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Tennis
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Rybakina kämpft um die Finals

Elena Rybakina kämpft in Ningbo um ihre letzte Chance, sich für das große WTA-Finale in Riyadh zu qualifizieren, und stoppt dabei Jasmin Paolini auf ihrem Weg dorthin. Das Rennen um den letzten Platz bleibt jedoch ein Nervenkrimi zwischen Power, Präzision und purem Willen.

Elena Rybakina hat ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme an den WTA Finals in Riad am Leben gehalten. Mit einem eindrucksvollen 6:3, 6:2-Sieg über Jasmine Paolini zog sie am Samstag ins Finale der AUX Ningbo Open ein und sorgte damit für neue Spannung im heiß umkämpften Qualifikationsrennen um die letzten Tickets der Saison.

Für Paolini war es eine verpasste Gelegenheit: Ein Sieg hätte ihr die sichere Teilnahme an den Finals beschert. Doch Rybakina, wie gewohnt kühl und fokussiert, zeigte keine Gnade. Nach 1 Stunde und 29 Minuten stand fest: Paolinis Traum muss warten, Rybakinas lebt weiter.

Nur wenige Stunden später drehte sich das Rad erneut. Der Turnierplan für Tokio wurde veröffentlicht und plötzlich war klar: Mirra Andreeva, die junge Sensation des Jahres, würde dort nicht antreten. Damit rückte Paolini trotz ihrer Niederlage in Ningbo doch noch nach und qualifizierte sich aufgrund ihrer Platzierung für Riyadh.

Doch das Drama geht weiter. Eine letzte Einzel-Position für die Finals ist noch offen und wird in Tokio entschieden. Alles hängt nun von Rybakina ab. Wenn sie das Finale in Ningbo verliert, muss sie in Tokio den Titel holen. Gewinnt sie in Ningbo, reicht ihr in Tokio ein Halbfinale.

In jedem anderen Szenario rückt Andreeva nach und Rybakina bleibt nur die ungeliebte Rolle der ersten Nachrückerin. Es ist ein Rechenspiel, das die WTA-Saison in den letzten Wochen auf die Spitze treibt, und Rybakina weiß, was auf dem Spiel steht.

„Ich wusste, dass das Match sehr hart werden würde“, sagte sie nach dem Halbfinale. „Jasmine spielt eine großartige Saison. Ich musste mein bestes Tennis zeigen und bin froh, dass ich bis zum Schluss fokussiert geblieben bin.“

Von Beginn an war das Match geprägt von langen Ballwechseln, nervenstarken Momenten und der geballten Kraft zweier Spielerinnen, die beide um ihre sportliche Krönung kämpften. Schon im ersten Spiel musste Rybakina einen Breakball abwehren, was ihr mit der typischen Mischung aus Wucht und Präzision gelang: Aufschlag, Vorhand, Punkt.

Dieses Muster sollte sich durchziehen. Drei Breakbälle überstand sie im ersten Satz, ehe sie beim Stand von 5:3 mit einem krachenden Crosscourt-Winner zuschlug, der Paolini auf der Linie stehen ließ. Ein Ass, das sie später mit einem Lächeln kommentierte, brachte ihr schließlich nach 51 Minuten den Satz.

Die Statistiken erzählen die Geschichte einer dominanten Rybakina: 21 Winner, zehn Asse, 81 Prozent gewonnene Punkte beim ersten Aufschlag, obwohl sie nur 47 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld brachte. Eine Zahl, die belegt, wie gefährlich sie selbst dann bleibt, wenn nicht alles perfekt läuft.

Im zweiten Satz stemmte sich Paolini tapfer gegen das drohende Aus. Beim Stand von 2:2 zeigte sie einmal mehr ihre Kämpferqualitäten und rettete drei Breakbälle, doch Rybakina blieb unnachgiebig. Ein Rückhandwinner direkt auf die Grundlinie brachte ihr das entscheidende Break zum 4:2 und von da an ließ sie nichts mehr anbrennen.

Auch im letzten Aufschlagspiel, als Paolini noch einmal drei Breakchancen erspielte, blieb Rybakina eiskalt: Ass, Punkt, Punkt und damit Spiel, Satz und Sieg.

Im Finale wartet nun Ekaterina Alexandrova, die sich im anderen Halbfinale mit einem souveränen Zweisatzsieg über Diana Shnaider durchsetzte. Alexandrova, die gerade in die Top 10 eingezogen ist, führt im direkten Duell mit 3:1 und hat auch das letzte Aufeinandertreffen in Adelaide Anfang des Jahres gewonnen.

Doch Rybakina ist in Form, und sie spielt um weit mehr als nur einen Pokal. Es geht um die letzte Eintrittskarte zu den WTA Finals und damit um die Chance, die Saison unter den besten Spielerinnen der Welt abzuschließen.

Wird sie in Ningbo triumphieren und in Tokio noch einmal alles riskieren? Oder gelingt Alexandrova der nächste Streich gegen ihre Dauerrivalin?

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