Um den Fußball moderner, schneller und transparenter zu gestalten, hat die FIFA fünf wichtige Regeländerungen für die Weltmeisterschaft 2026 eingeführt. Wir erklären Ihnen alles.
Fünf neue Regeln sollen das Gesicht der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft, die am 11. Juni 2026 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika beginnt, maßgeblich verändern. Mit den ab dem Turnier in Nordamerika geltenden Anpassungen will die FIFA den Spielfluss verbessern, Zeitspiel reduzieren und die Genauigkeit der Schiedsrichterentscheidungen erhöhen.
Eine der bedeutendsten Neuerungen betrifft den Einsatz des Videoassistenten (VAR). Künftig kann dieser auch bei der zweiten Gelben Karte, die zu einem Platzverweis führt, eingreifen. Sollte der Schiedsrichter bei der Vergabe der zweiten Verwarnung einen klaren Fehler machen, kann der VAR die Entscheidung korrigieren und so ungerechtfertigte Ausschlüsse verhindern.
Darüber hinaus kann der VAR nun auch offensichtliche Fehlentscheidungen, wie die fälschliche Zuerkennung eines Eckballs, rückgängig machen, wenn aus einer Ecke direkt ein Tor entsteht und die Entscheidung möglicherweise falsch war. Dies soll zu mehr Fairness auf dem Spielfeld beitragen.
Auch Auswechslungen werden reguliert: Sie müssen innerhalb von 10 Sekunden abgeschlossen sein. Wird die Zeit überschritten, muss der eingewechselte Spieler mindestens eine Minute warten oder bis zur nächsten Spielunterbrechung draußen bleiben.
Eine weitere Änderung betrifft Einwürfe und Abstöße. Nach dem Pfiff des Schiedsrichters haben die Spieler nur noch fünf Sekunden Zeit, um das Spiel fortzusetzen. Wird diese Frist überschritten, geht der Ballbesitz an die gegnerische Mannschaft über.
Im Falle einer Überschreitung der Zeit beim Abstoß des Torwarts wird ein Eckball für das gegnerische Team verhängt.
Auch diese Regel zielt darauf ab, das Spiel dynamischer zu gestalten und längere Unterbrechungen zu vermeiden, um einen flüssigeren Spielverlauf zu fördern.
Die FIFA hat zudem eine bereits bestehende, aber oft missachtete Regel bekräftigt: Nur der Mannschaftskapitän ist befugt, mit dem Schiedsrichter zu sprechen. Jeder andere Spieler, der protestiert oder den Unparteiischen umringt, wird verwarnt. Ziel ist es, die ausufernden Proteste zu reduzieren und den Respekt gegenüber den Offiziellen zu stärken, was zu einem disziplinierteren und professionelleren Umfeld beitragen soll.
Neu ist auch eine strengere Linie bei Unsportlichkeit: Spieler, die sich bei verbalen Attacken hinter der Hand verstecken, sollen künftig mit Rot bestraft werden. Ebenso gibt es Rot, wenn Spieler aus Protest das Spielfeld verlassen, auch für Trainer und Offizielle, die dies anweisen.
Schließlich gibt es auch wichtige Neuerungen im Umgang mit Verletzungen. Spieler, die nach einem Zweikampf auf dem Spielfeld medizinisch versorgt werden, müssen dieses verlassen und mindestens eine Minute warten, bevor sie wieder eintreten dürfen. Diese Regel gilt für alle, außer in Fällen, in denen das Foul, das zur Verletzung führte, mit einer Gelben Karte geahndet wurde. In diesem Fall darf der Spieler auf dem Feld bleiben, um eine doppelte Bestrafung für das gefoulte Team zu vermeiden.
Die Mission der FIFA ist es, die Attraktivität des Fußballs zu steigern und sein Image zu erneuern. Obwohl der Fußball der meistverfolgte Sport der Welt bleibt, besteht die Notwendigkeit, ihn durch Prinzipien wie Geschwindigkeit, Transparenz und Fairness noch spektakulärer und zeitgemäßer zu machen.
Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.