Ein wilder Tag in den Bergen, ein Solist, der Geschichte schreibt, und ein Rotes Trikot, das sich erfolgreich verteidigt: Die 14. Etappe der Vuelta a Espana hatte alles, was Radsportfans lieben.
Den Fans der Vuelta a Espana 2025 wird der Name Marc Soler in Erinnerung bleiben. Der Spanier vom Team UAE Team Emirates-XRG nutzte seine Chance und löste sich aus einer großen Ausreißergruppe. Am Fuß des Alto de la Farrapona setzte er eine Attacke, die niemand mehr kontern konnte. Mit diesem Sieg beschert er seiner Mannschaft bereits den vierten Triumph in Folge und den insgesamt siebten Etappensieg dieser Rundfahrt. Damit liegt die Siegquote des Teams nun bei beeindruckenden fünfzig Prozent. Eine Dominanz, wie man sie sonst eher von der Tour de France kennt.
Die 136 Kilometer lange Etappe war von Beginn an hochintensiv. Schon kurz nach dem Start reihten sich Attacken aneinander, bis sich schließlich eine Ausreißergruppe mit 21 Fahrern formierte. Mit dabei waren bekannte Namen wie Mikkel Bjerg, Andrea Bagioli, Carlos Verona oder auch Nico Denz, der deutsche Hoffnungen weckte. Doch auch das Schicksal spielte eine Rolle: Victor Campenaerts wurde durch einen Defekt früh zurückgeworfen, schaffte dank Teamunterstützung aber noch den Sprung zurück.
Die Gruppe harmonierte über weite Strecken, doch die Favoritenteams im Feld hielten die Leine stets angespannt. Visma-Lease a Bike ließ den Vorsprung kontrolliert anwachsen, während UAE Emirates-XRG clever Kräfte sparte, um im Finale noch Akzente zu setzen.
Als es ernst wurde, sortierte der Schlussanstieg gnadenlos aus. Egan Bernal und Giulio Ciccone mussten das hohe Tempo der Favoriten früh abreißen lassen, während Marc Soler vorne seine eigene Geschichte schrieb. Einer nach dem anderen fiel aus seiner Begleitergruppe zurück, bis er schließlich allein gegen die Uhr kämpfte und gewann.
Unter den Favoriten kam es derweil zu einem packenden Schlagabtausch. Das Team Red Bull – Bora – hansgrohe bereitete alles für Jai Hindley vor, der schließlich attackierte. Nur Jonas Vingegaard und Joao Almeida konnten ihm folgen. Am Ende fehlten Hindley jedoch die letzten Körner, während Vingegaard und Almeida ihre Stärke auf den letzten Metern ausspielten.
Er zeigte einmal mehr, warum er als einer der besten Rundfahrer seiner Generation gilt. Der Däne kontrollierte nicht nur die Angriffe seiner Rivalen, sondern verteidigte auch souverän das Rote Trikot. Zwar musste er sich Soler im Kampf um den Etappensieg geschlagen geben, doch mit Platz zwei und wichtigen Bonussekunden baute er seine Position in der Gesamtwertung erneut aus. Almeida wurde Dritter und festigte damit ebenfalls seine Ambitionen auf das Podium.
Die 14. Etappe der Vuelta a España bot alles, was man an einer großen Rundfahrt liebt: frühe Angriffe, dramatische Defekte, taktische Finessen und einen Solisten, der für Gänsehaut sorgte. Marc Soler hat nicht nur den Tag, sondern auch die Statistik seines Teams vergoldet. Für die Fans bleibt die Erkenntnis: Diese Vuelta ist alles andere als entschieden und mit jedem weiteren Berg steigt die Spannung, wer am Ende das Rote Trikot nach Madrid trägt.
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