Für MMA-Fans sorgt der Begriff „No Contest“ (kurz: NC) auf den offiziellen Ergebnislisten der UFC mitunter für Verwirrung. Frei übersetzt bedeutet die Entscheidung „Kampf ohne Wertung“. In diesem Fall wird weder ein Sieger noch ein Verlierer gekürt, das Duell fließt für beide Athleten weder als Sieg noch als Niederlage in die offizielle Kampfbilanz ein.
Die sogenannten „Unified Rules of Mixed Martial Arts“ sehen diese Entscheidung nur in ganz bestimmten Situationen vor. Der Regelfall: Ein unabsichtliches Foul führt dazu, dass ein Kämpfer das Duell nicht fortsetzen kann, und der Kampf ist noch nicht weit genug fortgeschritten, um die Punktrichter für eine technische Entscheidung heranzuziehen. Typische Beispiele sind versehentliche Finger im Auge (Eye Pokes), unabsichtliche Kopfstöße oder verbotene Treffer auf den Hinterkopf. Da keine vorsätzliche Regelwidrigkeit vorliegt, wird das Gefecht als No Contest gewertet.
Ein No Contest kann jedoch auch nachträglich ausgesprochen werden. Dies geschieht beispielsweise, wenn ein siegreicher Kämpfer im Nachgang positiv auf verbotene Substanzen getestet wird oder eine zuständige Sportkommission schwerwiegende Unregelmäßigkeiten feststellt. In solchen Fällen wird der ursprüngliche Sieg annulliert und das Ergebnis rückwirkend in einen Kampf ohne Wertung umgewandelt.
Ein No Contest ist klar von einer Disqualifikation (DQ) abzugrenzen. Bei einer Disqualifikation begeht ein Athlet ein vorsätzliches oder wiederholtes Foul und wird dafür bestraft, indem seinem Gegner der offizielle Sieg zugesprochen wird. Beim No Contest hingegen fehlte schlichtweg die sportliche Grundlage, um einen fairen und regulären Sieger zu ermitteln.
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