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Mesut Özil – Seine Karriere

Mesut Özil feierte mit Deutschland den WM-Titel 2014. Der Mittelfeldspieler hat bei mehreren Vereinen eine Ära geprägt.

Mesut Özil zählt zu den bekanntesten und talentiertesten deutschen Fußballspielern der letzten Jahrzehnte. Mit seiner außergewöhnlichen Spielintelligenz, Technik und Übersicht prägte er sowohl den Vereinsfußball in Europa als auch die deutsche Nationalmannschaft. Seine Karriere führte ihn neben der Bundesliga auch nach Spanien, England und die Türkei.

Die ersten Schritte: Jugend und Durchbruch beim FC Schalke 04

Mesut Özil wurde am 15. Oktober 1988 in Gelsenkirchen geboren. Schon früh zeigte sich sein fußballerisches Talent, weshalb er sich dem Jugendverein Westfalia 04 anschloss. Später wechselte er in die renommierte Jugendabteilung des FC Schalke 04, wo er schnell zum Leistungsträger avancierte. Im Jahr 2006 gab Özil mit nur 17 Jahren sein Profidebüt in der Bundesliga für Schalke. Seine Fähigkeiten als Spielmacher und seine Kreativität im Mittelfeld brachten ihm schnell Anerkennung ein. Trotz seines Talents entschied sich der Verein, den Vertrag mit Özil 2008 nicht zu verlängern, was zu seinem Wechsel zu Werder Bremen führte.

Entwicklung zum internationalen Star: Werder Bremen und Real Madrid

Bei Werder Bremen entwickelte sich Özil rasch zum Schlüsselspieler. Besonders die Saison 2008/09 war herausragend: Özil führte Bremen ins Finale des DFB-Pokals und gewann mit dem Team schließlich den Pokal. Zudem trug er maßgeblich dazu bei, dass Werder das UEFA-Pokal-Finale erreichte. Sein technisches Können und seine Übersicht wurden international wahrgenommen, vor allem während der FIFA-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wo Özil zu den auffälligsten Spielern der deutschen Mannschaft zählte.

Nach der WM folgte der nächste Karriereschritt: Im Sommer 2010 wechselte Mesut Özil zu Real Madrid. Dort entwickelte er sich unter Trainer José Mourinho zu einem der besten offensiven Mittelfeldspieler Europas. In Madrid gewann Özil 2011 den spanischen Pokal (Copa del Rey), 2012 die spanische Meisterschaft (La Liga) und 2012 den spanischen Supercup. Besonders seine Passgenauigkeit und Torvorlagen machten ihn zu einem der gefährlichsten Spielmacher der Liga.

Premier League und neue Herausforderungen: FC Arsenal

Im September 2013 wechselte Özil für eine damalige Rekordablösesumme von rund 50 Millionen Euro zum FC Arsenal in die englische Premier League. Dort war er von Beginn an einer der wichtigsten Spieler des Teams. Özil gewann mit Arsenal in seiner ersten Saison den FA Cup und konnte diesen Erfolg 2015 und 2017 wiederholen. In der Saison 2015/16 stellte er mit 19 Torvorlagen einen Vereinsrekord auf und wurde für seine herausragenden Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Trotz einiger Verletzungen blieb er bis 2021 ein zentraler Bestandteil des Teams, bevor er den Verein verließ.

Späte Karriere: Türkei und Abschied vom Profifußball

Nach seinem Abschied aus London wechselte Özil im Januar 2021 zu Fenerbahçe Istanbul, wo er einige Zeit spielte, bevor er zum türkischen Klub Başakşehir wechselte. In der Türkei konnte Özil jedoch nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen, auch aufgrund von Verletzungen und Differenzen mit den Vereinsführungen. Im März 2023 verkündete Mesut Özil schließlich offiziell seinen Rücktritt vom Profifußball.

Die Nationalmannschaft

Mesut Özil absolvierte insgesamt 92 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und erzielte dabei 23 Tore. Sein Debüt im Nationaltrikot gab er im Februar 2009. Özil war ein entscheidender Akteur bei der WM 2010, bei der Deutschland einen beeindruckenden dritten Platz erreichte. Sein feines Passspiel, seine Kreativität und Spielübersicht machten ihn zum Publikumsliebling und zu einem der wichtigsten Spieler der Mannschaft.

Der größte Erfolg seiner Nationalmannschaftskarriere war der Gewinn der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Özil war an fast allen Spielen beteiligt und trug entscheidend zum Titelgewinn bei. Neben dem WM-Titel erreichte Özil mit Deutschland das Halbfinale der EM 2012 sowie das Halbfinale der EM 2016.

Im Jahr 2018 endete Özils Nationalmannschaftskarriere abrupt und kontrovers. Nach dem frühen Ausscheiden bei der WM 2018 und der öffentlichen Kritik an einem Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erklärte Özil seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Erfolge, Auszeichnungen und Vermächtnis

Mesut Özil hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Titel und Auszeichnungen gesammelt. Neben dem Weltmeistertitel 2014, der spanischen Meisterschaft, mehreren Pokalsiegen und FA-Cup-Triumphen wurde er auch mehrfach als Deutschlands „Nationalspieler des Jahres“ ausgezeichnet. Özil bleibt vor allem für seine Kreativität, seine Vorlagen und sein Auge für den Mitspieler in Erinnerung. Viele junge Spieler sehen in ihm ein Vorbild, das mit Talent, Fleiß und Disziplin große Erfolge feiern konnte.

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