Das bedeutende Nationalstadion mit Tradition und europäischer Bedeutung.
Die Puskás Aréna, im XIV. Bezirk (Zugló) von Budapest gelegen, wurde auf dem Gelände des alten Népstadions aus dem Jahr 1953 gebaut, das nach der Legende Ferenc Puskás benannt war. Das neue Stadion wurde 2016 eröffnet und bietet heute 67.155 Sitzplätze. Es ist Heimat der ungarischen Fußballnationalmannschaft und war einer der Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2021. Ursprünglich sollte die Arena den Namen Puskás behalten, doch später erhielt sie den Namen Puskás Aréna zu Ehren des legendären Spielers. Ein moderner Sportkomplex mit großer sportlicher und kultureller Bedeutung in Ungarn.
Das Puskás Ferenc Stadion in Budapest, einst das größte in Ungarn, ist stark veraltet. Ursprünglich für über 100.000 Zuschauer ausgelegt, wurde die Kapazität aus Sicherheitsgründen auf etwa 28.300 reduziert. Bereits 2008 wurden Pläne für ein neues Stadion mit 31.200 überdachten Plätzen entworfen, das bei Bedarf auf 43.700 erweitert werden sollte, doch diese wurden verworfen, da die Modernisierung des alten Stadions zu teuer schien. Ungarn bewarb sich mehrfach für die EM 2020 und 2021, wobei 2014 die Planung für ein 65.000 Plätze umfassendes Stadion angekündigt wurde. Im Jahr 2015 wurden die Baupläne vereinfacht, doch die Kosten stiegen stark an und die Fertigstellung, ursprünglich für 2019 geplant, verzögerte sich erheblich, während die Ausgaben sich fast verdoppelten.
Der Bau des neuen Stadions in Budapest begann Anfang April 2017. Das Projekt kostete rund 183,35 Mrd. HUF (ca. 556 Mio. €), wovon etwa 433 Mio. € aus Steuergeldern stammten. Ein kleiner Teil wurde als Reserve zurückgelegt. Jede Verzögerung hätte die Kosten um 142 Mio. HUF (ca. 431.000 €) erhöht. Für den Bau sind nur 500 Parkplätze vorgesehen, was einen Parkplatz für 134 Besucher bedeutet; die Erreichbarkeit ist jedoch durch gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gewährleistet. Am 29. Juni 2018 wurde ein Besucherzentrum eröffnet, das mit 3D- und VR-Technik Einblicke in die Arena bietet. Fortschritte bei Bau und Ausstattung wurden bis September 2019 erzielt, wobei das Stadion heute in Farben erstrahlt und an die Münchner Allianz Arena erinnert.
Das neue Stadion wurde am 15. November 2019 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Ungarn und Uruguay eröffnet, bei dem auch Zoltán Gera, ehemaliger ungarischer Nationalspieler und jetziger U-21-Coach, verabschiedet wurde. Der Vorverkauf begann am 25. Oktober und innerhalb weniger Tage waren 25.000 Karten verkauft, obwohl nur 40.000 im freien Verkauf erhältlich waren. Das Spiel endete mit einer 1:2-Niederlage Ungarns gegen Uruguay, das erste Tor erzielte Cavani, das zweite Szalai. Das Stadion war ausverkauft, mit 67.156 Zuschauern.
Das Stadion in Budapest spielte eine wichtige Rolle im europäischen Fußball: Das UEFA Super Cup 2020 wurde dorthin verlegt und im September ausgetragen, wobei Bayern München den Titel im Elfmeterschießen gegen Sevilla gewann. Wegen der COVID-19-Pandemie fanden bestimmte Champions-League-Spiele und Achtelfinalbegegnungen in der Puskás Aréna statt, darunter Spiele von Liverpool, Manchester City, Leipzig und Gladbach, teils mit Entschädigungszahlungen. Die Puskás Aréna in Budapest war Teil der Vorrunde und eines Achtelfinalspiels bei der UEFA-Europameisterschaft 2020. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Turnier auf 2021 verschoben, sodass es vom 11. Juni bis 11. Juli desselben Jahres stattfand. 2023 fand das Finale der Europa League im Stadion statt, bei dem Sevilla im Elfmeterschießen gegen AS Rom gewann. Für 2025/26 wurde Budapest mit der Puskás Aréna als Austragungsort des Champions-League-Endspiels ausgewählt.
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