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Sabalenka stürzt Swiatek und steht erstmals im Finale der French Open

Die Dominanz von Iga Swiatek bei den French Open ist Geschichte. Aryna Sabalenka setzte im Halbfinale ein gewaltiges Ausrufezeichen.

Aryna Sabalenka hat bei den French Open 2025 einen historischen Coup gelandet. Mit 7:6 (1), 4:6, 6:0 besiegte die aktuelle Weltranglistenerste im Halbfinale die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek und zog damit zum ersten Mal in ihrer Karriere in das Endspiel des Sandplatzklassikers ein. Für Sabalenka ist es das erste Grand-Slam-Finale auf Sand. Nach drei Titeln auf Hartplatz ist dies ein bemerkenswerter Entwicklungsschritt.

Der Triumph über Swiatek, die zuvor 26 Matches in Serie bei den French Open gewonnen hatte, dauerte 2 Stunden und 19 Minuten. „Ich bin unglaublich glücklich über diesen Sieg. Iga hier zu schlagen, ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Sabalenka sichtlich bewegt. Für Swiatek war es die erste Niederlage in Paris seit 2021, ihre Bilanz auf dem Pariser Sand liegt nun bei 40 Siegen und drei Niederlagen.

Sabalenka hingegen untermauerte eindrucksvoll ihren Status als derzeit beste Spielerin auf der WTA-Tour. Der Halbfinalsieg über Swiatek war ihr bereits der 40. Sieg im Hauptfeld in dieser Saison, mehr als jede andere Spielerin. Besonders beeindruckend: Sie hat ihre letzten fünf Grand-Slam-Halbfinals allesamt gewonnen.

Showdown im Finale: Sabalenka vs. Gauff

Im Finale der French Open trifft Sabalenka nun auf die US-Amerikanerin Coco Gauff, ein Duell der beiden derzeit besten Spielerinnen der Weltrangliste. Die direkte Bilanz zwischen den beiden ist ausgeglichen: 5:5 in den bisherigen Begegnungen, 1:1 bei Grand Slams. „Das Halbfinale fühlte sich an wie ein Finale, aber ich weiß, dass ich am Samstag wieder alles geben muss. Vor allem, wenn es gegen Coco geht”, so Sabalenka kämpferisch.

Gauffs Spielweise dürfte ihr gut bekannt sein, dennoch wird es auf dem anspruchsvollen Pariser Sand erneut auf Nuancen ankommen. Beide Spielerinnen zählen aktuell zur absoluten Weltspitze und stehen verdient im Endspiel der French Open.

Wendepunkt im Match: Tie-Break als Schlüssel

Der erste Satz begann turbulent: Beide Spielerinnen lieferten sich intensive Ballwechsel und unter dem geschlossenen Dach entwickelte sich ein physisch wie taktisch hochklassiges Duell. Sabalenka führte zunächst mit einem Doppelbreak 3:0 und servierte später bei 6:5 auf den Satzgewinn, doch Swiatek kämpfte sich zurück. Im anschließenden Tiebreak dominierte jedoch die Nummer eins der Welt: Mit druckvollen Aufschlägen und fehlerlosem Spiel holte sich Sabalenka den ersten Durchgang nach 75 Minuten.

Swiatek reagierte stark und sicherte sich den zweiten Satz mit 6:4, doch im dritten Durchgang spielte nur noch Sabalenka. In gerade einmal 22 Minuten fegte sie über Swiatek hinweg, gewann alle drei Breakbälle, schlug fünf Winner und machte keinen einzigen unerzwungenen Fehler.

Vom Zweifler zur Sandplatz-Königin?

Sabalenkas Weg auf Sand war lange steinig. „Man hat mir immer gesagt, Sand sei nichts für mich“, so die 26-Jährige nach dem Match. Doch durch konsequente Arbeit und ein verbessertes Spiel auf der roten Asche hat sie sich Schritt für Schritt zur echten Allrounderin entwickelt. Der Triumph über Swiatek dürfte der endgültige Beweis dafür sein, dass Sabalenka auch auf Sand ganz oben angekommen ist.

Mit dem Einzug ins Finale der French Open schreibt sie Tennisgeschichte: Sabalenka ist die erste Spielerin seit Serena Williams im Jahr 2016, die in drei Grand-Slam-Turnieren hintereinander das Endspiel erreicht hat, nach den US Open 2024 und den Australian Open 2025 nun also auch in Paris.

Sabalenka im French-Open-Rausch

Mit ihrem Halbfinalerfolg hat sie nicht nur die French Open für einen neuen Champion geöffnet, sondern sich auch selbst endgültig in den Olymp des Sandplatztennis gespielt. Das Finale gegen Coco Gauff verspricht Hochspannung und möglicherweise den Beginn einer neuen Ära bei den French Open. 

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