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Pogacar schlüpft ins Gelbe Trikot

Das Duell der Giganten geht in die nächste Runde: Tadej Pogacar siegt auf der vierten Etappe der Tour de France und bringt damit nicht nur das Klassement, sondern auch die Emotionen der Fans in Wallung.

Die 4. Etappe der Tour de France 2025 hatte alles, was das Herz eines Radsportfans höher schlagen lässt: Drama, Taktik und ein packender Sprint zwischen den Größen des Pelotons. Nach seiner knappen Niederlage gegen Mathieu van der Poel vor zwei Tagen schlug Tadej Pogacar diesmal eindrucksvoll zurück.

Im Trikot des Weltmeisters feierte der Slowene nicht nur seinen ersten Etappensieg bei dieser Tour, sondern gleichzeitig auch den 100. Profisieg seiner Karriere. Eine besondere Marke und das ausgerechnet bei der größten Rundfahrt der Welt! Mit einer Radlänge Vorsprung schnappte sich Pogacar den Tagessieg in Rouen, nachdem er im Sprint der achtköpfigen Spitzengruppe auf den letzten Kilometern die meisten Körner hatte.

Höllisches Finale mit steilen Rampen

Der Weg nach Rouen war gespickt mit kleinen, aber tückischen Anstiegen. Das sogenannte „Sägezahnprofil“ im Finale der 174 Kilometer langen Etappe verlangte den Fahrern alles ab. Vor allem die Rampe in Saint-Hilaire, die auf den letzten fünf Kilometern mit bis zu 15 Prozent Steigung aufwartete, sortierte das Feld gnadenlos aus.

Bereits zuvor hatten Pogacars Team UAE und Jonas Vingegaards Team Visma für ein Höllentempo gesorgt. Pogacar zündete am letzten Anstieg die Attacke, einzig Vingegaard konnte folgen, musste aber kurz abreißen lassen. In der Abfahrt formierte sich jedoch wieder eine starke Gruppe um Remco Evenepoel und Mathieu van der Poel.

Stürze, Ausreißer und ein zäher Franzose

Ausreißer bestimmten früh am Tag das Bild. Ein Quartett um Kasper Asgreen, Lenny Martinez, Thomas Gachignard und Jonas Abrahamsen setzte sich ab, wurde aber stets in Reichweite gehalten. Martinez wehrte sich lange gegen das Hauptfeld, holte sogar noch Bergpunkte und wurde schließlich eingeholt.

Das Rennen wurde zudem von einem Massensturz 24 Kilometer vor dem Ziel überschattet, durch den das Hauptfeld geteilt wurde. Während einige Favoriten unbeschadet blieben, verloren Primoz Roglic und Florian Lipowitz den Anschluss und damit wichtige Sekunden im Gesamtklassement.

Die Ausgangslage vor dem Zeitfahren

Nach vier Etappen bleibt Mathieu van der Poel weiterhin im Gelben Trikot, zeitgleich mit Pogacar. Vingegaard lauert acht Sekunden dahinter auf Rang drei. Doch schon am Mittwoch werden die Karten neu gemischt.

Das Einzelzeitfahren über 33 flache Kilometer rund um Caen wird zum echten Härtetest. Für Favoriten wie Remco Evenepoel, Pogacar und Vingegaard ist es die erste große Nagelprobe im Kampf um den Gesamtsieg. Evenepoel, der am dritten Tag schwer gestürzt war, gilt als einer der heißesten Anwärter auf den Etappensieg. Vorausgesetzt, er hat die Blessuren gut überstanden.

Die Tour nimmt Fahrt auf und garantiert Spannung

Die Tour de France liefert in der ersten Woche bereits Hochspannung. Pogacars Sieg, Van der Poels Gelbes Trikot und das anstehende Zeitfahren versprechen ein packendes Rennen um jede Sekunde. Eins ist klar: Das Drama in Frankreich hat gerade erst begonnen.

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