Unbesiegte Duelle prägen das Aufeinandertreffen in Pilsen: Sowohl Viktoria als auch Freiburg kämpfen um den Einzug in die K.-o.-Runde. Beide Teams bringen reichlich Offensivpower mit.
Viktoria Pilsen geht mit gemischten Gefühlen in dieses Topspiel der Europa League. Während in der Offensive nahezu alles läuft, brennt es in der Defensive lichterloh. Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Teplice Anfang November gelang kein weiterer Sieg. Es folgten ein torloses Remis gegen Fenerbahçe, ein wildes 3:5 gegen Slavia Prag und zuletzt ein 3:3 gegen Jablonec, obwohl man zwischenzeitlich mit zwei Toren geführt hatte.
Die Zahlen zeigen eine klare Schieflage: 21 Tore in den letzten zehn Spielen sind beeindruckend, gleichzeitig kassierte Plzeň aber acht Gegentreffer in nur zwei Partien. Noch vor Kurzem hielt die Mannschaft viermal in sechs Spielen die Null, nun fehlt jedoch jede Stabilität. Mit dieser Fragilität geht es in das Duell mit einem Gegner, der ebenfalls zuletzt ins Schleudern geriet.
Der SC Freiburg reist nach einer schmerzhaften 2:6-Niederlage gegen Bayern München an. Dabei führte die Mannschaft von Trainer Christian Streich nach 17 Minuten sensationell mit 2:0, bevor der deutsche Rekordmeister ernst machte. Trotz dieser Klatsche bleibt der Eindruck bestehen: Freiburg spielt mutig, strukturiert und überzeugt in der Europa League deutlich mehr als zuletzt in der Bundesliga.
Die Breisgauer sind in der Europa League unbesiegt, haben drei von vier Spielen gewonnen, darunter 3:1 gegen Nice, und insgesamt drei Erfolge aus den vergangenen fünf Pflichtspielen erzielt. Die Breisgauer haben sich international eine beeindruckende Stabilität erarbeitet, die nun im Duell zweier ungeschlagener Teams erneut auf die Probe gestellt wird. Beide eint eine starke Offensive und eine wackelige Defensive sowie das klare Ziel, frühzeitig Richtung K.-o.-Runde abzubiegen.
Jan Paluska und Jan Kopic fallen weiterhin verletzt aus. Im Tor steht erneut Martin Jedlicka, dessen Leistungen zuletzt jedoch fragwürdig waren: Acht Gegentore in zwei Spielen werfen Fragen auf. In der Offensive ist Tomas Ladra mit drei direkten Torbeteiligungen in den letzten zwei Begegnungen aktuell der gefährlichste Akteur.
Yuito Suzuki ist derzeit Freiburgs größte Waffe: vier Torbeteiligungen in vier Europaspielen, zwei Treffer zuletzt. Auch wenn Keeper Noah Atubolu zuletzt dreimal ohne Gegentor blieb und gegen Bayern sechs Gegentore kassierte, bleibt er gesetzt. Daniel-Kofi Kyereh steht nach langer Verletzungspause vor dem Comeback, wird aber noch nicht dabei sein.
Viktoria Pilsen: Jedlicka – Doski, Jemelka, Dweh, Souare – Spacil, Serv – Ladra, Valenta, Memic – Durosinmi
SC Freiburg: Atubolu – Makengo, Lienhart, Ginter, Treu – Manzambi, Eggestein – Grifo, Suzuki, Beste – Höler
Die Partie gibt es im Free-TV auf RTL.
Beide Teams haben deutliche Defensivschwächen, aber auch enorme Torgefahr. Plzeň trifft zuverlässig, Freiburg ebenso und beide kassierten zuletzt ungewöhnlich viele Gegentore. Alles deutet auf ein offenes, torreiches Spiel hin.
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