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Pedersen jubelt erstmals

Die 15. Etappe der Vuelta a Espana endete mit einem packenden Sprint und einem hochverdienten Sieg für Mads Pedersen. Es war ein Tag voller Dramatik, Taktik und Emotionen.

Von Beginn an war klar: Diese Etappe würde nicht vom Hauptfeld entschieden werden. Der erste lange Anstieg gleich nach dem Start lockte zahlreiche Fahrer zum Angriff, und schnell formierte sich eine riesige Fluchtgruppe mit fast 50 Profis. Darunter waren auch die Sprinter Pedersen, Orluis Aular und Jake Stewart, die ihre Chance auf ein schnelles Finale witterten. Der Vorsprung wuchs früh auf über zehn Minuten, da das Peloton darauf verzichtete, die Ausreißer ernsthaft zu verfolgen.

Innerhalb der großen Gruppe wagten Jay Vine und Louis Vervaeke eine mutige Attacke, doch die fehlende Zusammenarbeit ließ das Projekt scheitern. Lidl–Trek zeigte sich mit gleich fünf Fahrern stark präsent und bereitete Pedersen optimal auf das Finale vor.

Zwischen Zwischenfällen und Nervenkitzel

Die Etappe war nicht nur sportlich spannend, auch äußere Faktoren spielten eine Rolle: Ein Demonstrant verursachte einen Sturz in der Fluchtgruppe und später musste die Polizei einschreiten, als eine Gruppe die Absperrungen durchbrach. So verursachte ein Demonstrant einen Sturz in der Fluchtgruppe und später musste die Polizei einschreiten, als eine Gruppe die Absperrungen durchbrach. Doch die Vuelta blieb auf Kurs und das Finale versprach ein Spektakel.

Pedersen behielt die Nerven

Auf den letzten Kilometern zerfiel die Gruppe erneut: Angriffe von Egan Bernal, Santiago Buitrago und Magnus Sheffield wirbelten das Rennen durcheinander. Marco Frigo versuchte kurz vor dem Ziel, mit einer Soloattacke zu überraschen, doch Pedersen reagierte clever. Der Däne hielt das Tempo hoch, kontrollierte seine Gegner und setzte im entscheidenden Moment zu einem unwiderstehlichen Sprint an.

Der Lohn war sein erster Etappensieg bei dieser Vuelta. Hinter ihm sprintete Orluis Aular auf Rang zwei, Marco Frigo wurde Dritter. Für Pedersen war dies nicht nur ein persönlicher Befreiungsschlag, sondern auch ein Prestigeerfolg für sein Team Lidl–Trek.

Vingegaard festigt das Rote Trikot

Während Pedersen das Podium feierte, änderte sich im Kampf um das Rote Trikot nichts. Jonas Vingegaard rollte kontrolliert ins Ziel und verteidigte die Gesamtführung souverän. Doch mit einem knappen Vorsprung vor João Almeida ist der Kampf um den Gesamtsieg noch längst nicht entschieden. Die letzte Woche verspricht Hochspannung mit schweren Bergetappen, die an die legendäre Tour de France erinnern.

Vorschau auf die 16. Etappe

Nach dem Ruhetag wartet ein anspruchsvolles Teilstück von Poio nach Castro de Herville. Mehrere Bergwertungen, darunter der zermürbende Alto de Groba und ein brutaler Schlussanstieg mit Rampen von über zehn Prozent, machen deutlich: Das wird ein Tag für Kletterer und Klassementfahrer. Ausreißer könnten ihre Chance suchen, doch am Ende dürfte der Kampf um das Rote Trikot erneut in den Mittelpunkt rücken.

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