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Olympia/Tennis
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Sinner lässt Bublik keine Chance

Jannik Sinner ließ Alexander Bublik keine Chance, Lorenzo Musetti glänzte im Stillen und Felix Auger-Aliassime meldete sich eindrucksvoll zurück. Die Viertelfinalisten der US Open 2025 stehen fest.

Wer am Montagabend im Arthur Ashe Stadium saß, musste schnell begreifen: Hier spielte nur einer Tennis auf Weltklasse-Niveau und das war Jannik Sinner. Mit 6:1, 6:1, 6:1 fegte der Titelverteidiger den Kasachen Alexander Bublik vom Platz, als ginge es um eine Trainingseinheit. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass der Weltranglistenerste keine Geschenke verteilen würde.

Bublik hatte im Vorfeld noch gewitzelt, er wolle wenigstens nicht gleich sein erstes Aufschlagspiel verlieren. Ein Wunsch, der in Rekordzeit verpuffte. Denn Sinner startete mit einem Blitz-Break, marschierte auf 4:0 davon und überließ seinem Gegner kaum Luft zum Atmen. Nach 20 Minuten war der erste Satz Geschichte. Die Fans, die teure Tickets gelöst hatten, fragten sich zu diesem Zeitpunkt bereits, ob sie überhaupt auf ihre Kosten kommen würden.

Doch wer auf Spannung hoffte, wurde enttäuscht. Bublik zerlegte sich mit Doppelfehlern und misslungenen Stopps beinahe selbst. Sinner nutzte die Schwächen gnadenlos aus, stapelte „Breadsticks”, zweimal 6:1, und spielte beinahe mühelos ins Viertelfinale. Nur im dritten Durchgang konnte Bublik Schlimmeres verhindern, doch auch dieser endete 6:1. Nach nur 51 Minuten war die einseitige Show vorbei.

Nun wartet auf Sinner allerdings eine ganz andere Aufgabe: Landsmann Lorenzo Musetti. Während der 23-Jährige sonst oft im Schatten der großen Namen stand, schleicht er sich in New York durch die Runden wie ein stiller Genießer. Sein 6:3, 6:0, 6:1 gegen Jaume Munar war eine Demonstration von Präzision und Eleganz und ein Fingerzeig, dass im rein italienischen Viertelfinale mehr als nur Pflichtprogramm steckt. Für Sinner wird es nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein Duell, das knistern dürfte.

Parallel dazu kristallisiert sich das zweite Viertelfinale der oberen Hälfte heraus. Alex de Minaur, der australische Dauerläufer mit dem Spitznamen „Demon“, besiegte Leandro Riedi in drei Sätzen und wirkte dabei so souverän, dass man sich fragt, ob er diesmal den ganz großen Sprung schafft. Noch nie zuvor stand er in einem Major-Halbfinale, doch nun ist die Chance zum Greifen nah.

Sein Gegner ist Felix Auger-Aliassime. Der Kanadier, der in den letzten Jahren oft zwischen Genie und Unsichtbarkeit pendelte, scheint in Flushing Meadows seine alte Stärke wiedergefunden zu haben. Schon der Sieg gegen Alexander Zverev war ein Signal, doch gegen Andrey Rublev legte er noch einen drauf. 7:5, 6:3, 6:4 hieß es am Ende. Erst der zweite Erfolg in neun Matches gegen den Russen. Der Jubel im Ashe Stadium verriet es: FAA ist zurück.

Damit kommt es am Mittwoch zu zwei Viertelfinalpartien, die auf dem Papier völlig offen scheinen. Während Sinner als klarer Favorit ins Duell mit Musetti geht, wissen Insider, dass italienische interne Matches oft ihre eigenen Gesetze haben. Und bei de Minaur gegen Auger-Aliassime prallen zwei Spieler aufeinander, die beide den Durchbruch schaffen wollen. Für den Australier wäre es Neuland, für den Kanadier eine Rückkehr zu alten Gefilden. Schließlich stand er 2021 schon einmal unter den letzten Vier und wurde damals von Daniil Medvedev gestoppt.

Die US Open 2025 liefern somit nicht nur einen Titelverteidiger in Bestform, sondern auch ein Teilnehmerfeld voller spannender Geschichten: vom italienischen Gipfeltreffen bis zum Duell zweier Dauerläufer, die ihre Karrieren neu definieren wollen. Klar ist: In New York ist noch jede Menge Drama drin – nur Alexander Bublik wird davon nicht mehr viel mitbekommen.

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