungewöhnliche Vereinskarriere. Während sich Kader und Gegner über die Jahre veränderten, blieb Faker seiner Organisation treu. Aus dem jungen Spieler, der Partien mit spektakulären Einzelaktionen entschied, wurde zugleich ein erfahrener Anführer für T1.
Wettbewerb | Fakers Erfolge | Jahre |
League of Legends World Championship | 6 Weltmeistertitel | 2013, 2015, 2016, 2023, 2024, 2025 |
Mid-Season Invitational (MSI) | 2 Titel | 2016, 2017 |
Koreanische Topliga | 10 Titel | 2013 bis 2022 |
Asienspiele mit Südkorea | 2 Goldmedaillen | 2023, 2026 |
Esports World Cup – League of Legends | 1 Titel, dazu MVP-Auszeichnung | 2024 |
KeSPA Cup | 1 Titel | 2025 |
Hall of Legends | Erster aufgenommener Spieler | 2024 |
Das Zed-Duell 2013 ist sein berühmtester einzelner Spielzug. Doch es ist längst nicht die einzige Szene, die Fans mit Faker verbinden:
2015 und 2016: SK Telecom T1 gewinnt zwei Weltmeisterschaften hintereinander. Faker erhält 2016 die MVP-Auszeichnung für das WM-Finale.
2017: Im WM-Finale verliert T1 gegen Samsung Galaxy. Nach Jahren voller Titel muss Faker eine seiner bittersten Niederlagen verarbeiten.
2022: Gegen DRX unterliegt T1 im Finale knapp mit 2:3. Wieder fehlt nur ein Sieg zum Titel.
2023: Nach einer Pause wegen Beschwerden an der Hand kehrt Faker zurück. Im WM-Finale schlägt T1, Weibo Gaming mit 3:0. Es ist sein vierter Weltmeistertitel und der erste seit sieben Jahren.
2024: T1 besiegt Bilibili Gaming im Finale mit 3:2. Faker wird zum zweiten Mal als Finals-MVP ausgezeichnet.
2025: Im Finale gegen KT Rolster gewinnt T1 erneut mit 3:2. Es ist Fakers sechster WM-Titel und der dritte in Folge für seine Mannschaft.
*Gerade die Jahre zwischen seinen beiden WM-Titelserien machen diese Karriere besonders. Faker blieb nicht einfach der Star einer vergangenen Ära. Er fand nach Rückschlägen einen Weg, mit einer neuen Mannschaft wieder ganz oben zu stehen.
Übersetzt bedeutet der Spitzname ungefähr „der unsterbliche Dämonenkönig“. Er entstand aus dem Eindruck, den Faker mit seinen spielerischen Fähigkeiten hinterließ: Gegner brachten ihn unter Druck, doch oft überlebte er die Situation, oder entschied sie mit einer unerwarteten Aktion selbst.
Inzwischen passt der Name auch zu seiner gesamten Laufbahn. Verlorene Finals, neue Konkurrenz und eine lange Zeit ohne WM-Titel beendeten seine Karriere nicht. Riot Games verbindet den Spitznamen mit Fakers technischer Stärke und seiner Fähigkeit, in entscheidenden Momenten außergewöhnliche Spielzüge zu zeigen.
Ein E-Sport-Portal bezifferte sein mögliches Grundgehalt 2026 auf sechs bis acht Millionen US-Dollar pro Jahr. Diese Spanne lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Olympics.com hatte seine jährlichen Einnahmen 2020 auf knapp fünf Millionen US-Dollar geschätzt, dabei allerdings auch Werbepartnerschaften und andere Erlöse berücksichtigt. Zudem ist Faker seit 2020 an T1 beteiligt, eine Unternehmensbeteiligung ist kein jährlich ausgezahltes Spielergehalt.
Sein Wert für T1 geht weit über seine Leistung im Spiel hinaus. Er ist das Gesicht des Klubs und eine der bekanntesten Persönlichkeiten des E-Sports. Wie eng sein Name mit League of Legends verbunden ist, zeigt auch das Worlds-Musikvideo 2026: Riot Games widmete es seiner Karriere und der jüngsten Titelserie von T1.
Spieler aus unterschiedlichen Jahren und auf unterschiedlichen Positionen lassen sich nie vollkommen objektiv vergleichen. Bei Faker sprechen aber besonders viele Argumente für den Titel GOAT – Greatest of All Time: sechs Weltmeisterschaften, Erfolge über mehr als ein Jahrzehnt, prägende Einzelaktionen und die Fähigkeit, auch mit neuen Teamkollegen wieder Titel zu gewinnen.
Faker ist zudem das Aushängeschild von League of Legends. 2024 nahm Riot Games ihn als ersten Spieler überhaupt in die Hall of Legends auf. Für viele Fans ist er deshalb nicht nur der erfolgreichste Spieler der LoL-Geschichte. Er ist der Spieler, dessen Name untrennbar mit dem Aufstieg des Spiels zum weltweiten E-Sport verbunden ist.
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