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NFL Power Ranking: Die Top 10 Teams der Saison 2026/27

Die NFL-Regular-Season 2026 steht kurz bevor, der perfekte Zeitpunkt also, um einen Blick auf die Teams zu werfen, die vor dem Start in die neue Spielzeit am stärksten einzuschätzen sind.

Der Draft und die Free Agency liegen hinter uns, die Kader mit jeweils 53 Spielern stehen weitgehend fest. Während die Preseason weiterläuft, präsentieren wir unser Top-10-Ranking der besten NFL-Teams vor dem Saisonstart.

Bet365 Top-10-Ranking der besten NFL-Teams:

1. Los Angeles Rams

Es ist in der NFL eher selten, dass ein Team als nahezu unumstrittener Favorit gilt, obwohl es im Vorjahr den Super Bowl verpasst hat. Doch genau das trifft auf die Los Angeles Rams zu.

Zwar verlor Los Angeles in der vergangenen Saison zweimal gegen den Divisionsrivalen Seattle Seahawks, darunter auch im NFC Championship Game, doch die Rams haben in der Offseason gezielt ihre Schwachstellen behoben. Ein Team, das Probleme hatte, mit nur vier Pass-Rushern Druck zu erzeugen, holte mit Myles Garrett einen der besten Verteidiger aller Zeiten. Eine Mannschaft, die in entscheidenden Situationen Schwierigkeiten in der Man Coverage hatte, verstärkte sich mit Trent McDuffie, einem der besten Cornerbacks der Liga.

Die größte Stärke der Rams bleibt ihre Passing Offense. Alle wichtigen Spieler, die diesen Angriff so gefährlich gemacht haben, sind weiterhin dabei. Matthew Stafford spielte im Vorjahr die beste Saison seiner Karriere und zeigte auch zum Ende hin starke Leistungen. Vor der Saison 2026 verfügen die Rams auf beiden Seiten des Balls über eine echte All-Star-Besetzung.

Der einzige fragwürdige Move der Offseason war die Auswahl von Ty Simpson an Position 13 im Draft. Die Rams ließen damit mehrere talentierte Erstrunden-Spieler liegen, die sofort hätten helfen können. Simpson erhöht ihre kurzfristige Titelchance für 2026 kaum – doch glücklicherweise ist diese ohnehin bereits die höchste der Liga.

2. Seattle Seahawks

Die Seattle Seahawks erlebten im vergangenen Jahr eine magische Saison, die mit dem zweiten Super-Bowl-Triumph der Franchise-Geschichte endete. Das Team besitzt sowohl das Talent als auch das Coaching, um den Titel zu verteidigen.

Viel muss man über Seattle nicht sagen: Die Offense dürfte explosiv bleiben, die Offensive Line bringt alle Starter zurück, und die Defense wird unter Mike Macdonald als Playcaller weiterhin kreativ und unberechenbar auftreten.

Zwar verlor Seattle in der Free Agency einige Schlüsselspieler – darunter Kenneth Walker III, Boye Mafe und Coby Bryant –, doch mit dem Erstrundenpick Jadarian Price kam ein talentierter Running Back, der Walker nahezu gleichwertig ersetzen könnte. In der Secondary muss Ty Okada für Bryant einspringen. Doch Macdonald hat bereits bewiesen, dass er aus nahezu jedem Kader eine starke Defense formen kann.

3. Denver Broncos

Viele vergleichen die Denver Broncos mit der enttäuschenden Chiefs-Saison des Vorjahres, vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Bilanz von 11:2 in engen Spielen mit nur einem Score Unterschied. Doch dieser Vergleich greift zu kurz. Kansas City war überaltert und wurde in der Offseason 2024 schwächer, während der Kern der Broncos jung ist und sich in dieser Offseason weiter verbessert hat.

Die dominante Defense, die die Liga im Vorjahr mit großem Abstand bei den Sacks anführte, bleibt nahezu komplett zusammen. Auch Defensive Coordinator Vance Joseph ist weiterhin an Bord. Lediglich der Abgang von John Franklin-Myers nach Tennessee schmerzt. Gleichzeitig darf Denver auf eine positive Entwicklung bei den Ballgewinnen hoffen.

Besonders spannend ist aber das mögliche Wachstum der Offense. Head Coach Sean Payton zog Konsequenzen und gab seine Playcalling-Aufgaben an den erst 31-jährigen Davis Webb ab. Payton erkannte selbst, dass er in jüngeren Jahren kreativer war und seine offensive Philosophie zuletzt veraltet wirkte. Webb erhielt trotz fehlender Playcalling-Erfahrung bereits Head-Coach-Interviews – ein klares Zeichen dafür, wie hoch sein Football-IQ in der Liga eingeschätzt wird.

Dazu erhielt der Kader ein massives Upgrade auf einer Schlüsselposition: Jaylen Waddle ist Denvers neue Nummer eins im Passspiel. Ein Team, dem es zuvor an Speed, sicheren Händen und Yards nach dem Catch mangelte, bekommt damit einen der gefährlichsten Receiver der Liga. Waddle könnte Bo Nix und diese Offense auf ein neues Niveau heben.

4. Houston Texans

Platz vier mag für ein Team hoch erscheinen, dessen Quarterback im Vorjahr in der Divisional Round vier Interceptions warf. Doch hätte C.J. Stroud diese Fehler vermieden, hätten die Houston Texans womöglich im Super Bowl gestanden.

Die Texans verfügen über die wohl beste Defense der Liga. Zum Ende der vergangenen Saison setzte sich diese Einheit immer deutlicher vom Rest der NFL ab – und fast alle Leistungsträger kehren zurück. Zwei dominante Edge-Rusher, zwei schnelle Linebacker und eine aggressive, laufstarke Secondary machen Houston extrem schwer zu bespielen.

Die großen Fragen liegen natürlich in der Offense. Wird die umgebaute Offensive Line endlich zumindest durchschnittliches Niveau erreichen? Mit Wyatt Teller und Braden Smith kamen erfahrene Verstärkungen, zudem wurde in der ersten Runde Guard/Center Keylan Rutledge gedraftet.

Entscheidend wird sein, ob Stroud wieder näher an seine Rookie-Form herankommt oder weiter zu riskant agiert. Die Receiver, Running Backs und Tight Ends sind solide bis herausragend besetzt – deshalb ist es durchaus realistisch, dass Stroud eine starke Saison hinlegt.

5. New England Patriots

Ähnlich wie bei den Broncos gibt es auch bei den New England Patriots die Befürchtung, dass sie 2026 zurückfallen könnten. 2025 profitierten sie von einem sehr leichten Spielplan und gewannen trotzdem drei Playoff-Spiele, obwohl Drake Maye gemessen an EPA eine der schwächsten Playoff-Leistungen eines Quarterbacks in der NFL-Geschichte zeigte.

Doch auch New England hat sich in der Offseason verbessert. Abseits der Kontroversen um Mike Vrabel gibt es im Kader kaum echte Sorgenpunkte.

Mit A.J. Brown und Romeo Doubs hat Maye nun ernstzunehmende Ziele im Passspiel. Dass Kayshon Boutte in diesem Team nur als WR4 eingeplant ist, zeigt die neue Tiefe. Die Offensive Line wurde mit Guard Alijah Vera-Tucker verstärkt, und von TreVeyon Henderson ist weiteres Wachstum zu erwarten. Gleichzeitig zeigte Rhamondre Stevenson zum Ende der letzten Saison starke Leistungen.

In der Regular Season spielte Maye zeitweise wie ein MVP-Kandidat. Zwar traf er regelmäßig auf schwache Defenses, doch sein Arm, seine Präzision, Mobilität und Fähigkeit, außerhalb der Pocket Plays zu kreieren, machen ihn zu einem Quarterback mit weiterem Entwicklungspotenzial.

Nicht zu vergessen ist die Defense, die Maye und die Patriots praktisch im Alleingang in den Super Bowl trug. Die Secondary verfügt über Playmaker, während die Defensive-Line-Mitte mit Milton Williams und Christian Barmore die Pocket stark kollabieren lassen kann. Dazu kommen zuverlässige Linebacker, die gegen den Lauf überzeugen.

Ein Fragezeichen bleibt der Edge Rush. Dre’Mont Jones ist der beste Pass-Rusher des Teams, aber kein echter Superstar. Harold Landry III baute am Ende der letzten Saison ab und steht aktuell auf der PUP-Liste. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Carlton Davis III erneut alle 17 Spiele absolvieren kann.

6. Buffalo Bills

Die Buffalo Bills gehen mit denselben Stärken und Schwächen in die Saison 2026, die sie in der Josh-Allen-Ära immer wieder knapp an den Super Bowl herangeführt haben – diesmal allerdings mit einem neuen Head Coach.

Der offensiv ausgerichtete Joe Brady übernimmt für den defensiv geprägten Sean McDermott, der die Bills seit 2017 geführt und siebenmal in Folge in die Playoffs gebracht hatte. Nach der Niederlage in der Divisional Round gegen Denver musste McDermott gehen.

Der Trainerwechsel ist riskant. Er könnte die Offense noch explosiver machen, aber zugleich eine Defense schwächen, die unter McDermott regelmäßig über ihrem Talentniveau spielte. Buffalo hatte selten echte Superstars in der Defense, landete aber häufig unter den Top 5 bei zugelassenen Punkten und Yards – bis die Playoffs kamen. Dort machte sich das Fehlen eines dominanten Pass-Rushers oder Shutdown-Corners immer wieder bemerkbar.

Immerhin wurde endlich der Bedarf auf Wide Receiver adressiert. Dass Khalil Shakir zwei Jahre lang Allens WR1 war, war kaum ideal. Mit D.J. Moore bekommt Buffalo nun eine echte Verstärkung. Dazu hat das Laufspiel das Potenzial, eines der besten der Liga zu werden. Das offensive Ceiling ist enorm.

Die große Frage bleibt: Wer macht in einem engen Playoff-Spiel im vierten Viertel den entscheidenden defensiven Big Play? Deone Walker, Cole Bishop und Maxwell Hairston könnten diese Rolle übernehmen. Neuer Defensive Coordinator Jim Leonhard bringt zudem das Potenzial mit, ein elitärer Playcaller zu werden.

7. Baltimore Ravens

Bei den Baltimore Ravens fühlte es sich nach dem richtigen Zeitpunkt an, sich von Langzeit-Head-Coach John Harbaugh zu trennen. Mit Jesse Minter holte Baltimore einen starken Defensivkopf, der ähnlich vielversprechend wirkt wie Mike Macdonald bei seinem Wechsel nach Seattle.

Die Ravens, traditionell für ihre harte Defense bekannt, stellten im Vorjahr gemessen an zugelassenen Yards pro Spiel nur die neuntschlechteste Verteidigung der Liga. Sollte Minter diese Einheit 2026 wieder in die Top 10 führen, wird Baltimore brandgefährlich.

Zudem plagten die Ravens in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme in der Schlussphase von Spielen: Fumbles, Drops und Interceptions tauchten häufig genau dann auf, wenn es darauf ankam. Auch verspielte Führungen waren ein wiederkehrendes Thema unter Harbaugh. Ein neuer Trainer könnte hier für mehr Stabilität sorgen.

Talent ist weiterhin reichlich vorhanden: eine physische Offensive Line, ein Superstar-Running-Back, ein Superstar-Quarterback und eine Defense mit Kyle Hamilton, Roquan Smith, Calais Campbell, Trey Hendrickson, Malaki Starks und Marlon Humphrey. Diese Ravens könnten wieder eher an die Teams von 2023 und 2024 erinnern, die zusammen 25:9 Siege holten.

8. Chicago Bears

Die Chicago Bears etablierten sich im vergangenen Jahr unter Ben Johnson als eine der besten Offenses der Liga. Sie belegten Rang drei bei den Rushing Yards pro Spiel und Rang sechs insgesamt. In engen Spielen schaltete Caleb Williams regelmäßig in den Superman-Modus und zeigte spektakuläre Würfe, die kaum zu verteidigen waren.

Wenn Williams 2026 den nächsten Entwicklungsschritt macht, könnten die Bears aus einem überraschend unterhaltsamen Team zu einem echten Contender werden. Zwar verlor Chicago D.J. Moore an Buffalo, doch Luther Burden III könnte schon zu Saisonbeginn eine starke Rolle übernehmen. Die Offensive Line erinnert an die Lions: groß, hart und dominant im Laufspiel.

Das große Fragezeichen bleibt die Defense. Chicago führte die NFL im Vorjahr mit 33 Takeaways an – eine Zahl, die 2026 wahrscheinlich wieder näher an den Durchschnitt fallen wird. Abseits dieser Ballgewinne hatte das Team Probleme gegen Lauf und Pass. Ohne konstanten Pass Rush und ohne einen Shutdown-Corner bei einer Verletzung von Jaylon Johnson fehlt es an defensivem Chaos.

Dillon Thieneman und Austin Booker könnten wichtige Rollen übernehmen, doch der verletzungsbedingte Verlust von Coby Bryant tut weh.

9. Jacksonville Jaguars

Liam Coen legte als Head Coach der Jacksonville Jaguars eine beeindruckende erste Saison hin. Es sieht so aus, als würde im Süden etwas Besonderes entstehen.

Jacksonvilles Offense kann brandgefährlich sein. Trevor Lawrence spielte zum Ende der vergangenen Saison auf MVP-Niveau, das Laufspiel war kreativ, und die Receiver sind gefährlich – sofern sie den Ball fangen. Die Jaguars führten die Liga im Vorjahr bei Drops an. Dennoch ist die Gruppe mit Brian Thomas Jr., Parker Washington, Jakobi Meyers, Travis Hunter und Brenton Strange extrem talentiert.

Nach dem Abgang von Trevor Etienne Jr. nach New Orleans müssen Chris Rodriguez Jr. oder Bhayshul Tuten im Laufspiel Verantwortung übernehmen.

Thomas Jr. machte nach seinem starken Rookie-Jahr einen Schritt zurück, während Washington stark aufdrehte und 2026 sogar die wichtigste Anspielstation werden könnte. Wie effektiv Travis Hunter in der Offense sein wird, bleibt abzuwarten – sein Talent als potenzieller Top-Receiver ist aber unbestritten.

Der Verlust von Devin Lloyd in der Defense ist schwerwiegend. Ventrell Miller übernimmt seine Starterrolle. Dennoch besitzt Jacksonville mit Josh Hines-Allen und Travon Walker ein starkes Pass-Rush-Duo sowie mit Antonio Johnson, Hunter und Jourdan Lewis Qualität in der Secondary. Die Tiefe des Kaders ist allerdings ein Problem, besonders bei möglichen Verletzungen.

Ein großer Vorteil der Jaguars ist die Kontinuität im Coaching Staff. Coen bleibt Playcaller der Offense, Anthony Campanile bleibt Defensive Coordinator. Eines der am besten gecoachten Teams der Vorsaison dürfte auch 2026 taktisch stark auftreten.

10. Los Angeles Chargers

Die Los Angeles Chargers sorgten mit der Verpflichtung von Mike McDaniel als Offensive Coordinator für Aufsehen. Nach Jahren mit Joe Lombardi und Greg Roman könnte McDaniel der Offense um einen Top-Quarterback endlich zusätzliche Kreativität verleihen.

Justin Herbert spielte im vergangenen Jahr auf Elite-Niveau, obwohl ihm mit Joe Alt und Rashawn Slater seine beiden Star-Tackles über weite Strecken fehlten. Sind beide gesund, dazu ein Running Back Omarion Hampton im zweiten Jahr und ein kreativer Playcaller, könnte diese Offense zu den besten der Liga gehören.

So stark die Verpflichtung von McDaniel auch ist: Der Verlust von Defensive Coordinator Jesse Minter an die Ravens könnte noch schwerer wiegen. Minter ließ die Defense deutlich besser aussehen, als es das reine Talent vermuten ließ, und erlaubte mit seiner komplexen Passverteidigung nur wenige Yards. Nun übernimmt Chris O’Leary, der in der NFL noch nie selbst Plays gecallt hat.

O’Learys unbekannte defensive Philosophie könnte den Chargers schaden – oder sie gerade zu Saisonbeginn unberechenbar machen. Da er 2024 bereits unter Minter und Jim Harbaugh im Staff arbeitete, dürfte die Ausrichtung zumindest gewisse Ähnlichkeiten haben.

Mit Harbaugh als Head Coach, Herbert als Quarterback, einem dynamischen offensiven Playcaller und einer bislang gesunden Offensive Line gibt es für Chargers-Fans vor der Saison 2026 jede Menge Gründe zur Vorfreude.

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