Naomi Osaka ist zurück und Amanda Anisimova sorgt für eine große Überraschung. Die US Open erleben ein Halbfinale voller Geschichten, Emotionen und offener Rechnungen.
Manchmal schreibt der Tennisplatz die besten Comebacks. Naomi Osaka, einst das Gesicht einer neuen Generation, meldet sich eindrucksvoll zurück. Mit einem 6:4, 7:6 (3) über Karolina Muchová erreichte die Japanerin erstmals seit 2021 wieder ein Halbfinale eines Major-Turniers und erinnerte die Tenniswelt daran, warum ihr Name bei großen Turnieren noch immer Gewicht hat.
Die Zahlen sprechen für sich: Fünfmal stand Osaka bislang in einem Grand-Slam-Viertelfinale und holte jedes Mal den Titel. Kein Wunder also, dass in Flushing Meadows plötzlich wieder leises Raunen durch die Ränge geht. Ist das die Rückkehr einer Siegerin, die schon fast abgeschrieben schien?
Das Match gegen Muchova war enger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Im ersten Satz tasteten sich beide Spielerinnen lange ab, hielten bis zum 5:4 ihre Aufschläge, ehe Osaka im entscheidenden Moment zuschlug und das einzige Break des Durchgangs holte. Ein typischer Osaka-Moment: Wenn es zählt, hat sie die Antworten.
Im zweiten Satz wendete sich zunächst das Blatt. Muchova spielte mutiger, attackierte früh und erspielte sich eine Führung. Als sie im zehnten Spiel mit eigenem Aufschlag zum Satzgewinn antrat, roch es nach Ausgleich. Doch Osaka, die für ihre Nervenstärke bekannt ist, kämpfte sich zurück. Muchova vergab ihre Chance und Osaka machte im Tiebreak mit etwas Glück und viel Entschlossenheit alles klar.
Damit wartet nun Amanda Anisimova und was für eine Geschichte bringt dieses Duell mit sich! Die US-Amerikanerin hatte im Viertelfinale die Weltranglistenzweite Iga Swiatek aus dem Turnier geworfen. Und das mit einem Ergebnis, das wie ein Befreiungsschlag wirkte: 6:4, 6:3, pure Energie und Entschlossenheit.
Man muss sich das noch einmal vor Augen führen: Vor knapp zwei Monaten wurde Anisimova im Wimbledon-Finale von Swiatek mit 0:6, 0:6 regelrecht vorgeführt. Eines der bittersten Endspiele der jüngeren Grand-Slam-Historie. Viele fragten sich damals, ob die junge Amerikanerin diesen Rückschlag verkraften könne. Ihre Antwort kam nun im Arthur Ashe Stadium: eindrucksvoll, selbstbewusst und mit dem dritten Matchball, den sie durch einen frechen Netzroller verwandelte.
„Es ist so besonders. Ich habe den Lauf meines Lebens hier. Einfach ein Traum“, strahlte Anisimova nach ihrem Triumph. Ihre Worte klangen nicht nach Zufall, sondern nach einer Spielerin, die endlich gelernt hat, die große Bühne zu lieben.
Bemerkenswert war, wie sie gegen Swiatek ins Match fand. Kein nervöses Zittern, kein Zögern. Ein frühes Break gab ihr die nötige Sicherheit. Von da an spielte Anisimova befreit auf, nutzte ihren starken Aufschlag und zeigte, dass sie gelernt hat, mit Rückschlägen umzugehen. Vielleicht war die bittere Niederlage von Wimbledon der Katalysator, den sie brauchte.
Und so stehen sie nun im Halbfinale: Osaka, die Titeljägerin mit Vergangenheit, und Anisimova, die junge Herausforderin mit frisch eroberter Unerschrockenheit. Zwei Spielerinnen, die ihre Geschichten auf ganz unterschiedliche Weise schreiben. Die eine mit der Erinnerung an alte Triumphe, die andere mit dem Drang, endlich selbst Kapitel in der Tennisgeschichte zu füllen.
Doch die US Open halten noch mehr bereit. Das andere Halbfinale ist nicht minder brisant: Aryna Sabalenka und Jessica Pegula treffen aufeinander. Es ist die Wiederauflage des letztjährigen Endspiels. Rivalität pur, ein Match, das schon im Vorfeld nach Drama riecht.
Die große Frage lautet nun: Wer kann das Momentum für sich gewinnen? Kann Osaka an ihre magische Grand-Slam-Serie anknüpfen? Oder gelingt Anisimova der endgültige Wandel von der ewigen Außenseiterin zur Titelanwärterin? Sicher ist nur: Das Halbfinale der US Open 2025 wird Tennis der Extraklasse bieten und unvergesslich werden.
TENNIS
Alexander Zverev steht im Halbfinale: Starker Auftritt gegen Rafael Jodar bei den French Open
Zverev präsentiert sich in Paris weiter in Topform und bleibt nach dem frühen Aus vieler Favoriten der größte Anwärter auf den Titel.
Kim Klos
vor 11 Stunden
TENNIS
Alexander Zverev gegen Rafael Jódar: Datum, Uhrzeit und und wo man das French-Open-Viertelfinale im Fernsehen und im Streaming sehen kann
Rafael Jódar fordert Alexander Zverev in Paris heraus, doch der deutsche Topspieler geht als klarer Favorit ins Viertelfinale. Hier erhalten Sie alle Informationen zur Begegnung.
Kim Klos
02 Jun 26
TENNIS
Zverevs große Chance: Sinners überraschendes Aus gegen Cerúndolo macht die French Open so offen wie selten zuvor
Jannik Sinner ist bei den French Open sensationell in Runde 2 ausgeschieden, Carlos Alcaraz fehlt verletzt, Novak Djokovic ist veraltet und damit öffnet sich für Alexander Zverev wohl die größte Grand-Slam-Chance seiner Karriere.
Kim Klos
28 Mai 26
Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.