Nach zwei Spieltagen stehen beide Teams mit drei Punkten da: Sporting will im heimischen Estadio Jose Alvalade die Pleite gegen Neapel vergessen machen, während Marseille nach dem 4:0-Triumph über Ajax mit breiter Brust anreist.
Sporting erlebte am zweiten Spieltag ein Wechselbad der Gefühle. Zwar feierte man das 100. UEFA Champions-League-Tor der Vereinsgeschichte, doch am Ende stand eine 1:2-Heimniederlage gegen Napoli. Zuvor hatten die „Leoes” Kairat Almaty mit 4:1 besiegt und gezeigt, dass sie im Alvalade nur schwer zu schlagen sind. In den letzten fünf Heimspielen der Königsklasse holte Sporting viermal Punkte.
Trainer Rui Borges kann zudem auf eine starke Heimbilanz gegen französische Teams verweisen. Seit acht Duellen ist Sporting gegen Klubs aus der Ligue 1 ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden). In dieser Saison zeigte das Team zudem Moral: Wenn es in Rückstand geriet, gelang bereits mehrfach die Wende.
Allerdings fehlt es noch an Konstanz auf internationaler Bühne: In den letzten acht UEFA Champions-League-Partien sprang nur ein Sieg heraus und vier der neun erzielten Treffer stammen aus dem Spiel gegen Kairat. Dennoch ist die Form im eigenen Stadion ein Hoffnungsschimmer: Zuletzt blieb Sporting dreimal in Folge zu Hause ungeschlagen (8:2 Tore).
Marseille kommt dagegen mit ordentlich Rückenwind nach Lissabon. Nach der knappen 1:2-Auftaktniederlage gegen Real Madrid hat die Mannschaft von Roberto De Zerbi fünf Pflichtspielsiege in Serie gefeiert. Dabei überzeugte OM mit Offensivdrang: 13 Treffer in den letzten drei Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
In der UEFA Champions League kämpft der französische Traditionsklub mit einem Fluch: Elf der letzten zwölf Auswärtsspiele gingen verloren. Ein Erfolg in Lissabon wäre der erste Auswärtssieg in der Gruppenphase seit 2022 und könnte den Franzosen einen großen Schritt in Richtung K.-o.-Runde ermöglichen.
Sporting muss weiterhin auf Nuno Santos und Vizekapitän Daniel Braganca verzichten, die beide mit Kreuzbandrissen langfristig ausfallen. Trainer Borges vertraut erneut auf Flügelstürmer Francisco Trincao, der beim 4:1 gegen Kairat doppelt traf. Auch Youngster Geovany Tcherno Quenda dürfte wieder in der Startelf stehen, nachdem er beim Auftakt sein erstes Europapokaltor erzielt hat.
Bei Marseille fällt Geoffrey Kondogbia mit einer Wadenverletzung aus. Zudem sind Amine Gouiri (Schulter), Facundo Medina (Knöchel) und Hamed Traore (Bein) fraglich. Hoffnungsträger bleibt Pierre-Emerick Aubameyang, der mit 36 Jahren und 104 Tagen gegen Ajax UEFA-Champions-League-Geschichte schrieb: ein Tor und zwei Assists, damit ist er der älteste Spieler mit drei Torbeteiligungen in einer Partie. Unterstützung erhält er von Mason Greenwood und Igor Paixao, die zuletzt ebenfalls trafen.
Sporting Lissabon: Virginia – Fresneda, Quaresma, Inácio, Araujo – Hjulmand, Morita – Quenda, Trincao, Goncalves – Suarez
Olympique Marseille: Rulli – Pavard, Aguerd, Balerdi, Palmieri – O’Riley, Vermeeren – Greenwood, Nadir, Paixao – Aubameyang
Die Partie wird am Mittwochabend live auf DAZN übertragen. Anstoß ist um 21:00 Uhr im Estadio Jose Alvalade in Lissabon.
Sporting präsentiert sich daheim stark und defensiv stabil, doch Marseille ist derzeit in Topform und verfügt über eine brandgefährliche Offensive. Sollten Aubameyang, Greenwood und Paixão erneut gut harmonieren, dürfte OM die Leoes in der zweiten Halbzeit knacken.
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