Der SC Freiburg dreht das Halbfinale gegen Sporting Braga, erreicht erstmals ein europäisches Finale und trifft nun in Istanbul auf Aston Villa. Hier erhalten Sie alle Informationen.
Der SC Freiburg hat Fußballgeschichte geschrieben. Nach dem 1:2 im Hinspiel in Braga drehte die Mannschaft von Julian Schuster das Halbfinale im Rückspiel Zuhause mit einem 3:1 und zog damit erstmals in der Vereinsgeschichte in ein europäisches Endspiel ein.
Schon das Hinspiel hatte gezeigt, wie eng dieses Duell werden würde. Freiburg geriet dort nach 8 Minuten durch Demir Ege Tiknaz in Rückstand, glich durch Vincenzo Grifo aber zügig aus (16. Minute) und überstand noch einen verschossenen Braga-Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.
Die zweite Halbzeit verlief ruhig auf beiden Seiten, bis dann doch noch in der 2. Minute der Nachspielzeit, das 1:2 durch Mario Dorgeles passierte.
Das Rückspiel begann für Freiburg fast perfekt. Bereits in der 6. Minute wurde Braga-Torschütze Mario Dorgeles nach einer Notbremse vom Platz gestellt. Damit spielte Freiburg praktisch fast die komplette Partie in Überzahl.
In der 19. Minute brachte Lukas Kübler den Sport-Club mit 1:0 in Führung.
Danach blieb Freiburg die aktivere und gefährlichere Mannschaft, drückte auf das zweite Tor und bekam es noch vor der Pause. Johann Manzambi erhöhte auf 2:0 und drehte damit auch das Duell insgesamt zugunsten der Freiburger.
In der 72. Minute fiel dann die vermeintliche Entscheidung. Wieder war es Lukas Kübler, der zum 3:0 traf und das Europa-Park Stadion endgültig in einen Ausnahmezustand versetzte.
Zwar verkürzte Pau Víctor in der 79. Minute noch auf 3:1, doch Freiburg verteidigte die Schlussphase konzentriert und brachte den Sieg über die Zeit.
Nach dem Schlusspfiff war sofort spürbar, dass dieser Abend für Freiburg weit über einen normalen Sieg hinausging. Julian Schuster war sichtlich bewegt, und man konnte seine Freude förmlich spüren. Auch für die Fans war es ein besonderer Abend; sie stürmten nach dem Schlusspfiff auf den Platz und feierten zusammen mit den Spielern dieses historische Finale.
Schuster ordnete den Erfolg passend in die Identität des Vereins ein. Im Interview sagte er: „Entscheidend ist in solchen Momenten, genau zu wissen, wer man ist und woher man kommt.“
Das passt zu Freiburg, da dieser Klub seit Jahren mit Ruhe und Kontinuität arbeitet und nun genau mit diesen Werten den Sprung ins Europa-League-Finale geschafft hat.
Auch Igor Matanović, der Stürmer vom SC Freiburg, blickte direkt nach dem Spiel schon nach vorne: „Aston Villa hat zwar eine unfassbare Qualität, doch wir als Mannschaft werden mit vollem Selbstbewusstsein auf den Sieg in diesem Finale gehen.“
Das Europa-League-Finale 2026 findet am Mittwoch, 20. Mai, statt. Anstoß ist um 21:00 Uhr. Gegner des SC Freiburg ist Aston Villa, das sich im anderen Halbfinale gegen Nottingham Forest durchsetzte.
Für Freiburg ist es das erste europäische Endspiel der Klubgeschichte, Aston Villa steht erstmals seit dem Gewinn des Europapokals 1982 wieder in einem UEFA-Finale.
Austragungsort des Finales ist der Beşiktaş Park in Istanbul. Das Stadion hat eine Gesamtkapazität von rund 40.000 Zuschauer und war bereits 2019 Austragungsort des UEFA Super Cups.
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