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Tennis
  1. TENNIS

Swiatek zittert sich weiter, Lys scheitert an Angstgegnerin

Verletzungsdrama bei Eva Lys, Nervenschlacht bei Iga Swiatek: Die zweite Runde der US Open brachte reichlich Emotionen und Überraschungen und schrieb neue Geschichten für die großen Titelträume.

Manchmal schreibt der Tennisplatz Geschichten, die brutaler sind als jede Schlagzeile. Für Eva Lys endete die Reise bei den US Open 2025 in Tränen, Schmerzen und mit einer bitteren Bilanz gegen ihre „Angstgegnerin“ Linda Noskova. Währenddessen durchlebte Iga Swiatek ein Wechselbad der Gefühle, nur um am Ende doch die Faust in den New Yorker Nachthimmel zu recken.

Eva Lys: Hoffnung, Schmerz und ein vierter Sturz gegen Noskova

Es hätte der Befreiungsschlag werden können. Nach drei Niederlagen in Serie gegen Linda Noskova hatte sich Lys in Wimbledon immerhin den ersten Satz gegen die Tschechin erkämpft. Ein Mutmacher, den sie nach New York mitbrachte. Und tatsächlich startete die 23-jährige Hamburgerin stark, servierte souverän und hielt gegen die Power der zehn Zentimeter größeren Kontrahentin dagegen.

Doch Noskova fand schnell den Schalter, brach früh den Aufschlag und dominierte mit glatten Grundschlägen. Als Lys nach einem Medical Timeout wegen Rückenproblemen zurück auf den Court kam, schien die Partie noch einmal zu kippen. Noskova wackelte, Lys verkürzte, das Publikum hoffte. Aber beim Stand von 5:4 schlug die Favoritin eiskalt zu und schnappte sich den ersten Satz.

Der zweite Durchgang begann wie ein Déjà-vu. Noskova, an Position 21 gesetzt, spielte sich in einen Rausch und lag rasch 3:0 vorne. Dann das Drama: Lys griff sich erneut an den Rücken, verlor die ersten Punkte im nächsten Servicegame und musste schließlich aufgeben. Bitterer kann ein Turnier kaum enden.

Für Noskova öffnet sich dagegen das Tor zur dritten Runde, in der sie entweder auf ihre Landsfrau Karolina Muchova oder auf die erfahrene Rumänin Sorana Cirstea trifft. Für Lys bleibt die schmerzhafte Erkenntnis, dass auch der vierte Versuch gegen die tschechische Widersacherin ohne Happy End blieb.

Iga Swiatek: Von der Favoritin zur Wackelkandidatin

Ein ganz anderes, aber nicht minder packendes Bild lieferte der Auftritt von Iga Światek. Eigentlich war alles klar: Die polnische Wimbledon-Siegerin, derzeit in Topform, traf auf eine Außenseiterin. Was sollte da schon schiefgehen? Doch Suzan Lamens hatte andere Pläne.

Nach einem souveränen 6:1 im ersten Satz schien die Weltordnung wiederhergestellt. Doch plötzlich flatterten Swiateks Nerven. Die Holländerin nutzte ihre Chance, spielte mutig und schob sich Punkt für Punkt nach vorne. Sie schnappte sich den zweiten Satz mit 6:4. Plötzlich war das Arthur-Ashe-Stadium kein Selbstläufer mehr, sondern ein Hexenkessel.

Im dritten Satz führte Swiatek komfortabel mit 4:1 und zwei Breaks, doch sie ließ es noch einmal spannend werden. Lamens verkürzte, das Publikum hielt den Atem an. Nach über zwei Stunden reckte die Favoritin schließlich doch die Arme in die Luft: 6:1, 4:6, 6:4. Ein Arbeitssieg, mehr Nervenkrieg als Glanzleistung.

Nun wartet in der dritten Runde Anna Kalinskaya. Die Russin, die mit 6:1 und 7:5 gegen Yulia Putintseva gewann, hat gerade selbst eine Durststrecke überwunden. Es wird ein Duell zweier Spielerinnen, die zwischen Genie und Unsicherheit pendeln.

Sakkari und Alexandrova senden Lebenszeichen

Neben dem Drama um Lys und Swiatek gab es auch klare Botschaften. Maria Sakkari meldete sich nach monatelanger Formkrise eindrucksvoll mit einem 6:3, 6:1 gegen Anna Bondar zurück und demonstrierte damit ihr Selbstvertrauen. Ekaterina Alexandrova wiederum schickte mit ihrem 6:2, 6:2 gegen Xinyu Wang eine kühle Ansage in die Runde. Unspektakulär, aber gnadenlos effektiv.

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