Nach ihren spannenden Auftaktsiegen bahnen sich die beiden ein frühes Highlight bei den French Open an. Iga Swiatek trifft erneut auf Emma Raducanu, die Begegnung hat eine brisante Vorgeschichte.
Die als Nummer 5 gesetzte Topspielerin aus Polen hat ihren Auftakt bei den French Open 2025 gemeistert, wenn auch mit leicht erhöhter Betriebstemperatur. Gegen die Slowakin Rebecca Sramkova musste Swiatek im zweiten Satz einen 1:3-Rückstand aufholen, setzte sich am Ende aber mit 6:3, 6:3 durch. Sramkova forderte die Titelverteidigerin mehr als erwartet und brachte mit aggressivem Grundlinienspiel sowie insgesamt 23 Winnern frischen Wind in die Partie.
Swiatek bewies dennoch einmal mehr ihre Klasse auf Sand: Mit einer Serie von zehn Punkten in Folge und einem dominanten Finish sicherte sie sich den Einzug in die zweite Runde. Die Polin scheint ihren Rhythmus zu finden, gerade rechtzeitig vor einem pikanten Wiedersehen.
Emma Raducanu musste in ihrer Erstrundenpartie auf Court 8 weitaus tiefer graben. Gegen die Chinesin Wang Xinyu entwickelte sich ein wahrer Krimi über fast drei Stunden, den die Britin schließlich mit 7:5, 4:6, 6:3 für sich entschied. Raducanu zeigte mentale Stärke, blieb nach dem verlorenen zweiten Satz ruhig und nutzte im entscheidenden Durchgang ihre Chancen konsequent.
Nach Verletzungspech und Formschwankungen in den letzten Monaten bedeutet dieser Sieg für Raducanu mehr als nur das Weiterkommen: Er bedeutet neue Hoffnung. Zudem beschert er den Zuschauerinnen und Zuschauern der French Open ein besonderes Duell.
In der zweiten Runde kommt es zu einem Match, das auf dem Papier wie ein Viertelfinale klingt: Swiatek trifft auf Raducanu. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden im Drittrundenmatch der Australian Open im Januar entschied Swiatek deutlich für sich (6:0, 6:1 in nur 70 Minuten). Überhaupt spricht die Bilanz klar für die Weltranglistenvierte. In allen vier bisherigen Begegnungen behielt Swiatek die Oberhand, ohne auch nur einen Satz abzugeben.
Zwei der engeren Matches fanden jedoch auf Sand statt, dem Belag, der beiden liegt. In Stuttgart 2022 und 2024 konnte Raducanu phasenweise mithalten, verlor jedoch mit 4:6, 4:6 bzw. 6:7 (2), 3:6. Vielleicht ist Paris der Ort, an dem Raducanu Swiatek erstmals ernsthaft ins Wanken bringen kann?
Während das Match zwischen Swiatek und Raducanu die Schlagzeilen bestimmt, hat auch Paula Badosa ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Spanierin kämpfte sich nach einem Satzrückstand gegen die vierfache Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka zurück ins Match und siegte mit 6:7 (1), 6:1, 6:4.
Besonders bemerkenswert ist, dass Badosa im Vorfeld kaum Spielpraxis gesammelt hatte, da sie von einer Rückenverletzung gebremst wurde.
„Ich habe keine Erwartungen an dieses Turnier, ich bin einfach nur froh, wieder spielen zu können“, hatte Badosa vor Beginn erklärt. Mit diesem kämpferischen Auftritt belehrte sie sich selbst eines Besseren. In der zweiten Runde trifft sie auf die Siegerin der Partie McCartney Kessler gegen Elena Gabriela Ruse.
Aus französischer Sicht gab es einen besonders bewegenden Moment: Die langjährige Hoffnungsträgerin Caroline Garcia verabschiedete sich mit einer Niederlage gegen Bernarda Pera (4:6, 4:6) vom Heimpublikum. Die Französin, die kürzlich ihren baldigen Rückzug vom Profitennis angekündigt hatte, verließ unter Tränen den Court, ein emotionaler Abschied bei ihrem letzten Auftritt in Paris.
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