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Steinhauser siegt bei Alpenetappe

Georg Steinhauser hat seinen ersten Tagessieg auf der 17. Etappe geholt. Tadej Pogacar wurde Zweiter und konnte damit seine Führung im Gesamtklassement ausbauen.

Es war einer dieser Momente, die jedem Radsportfan im Gedächtnis bleiben. Rund 400 Meter vor dem Ziel der 17. Etappe des Giro d`Italia - und plötzlich grinste Georg Steinhauser. Der 22-jährige Deutsche, sonst eher für seine ruhige Art bekannt, zeigte zum ersten Mal Anzeichen von Freude. Verständlich, hatte er doch den ganzen Tag in der Spitzengruppe gekämpft. Doch jetzt, am Passo Brocon, war es soweit: Sein erster Profisieg war zum Greifen nah.

Und was für ein Finish! Der große Tadej Pogacar, der unaufhaltsame Slowene im Rosa Trikot, versuchte zwei Kilometer vor dem Ziel noch einmal alles, um seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auszubauen. Doch Steinhauser hatte einen Vorsprung herausgefahren, der nicht mehr einzuholen war. Pogacar kam rund eineinhalb Minuten später ins Ziel, dicht gefolgt von Antonio Tiberi, der sich knapp vor Geraint Thomas und Co. behauptete.

In der Gesamtwertung änderte sich wenig - außer für Simon Geschke, der sich als 19. in der Tageswertung um einen Platz verbesserte. Eine kleine Belohnung für seine Konstanz.

Schon der Start in Wolkenstein in Gröden war ein echter Härtetest: 159 Kilometer und 4.100 Höhenmeter warteten auf die Fahrer. Steinhauser, das Allgäuer Eigengewächs, gehörte von Anfang an zu den Angreifern. „Heute habe ich mir schon auf dem Weg zur Anmeldekontrolle gedacht: ‘Mist, ich habe gute Beine! Vielleicht gewinne ich heute‘“, verriet er später grinsend im Interview. Und tatsächlich setzte er sich gleich zu Beginn des Rennens ab - auch wenn es sich zunächst komisch anfühlte, wie er zugab. Eine achtköpfige Spitzengruppe bildete sich, wurde aber bald wieder gestellt.

Doch Steinhauser gab nicht auf. Als Amanuel Ghebreigzabhier angriff, setzte er nach. „Irgendwann habe ich beschlossen, es noch einmal zu versuchen“, sagte er. 35 Kilometer vor dem Ziel, im Anstieg zur ersten Überquerung des Brocon, ließ er seinen Begleiter stehen und setzte alles auf eine Karte. Ein Solo gegen die Uhr - und gegen den Rest des Feldes.

Schon auf der 8. Etappe hatte er gezeigt, dass er das Zeug hat, ganz vorne mitzufahren. Doch damals wurden er und seine Fluchtgefährten noch von den Favoriten eingeholt. Dann kam die Königsetappe nach Livigno, die er als Dritter beendete. „Damit wäre ich schon zufrieden gewesen“, sagt er bescheiden. Aber jetzt hatte er das Sahnehäubchen.

Trotz des Sieges war es ein nervenaufreibender Tag. Denn Pogacar, der seit dem zweiten Tag das Maglia Rosa verteidigt, gab nicht auf. „Ich habe über Funk mitbekommen, was hinten los ist und war extrem nervös“, erzählte Steinhauser. „Aber als ich hörte, dass er zwei Kilometer vor dem Ziel attackiert hat, wusste ich, dass ich es schaffen kann.“

Was:

18. Etappe

Wann:

23.05.2024, 13:05 Uhr

Wo:

Italien

TV/Stream:

Eurosport

Quoten:

Milan 1.80, Merlier 4.75, Groves 15.00

In den Spezialwertungen änderte sich wenig. Jonathan Milan behält das Maglia Ciclamino, Tiberi führt weiterhin die Nachwuchswertung an und Pogacar bleibt König der Berge - auch wenn Giulio Pellizzari morgen in Blau starten wird. Auch die Etappe am Donnerstag, die über 178 Kilometer von Fiera di Primiero nach Padua führt, dürfte daran wenig ändern. Eine Sprintankunft steht bevor, bei der sich die Klassementfahrer eher im Windschatten aufhalten werden.

Die in diesem Artikel angezeigten Quoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung korrekt und können Schwankungen unterliegen.

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