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Philipsen jubelt, Vingegaard baut Führung aus

Die 19. Etappe der Vuelta a Espana hatte es in sich: ein packender Sprint, kleine Sekunden im Kampf um das rote Trikot und ein Vorgeschmack auf das große Finale in den Bergen.

Jasper Philipsen schlägt erneut zu

In Guijuelo bestätigte er einmal mehr seinen Ruf als einer der besten Sprinter der Welt. Nach 161,9 Kilometern und rund 1 500 Höhenmetern setzte sich der Belgier in einem nervenaufreibenden Finale knapp gegen Mads Pedersen durch. Für den 27-Jährigen war es bereits der dritte Tageserfolg bei dieser Spanien-Rundfahrt, nachdem er schon auf der ersten und achten Etappe die Nase vorn gehabt hatte.

Das Finale verlangte den Sprintern alles ab. Elf Tage ohne echte Sprintankunft hatten ihre Spuren hinterlassen, doch Philipsen biss sich durch. Sein Team Alpecin-Deceuninck leistete im Lead-out perfekte Arbeit, sodass er die letzten Meter mit idealem Timing anziehen konnte. Ein Beweis dafür, wie wichtig präzise Teamarbeit im Radsport ist. Nicht nur bei den großen Rundfahrten wie der Vuelta oder der Tour de France.

Vingegaard holt Bonussekunden in Salamanca

Während Philipsen den Tagessieg feierte, spielte sich im Hintergrund ein entscheidendes Kapitel im Kampf um das Gesamtklassement ab. Jonas Vingegaard bewies einmal mehr seine Cleverness. Beim Zwischensprint in Salamanca sicherte er sich vier wertvolle Bonussekunden, indem er als Zweiter über die Ziellinie fuhr. Direkt hinter ihm folgte sein Teamkollege Matteo Jorgenson. Eine perfekte Teamtaktik von Visma-Lease a Bike.

Joao Almeida und sein Team UAE hingegen verschliefen diesen Moment. Der Portugiese konnte nicht eingreifen, sodass sich sein Rückstand auf Vingegaard auf nun 44 Sekunden vergrößerte. Ein kleines Polster, das für den Dänen vor der schweren 20. Etappe von unschätzbarem Wert sein könnte.

Ruhe vor dem Sturm

Abgesehen vom Zwischensprint verlief der Tag für die Klassementfahrer ruhig. Alle schonten ihre Kräfte für den bevorstehenden Showdown. Denn die 20. Etappe von Robledo de Chavela hinauf nach Bola del Mundo wird zur ultimativen Prüfung.

Auf 164,8 Kilometern warten fünf gewertete Anstiege. Besonders der Schlussanstieg hat es in sich: 12,3 Kilometer bei einer durchschnittlichen Steigung von 8,6 Prozent und Rampen mit bis zu 20 Prozent. Hier entscheidet sich, ob Vingegaard sein Rotes Trikot verteidigen kann oder ob Almeida doch noch zurückschlägt.

Sicherheitslage im Fokus

Neben dem sportlichen Geschehen beschäftigt die Organisatoren auch die Sicherheit. Aufgrund angekündigter Proteste werden auf der 20. Etappe rund 400 zusätzliche Einsatzkräfte im Einsatz sein. Für das große Finale in Madrid am Sonntag sind sogar 1100 Beamte vorgesehen. Bereits auf der 19. Etappe kam es zu kleineren pro-palästinensischen Protestaktionen, die den Ablauf jedoch nicht wesentlich störten.

Ausblick auf den Showdown

Mit dem Etappensieg von Philipsen und dem cleveren Bonussekunden-Coup von Vingegaard ist die Spannung vor dem Wochenende perfekt. Die Vuelta a Espana steuert auf ein furioses Finale zu. Die Fans dürfen sich auf einen epischen Schlagabtausch in den Bergen freuen. Ein echtes Spektakel, das an legendäre Momente der Tour de France erinnert.

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