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Maccabi Tel Aviv – Paris: EuroLeague-Duell mit Fragezeichen in der Defense

Maccabi Tel Aviv empfängt Paris zum EuroLeague-Duell. Beide Teams sind mit Niederlagen in die Saison gestartet und verfügen über offensive Waffen. Doch wer löst seine defensiven Probleme schneller und sichert sich den ersten Sieg?

Maccabi – Paris: Unterschiedliche Ausgangslagen

Maccabi Tel Aviv ist mit viel Schwung in die neue EuroLeague-Saison gestartet. Trotz der knappen Niederlage gegen Anadolu Efes hat das Team von Oded Kattash aufhorchen lassen. Vor allem das Frontcourt-Duo Jaylen Hoard und Roman Sorkin zeigte sich dominant und stellte die Big Men des Gegners vor enorme Probleme. Der Backcourt bereitete jedoch Sorgen: Lonnie Walker, einer der Hoffnungsträger, blieb blass und verletzte sich zudem bei einem kuriosen Zusammenstoß mit Efes-Coach Igor Kokoskov.

Paris hingegen trat mit Außenseiterstatus bei Fenerbahçe an und hielt das Spiel lange offen, ehe der Titelverteidiger im letzten Viertel davonzog. Trotz des deutlichen Endstands von 77:96 war der Auftritt ermutigend. Das junge Team von Francesco Tabellini wirkt eingespielt und hungrig, allen voran Nadir Hifi mit 23 Punkten und Justin Robinson als Spielgestalter.

Maccabi – Paris: Neue Gesichter und alte Fragen

Maccabi hat den Sommer geschickt genutzt, um das Team mit ehemaligen NBA-Spielern wie Walker, Jeff Dowtin und Oshae Brissett zu verstärken. Während Dowtin solide debütierte, überraschte vor allem Jimmy Clark mit zuverlässigen Leistungen. Dazu bleibt Tamir Blatt als kreativer, wenn auch nicht dominanter Spielmacher ein wichtiger Faktor. Insgesamt wirkt der Kader offensiv extrem stark besetzt, die Frage ist nur, ob die Defensive mithalten kann.

Auch Paris musste im Sommer umbauen, da T. J. Shorts den Klub verließ. Nun hat Nadir Hifi im Angriff freie Hand und nutzte diese direkt mit einem starken ersten Auftritt. Robinson deutete an, dass er Verantwortung übernehmen kann, doch im Frontcourt bleiben die Sorgen groß. Ismael Bako wirkte sowohl in der EuroLeague als auch bei der EM schwach und es fehlen Alternativen. Gegen physisch starke Teams wie Maccabi könnte das zu einem echten Problem werden.

Maccabi – Paris: Die Bilanz spricht für Paris

Ein kleiner, aber interessanter Fakt: Paris gewann in der vergangenen Saison beide direkten Duelle gegen Maccabi Tel Aviv. Damit geht das junge Team mit einem psychologischen Vorteil in die Partie, auch wenn die Rollen nominell klar verteilt sind.

Maccabi – Paris: Verletzungen und Ausfälle

Bei Maccabi bleibt der Einsatz von Lonnie Walker fraglich. Sein Fehlen würde die Tiefe im Backcourt einschränken, doch mit Dowtin, Blatt und Clark stehen genug Alternativen bereit. Auf Seiten von Paris fällt Lamar Stevens aus, was die ohnehin dünne Rotation zusätzlich schwächt.

Maccabi – Paris: Prognose

Am Ende wird vieles auf die Frage hinauslaufen, welches Team seine Defensive stabilisiert bekommt. In der Offensive sind beide Mannschaften gefährlich, doch Maccabi verfügt über deutlich mehr Qualität und Variabilität. Auch die Erfahrung auf internationalem Niveau spricht klar für die Israelis. Zwar trägt Maccabi seine Heimspiele weiterhin auf neutralem Boden in Serbien aus, was etwas Atmosphäre kostet, doch inzwischen hat sich das Team daran gewöhnt.

Maccabi Tel Aviv hat die besseren Karten. Mit ihrer physischen Stärke im Frontcourt und mehr Tiefe im Backcourt sollten sie Paris im Griff haben. Ein klarer Sieg für die Israelis ist wahrscheinlich, auch wenn Paris mit Hifi und Robinson Nadelstiche setzen kann.

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