Der Sonntag in Cincinnati gehört den Favoritinnen. Zwei klare Botschaften im von Aryna Sabalenka und Jasmine Paolini.
Jasmine Paolini hat den schwierigen Auftakt gegen Maria Sakkari bestanden. Die Italienerin, an sieben gesetzt, gewann 7:6 und 7:6. Beide Tiebreaks entschied sie mit Nervenstärke und gutem Linienspiel. Im längsten Rallyfenster kontrollierte Paolini die Rückhandduelle, Sakkari verpasste zu viele erste Aufschläge in den engen Phasen. In Runde zwei wartet Ashlyn Krueger, die Anastasija Sevastova in drei Sätzen ausschaltete. Für Paolini ist es ein guter Einstieg in die Hartplatzwochen. Sie bleibt variabel im Aufbau, nimmt früh Tempo auf und zwingt die Gegnerinnen in die Ecken. Gegen Krueger wird der Return auf den zweiten Aufschlag wieder zum Schlüssel.
Aryna Sabalenka ist nach der Pause wieder im Wettbewerbsmodus. Die Nummer eins der Welt setzte sich in der zweiten Runde mit 7:5 und 6:1 gegen Marketa Vondrousova durch. Der erste Satz kippte in der Kleinarbeit: Sabalenka wehrte alle sechs Breakbälle ab und nutzte ihre einzige Chance bei 6:5. Danach öffnete sie die Partie mit frühem Druck im Return und sicheren ersten Schlägen in die Mitte.
Die Zahlen unterstreichen das Bild. Sabalenka rettete im Match 12 von 12 Breakbällen, gewann 60,6 Prozent der Punkte über den zweiten Aufschlag und verwertete alle drei Breakchancen. Vondrousova blieb bei 0 von 12. Nach 1:32 Stunden war der Titelverteidigerin der Start gelungen. Vier Asse, nur zwei Doppelfehler, dazu 54 Prozent der Gesamtpunkte sprechen für Stabilität statt Spektakel. Nächste Gegnerin ist Emma Raducanu, die zuvor Olga Danilovic 6:3 und 6:2 bezwang. Das Duell hat frische Geschichte. In Wimbledon gewann Sabalenka das Zweitrundenmatch 7:6 und 6:4.
Das Turnier läuft 2025 über zwei Wochen, die Finals sind für Montag, 18. August angesetzt. Im WTA-Feld geht es um 1000 Punkte und mehr als fünf Millionen Dollar Preisgeld. Die jüngsten Siegerinnen bilden die Messlatte: 2024 triumphierte Aryna Sabalenka, 2023 gewann Coco Gauff, 2022 Caroline Garcia. Der modernisierte Austragungsort sorgt für kürzere Wege, mehr Courts und dichte Tagespläne. Für die gesetzten Spielerinnen bedeutet das früh hohe Intensität und kurze Erholungsfenster.
Coco Gauff greift am Abend in ihr Heimturnier ein. Die Nummer zwei der Setzliste trifft in der zweiten Runde auf Xinyu Wang. Der Center Court ist am Sonntag entsprechend gesetzt, Gauff folgt auf das Paolini Match. Die Bilanz ist knapp. Offiziell steht es 1:1, das letzte Duell gewann Wang im Juni in Berlin in zwei Sätzen. Für Gauff spricht der schnellere Belag und die Kulisse, für Wang die flache Rückhand gegen den Kick der Amerikanerin. Entscheidend wird der Aufschlag. Trifft Gauff konstant die erste Quote, öffnet sie sich die Vorhand in die freie Ecke. Gerät sie in zu viele zweite Aufschläge, kommt Wang sofort über den frühen Returndruck in die Punkte. Auch die Fehlerdisziplin könnte zum Faktor werden. Gauff muss die langen Ballwechsel mit Geduld aufbauen, ohne das Tempo aus der Hand zu geben. Wang braucht freie Punkte über den Aufschlag und klare erste Kontakte. Kleine Details kippen das Match. Die Favoritenrolle liegt knapp bei Gauff, das Risiko auf Upset bleibt nach dem letzten Vergleich real.
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