Es war ein packender Tag in den Pyrenäen: Jay Vine gewann die 10. Etappe, während Jonas Vingegaard die Gesamtführung zurückeroberte.
Die 10. Etappe der Vuelta a Espana hatte alles, was Fans des Radsports lieben. Attacken, Leid und heroische Soloeinlagen. Nach 175,3 Kilometern sicherte sich der australische Kletterkünstler Jay Vine im Trikot von UAE – XRG seinen dritten Etappensieg in diesem Jahr. Der Weg von Parque de la Naturaleza Sendaviva hinauf nach El Ferial Larra Belagua war geprägt von Angriffen aus einer großen Fluchtgruppe. Vine nutzte seine Chance, setzte sich eindrucksvoll ab und baute seine Führung in der Bergwertung souverän aus.
Während Vine vorne alles klar machte, tobte im Verfolgerfeld der Kampf der Favoriten. Joao Almeida versuchte mehrfach, die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Doch Jonas Vingegaard blieb unerschütterlich. Der Däne vom Team Visma – Lease a Bike kontrollierte jede Attacke und rollte mit der Spitze ins Ziel. Lohn der Konstanz: das Rote Trikot. Der bisherige Gesamtführende Torstein Træen musste am letzten Anstieg abreißen lassen und verlor entscheidend an Boden. Damit wechselt die Gesamtführung zurück zu einem der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg.
Auch abseits der sportlichen Kämpfe sorgte die Etappe für Gesprächsstoff: Casper van Uden trat nach dem Ruhetag gar nicht mehr an und Raul Garcia Pierna musste das Rennen aufgeben. Casper van Uden trat nach dem Ruhetag gar nicht mehr an und Raúl García Pierna musste das Rennen aufgeben. Für besonders viel Wirbel sorgte jedoch die Nachricht, dass Juan Ayuso sein Team UAE-Team Emirates trotz laufenden Vertrags verlassen wird. Der Spanier galt lange als großes Talent, fiel zuletzt jedoch durch mangelnde Teamorientierung auf. Ein Wechsel, der nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch für Spannung sorgt.
Nach dem Spektakel in den Pyrenäen wartet mit der 11. Etappe ein Klassiker für die Puncheure. Die 157,4 Kilometer lange Strecke rund um Bilbao ist gespickt mit sieben Anstiegen und insgesamt fast 3.200 Höhenmetern. Gleich zu Beginn wartet der Alto de Laukiz, dann folgen der Alto de Sollube und der Balcón de Bizkaia. Besonders spannend ist der Alto del Vivero, der gleich zweimal überquert wird und schon bei früheren Ausgaben der Vuelta sowie der Tour de France als entscheidender Scharfrichter galt.
Den Schlusspunkt setzt der Alto de Pike: Er ist nur 2,3 Kilometer lang, aber mit fast neun Prozent im Schnitt brutal steil. Hier könnten explosive Fahrer wie aus dem Nichts nach vorne schießen, bevor es in die rasante Abfahrt und auf die Zielgerade nach Bilbao geht.
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