Nach dem bitteren Pokal-Aus reist Milan nach Turin, wo ein strauchelndes Torino wartet. Die Rossoneri wollen im Titelrennen eine Antwort geben, während Toro dringend Stabilität sucht.
Nach dem schmerzhaften Ausscheiden im Achtelfinale der Coppa Italia steht der AC Mailand bereits am Montag wieder vor einer wichtigen Aufgabe in der Liga. Die Rossoneri gastieren beim formschwachen Torino in einem Duell, das angesichts der aktuellen Dynamiken klar verteilt scheint. Zwar kassierte Milan jüngst gegen Lazio die erste Pflichtspielniederlage seit Wochen, doch die Serie-A-Form bleibt überragend: zwölf ungeschlagene Ligaspiele, sieben Zu-Null-Partien, ein stabiler Defensivverbund.
Die Ausgangslage ist dabei keineswegs trivial. In den letzten Jahren tat sich Milan traditionell schwer in Turin. Seit der deutlichen 0:7-Niederlage im Jahr 2021 gewann Turin die letzten drei Heimspiele gegen die Rossoneri. Ein vierter Sieg in Folge wäre historisch, der letzte derartige Lauf datiert aus dem Jahr 1949.
Doch die Realität der aktuellen Saison lässt anderes erwarten: Torino ist seit fünf Spielen sieglos, verlor zuletzt 1:2 in Lecce und steckt im unteren Mittelfeld fest.
Für Milan, der weiterhin klar im Titelrennen ist, ist es daher die perfekte Gelegenheit, nach dem Pokal-Aus eine Reaktion zu zeigen. Der Druck liegt auf beiden Seiten, doch während Milan um die Tabellenspitze kämpft, braucht Turin dringend Punkte, um den Absturz zu verhindern.
Torino befindet sich in einer schwierigen Lage. Mit nur 14 Punkten nach 13 Spielen hat der Verein den schlechtesten Wert seit fünf Jahren erreicht. In der Offensive entstehen zu selten klare Chancen und mit 1,77 Gegentoren pro Spiel stellt man die schwächste Abwehr der gesamten Liga. Durch den verpassten Punktgewinn gegen Lecce und den von Asllani verschossenen Last-Minute-Elfmeter wächst der Druck auf Trainer Baroni weiter. Die Mannschaft wirkt verunsichert, auch wenn Adams und Zapata in der Offensive individuell gefährlich bleiben. Torjäger Simeone fällt jedoch weiterhin aus, was die Probleme verschärft.
Milan hingegen reist trotz der Pokalniederlage mit einem starken Fundament an. Unter Massimiliano Allegri präsentiert sich das Team stabil, organisiert und defensiv diszipliniert: Im gesamten November kassierte die Mannschaft kein Gegentor. Offensiv tragen Leao und Pulisic den Rhythmus, wobei Leao in seiner neuen zentralen Rolle bereits fünf Ligatore erzielte.
Personell muss Milan auf Fofana verzichten; Ricci oder Loftus-Cheek sind mögliche Alternativen. Modric dürfte ins Mittelfeld zurückkehren, während Pulisic und Leao nahezu gesetzt sind. In der Innenverteidigung stehen Tomori, Gabbia und Pavlovic zur Verfügung. Gimenez und Athekame fallen weiterhin verletzt aus.
Torino: Israel, Tameze, Maripan, Coco, Pedersen, Casadei, Asllani, Vlasic, Lazaro, Adams, Zapata
AC Mailand: Maignan, Tomori, Gabbia, Pavlović, Saelemaekers, Ricci, Modric, Rabiot, Bartesaghi, Pulisic, Leão
Die Partie wird live auf DAZN übertragen.
Obwohl der FC Turin historisch betrachtet gegen den AC Mailand häufig gut aussah, spricht diesmal vieles für die Rossoneri. Torino trifft zu selten, verteidigt zu instabil und befindet sich in einer Ergebniskrise. Milan glänzt dagegen durch defensive Sicherheit, eine klare Struktur und individuelle Qualität im Angriff.
Insbesondere Leão dürfte der wackeligen Abwehr von Torino massive Probleme bereiten, während Milan über genügend Ballkontrolle verfügt, um das Spiel zu dominieren. Torino hat zwar offensive Waffen, doch der Trend spricht eindeutig gegen den Gastgeber.
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