Vom „Robben-Move“ in München bis zum „Hunter“ in Gelsenkirchen – diese Niederländer haben der Bundesliga ihren Stempel aufgedrückt.
Arjen Robben spielte von 2009 bis 2019 für den FC Bayern und wurde zur vielleicht größten niederländischen Ikone der Bundesliga. In 10 Jahren gewann er mit Bayern unter anderem mehrere Meisterschaften, DFB-Pokale und die Champions League 2013, in deren Finale er das entscheidende Tor gegen Dortmund erzielte.
In 309 Pflichtspielen für die Münchner traf Robben 144‑mal und wurde mit seinem typischen Haken nach innen zum gefürchteten Markenzeichen der Liga. Sein beidseitiger Einfluss – als Torjäger und Vorlagengeber – machte ihn zum Kernstück der Bayern-Dominanz der 2010er Jahre.
Klaas-Jan Huntelaar stürmte von 2010 bis 2017 sowie kurz 2021 für Schalke 04. In der Bundesliga kam er auf 184 Einsätze und 84 Tore, insgesamt waren es 126 Treffer in 239 Pflichtspielen für die „Königsblauen“.
2010/11 gewann er den DFB-Pokal und den DFL-Supercup mit Schalke und führte den Klub bis ins Champions-League-Halbfinale. In der Saison 2011/12 krönte er sich mit 29 Ligatoren zum Torschützenkönig – als bislang einziger Niederländer, der die Torjägerkanone in Deutschland holte.
Roy Makaay spielte von 2003 bis 2007 beim FC Bayern München. Dort war er in allen vier Jahren der jeweils beste Torschütze des Klubs und wurde für seinen instinktiven Torriecher als „Phantom“ bekannt.
Mit Bayern gewann Makaay insgesamt sechs Titel, darunter mehrmals die Bundesliga und den DFB-Pokal. Seine hohe Effizienz im Strafraum ließ Vereinslegenden seine Abschlussstärke mit Gerd Müller vergleichen.
Mark van Bommel trug von 2006 bis 2011 das Trikot des FC Bayern und machte das defensive Mittelfeld zu seiner Bühne. Er war der erste ausländische Mannschaftskapitän der Münchner und prägte mit seiner Aggressivität und seiner Präsenz das Zentrum.
In seiner Zeit in München gewann van Bommel zweimal die Bundesliga, zweimal den DFB-Pokal und dazu Ligapokal-Titel. Insgesamt erzielte er 16 Tore in 183 Einsätzen für Bayern und war vor allem als Mentalitäts- und Führungsfigur unersetzlich.
Rafael van der Vaart spielte in zwei Phasen für den Hamburger SV: von 2005 bis 2008 und von 2012 bis 2015. In der ersten Zeit führte er den HSV in die Champions League und wurde schnell zum Publikumsliebling.
In 74 Bundesliga-Spielen seiner ersten HSV-Phase kam er auf 29 Tore und 35 Assists, was seine enorme Kreativität im offensiven Mittelfeld unterstreicht. Viele Fans verbinden die letzte große internationale HSV-Phase eng mit seinem Namen und seiner Spielintelligenz.
Willi Lippens, deutsch-niederländischer Stürmer, spielte in der Bundesliga vor allem für Rot-Weiss Essen (1966–1976, 1979–1981) und für Borussia Dortmund (1976–1979). Insgesamt absolvierte er 242 Bundesliga-Spiele und erzielte 92 Tore.
Bei Rot-Weiss Essen ist Lippens bis heute Rekordspieler und Rekordtorschütze im Oberhaus. 1971 lief er einmal für die niederländische Nationalmannschaft auf und traf dabei sogar gleich, was seinen Kultstatus als „Ente“ mit Oranje-Wurzeln zusätzlich nährte.
Neben diesen großen Namen prägten auch andere Niederländer die Bundesliga:
Joris Mathijsen verteidigte unter anderem für den Hamburger SV und war dort über Jahre Abwehrchef.
Khalid Boulahrouz fiel bei Hamburg und später Stuttgart als kompromissloser Innenverteidiger auf.
Paul Verhaegh spielte für Augsburg und Wolfsburg, wurde Nationalspieler und galt als verlässlicher Rechtsverteidiger.
Jetro Willems zeigte bei Eintracht Frankfurt sein großes Potenzial als offensivstarker Linksverteidiger, blieb aber ein wenig unvollendetes Versprechen.
Gemeinsam bilden sie eine Oranje-Spur durch die Bundesliga-Geschichte – vielleicht nicht so zahlreich wie in England, Spanien oder Italien, aber mit einigen echten Legenden, die die Liga nachhaltig geprägt haben.
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