29 Jahre Bundesliga, Meistertitel, Champions League und große Namen wie Džeko und De Bruyne usw, Wolfsburgs Geschichte im Oberhaus war deutlich größer als nur ein Mittelmaß-Kapitel.
Der Abstieg 2026 ist für den VfL Wolfsburg historisch, weil der Klub zuvor seit 1997 ununterbrochen in der Bundesliga gespielt hatte. Damit endet eine Ära von 29 Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse.
Der größte Höhepunkt bleibt natürlich die deutsche Meisterschaft 2009. Unter Felix Magath spielte Wolfsburg damals eine spektakuläre Saison und setzte sich mit einer überragenden Offensive an die Spitze der Liga. Namen wie Edin Džeko, Grafite und Zvjezdan Misimović stehen bis heute sinnbildlich für diese Meistermannschaft. Gerade Džeko und Grafite prägten diese Spielzeit mit ihrer Torquote und ihrem Zusammenspiel. Dass Wolfsburg überhaupt einmal deutscher Meister wurde, gehört noch immer zu den bemerkenswertesten Bundesliga-Geschichten der 2000er-Jahre.
Doch Wolfsburg war nicht nur 2009 stark. Auch in den Jahren danach blieb der Verein mehrfach in Reichweite der Bundesliga-Spitze und international sichtbar. Besonders die Phase um Kevin De Bruyne bleibt in Erinnerung. 2015 gewann Wolfsburg den DFB-Pokal, spielte in der Champions League und schaffte dort 2015/16 den Einzug ins Viertelfinale. In dieser Phase wirkte der Klub zeitweise wie ein Verein, der sich dauerhaft an der Bundesliga-Spitze festsetzen könnte.
Jahr: | Wichtiges Ereignis: |
1997/98 | Aufstieg in die Bundesliga |
2008/09 | Deutscher Meister |
2014/15 | DFB-Pokalsieger |
2015/16 | Champions-League-Viertelfinale |
2016/17 und 2017/18 | Klassenerhalt über die Relegation |
2025-26 | Abstieg in die 2. Bundesliga |
Wolfsburg hatte in dieser langen Bundesliga-Zeit also deutlich mehr zu bieten als nur ein paar "solide" Erstliga-Jahre.
Der Verein schaffte nationale Titel, europäische Aufmerksamkeit in der Champions League und brachte in mehrere namhafte Spieler hervor oder entwickelte sie weiter.
Neben Džeko und De Bruyne gehören auch Namen wie Grafite, Ricardo Rodríguez, André Schürrle, Max Kruse, Zvjezdan Misimović oder Naldo zu den prägenden Wolfsburger Figuren der letzten Jahrzehnte.
Warum es tatsächlich zum Abstieg gekommen ist, hängt mit den letzten Jahren zusammen. Immer wieder mangelte es an Konstanz, einer klaren Kaderplanung und einer einheitlichen sportlichen Linie.
Wolfsburg hatte dank ihres Hauptsponsors Volkswagen, der jährlich erhebliche Summen in den Verein investiert, finanziell sehr gute Voraussetzungen und wurde zu einem der finanzstärksten Vereine der Bundesliga.
Der jetzige Abstieg wirkt einerseits brutal, andererseits ist er auch das Ergebnis einer längeren Entwicklung. Er ist kein reiner Betriebsunfall, sondern das Ende einer Serie von Jahren, in denen viele Entscheidungen und Investitionen schiefgingen und der Verein Stück für Stück in Schwierigkeiten geriet.
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