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Tennis
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Lys in Wimbledon raus

Wimbledon wird zum Albtraum für die Favoritinnen, und die Hoffnungen der deutschen Tennisfans schrumpfen rapide.

Das legendäre Rasenturnier sorgt in diesem Jahr früh für Schlagzeilen und das nicht nur positiv. Während das Feld der Topstars bei den Damen weiter ausgedünnt wird, bleibt auch aus deutscher Sicht wenig Grund zur Freude.

Eva Lys schied am Mittwoch in der zweiten Runde aus, obwohl sie zwischenzeitlich mit großem Kampfgeist geglänzt hatte. Im Duell mit der Tschechin Linda Noskova startete die Hamburgerin denkbar schlecht, geriet im ersten Satz schnell mit 0:4 ins Hintertreffen und konnte das Blatt nicht mehr wenden. Der Auftaktsatz ging mit 6:2 klar an Noskova.

Auch im zweiten Durchgang lief zunächst alles gegen die Deutsche, die sich aber beeindruckend zurückkämpfte. Nach einem frühen Break gegen sich drehte sie den Satz, holte sich das 6:2 und erzwang den entscheidenden dritten Satz. Dort blieb es lange offen, beide Spielerinnen fanden kaum Mittel beim eigenen Aufschlag. Doch schließlich schlug Noskova eiskalt zu und machte den 6:3-Sieg perfekt.

Während Lys damit die Koffer packen muss, sorgte Laura Siegemund für den einzigen deutschen Lichtblick. Die 36-Jährige präsentierte sich in Bestform und feierte einen souveränen Zweisatzsieg gegen Leylah Fernandez. Damit zieht sie erstmals in ihrer Karriere in die dritte Runde im All England Club ein.

Weniger erfreulich verlief Wimbledon bislang für Queen’s-Siegerin Tatjana Maria und Nachwuchshoffnung Ella Seidel. Beide mussten bereits in der ersten Runde aufgeben. Besonders bitter: Die erst 20-jährige Hamburgerin Seidel verletzte sich schwer. Im Match gegen Jéssica Bouzas Maneiro knickte sie im zweiten Satz um und zog sich einen Bänderriss am rechten Knöchel zu.

Raducanu begeistert, Sabalenka wartet

Für Furore sorgt derweil einmal mehr die Lokalmatadorin Emma Raducanu. Die US-Open-Gewinnerin von 2021, die jahrelang mit Verletzungen zu kämpfen hatte und die Saison außerhalb der Top 300 begann, glänzt auf heimischem Rasen. Gegen Marketa Vondrousova, die Wimbledon-Siegerin von 2023, spielte Raducanu groß auf und triumphierte souverän mit 6:3, 6:3.

Vondrousova, die sich zuletzt mit einem Turniersieg in Berlin zurückgemeldet hatte, fand gegen die entfesselt aufspielende Britin kein Rezept. Raducanu, die sich inzwischen wieder unter den Top 40 befindet, trifft nun im Achtelfinale auf die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. Eine Aufgabe, auf die sie sich freut: „Ich kann da völlig befreit aufspielen“, erklärte sie strahlend nach ihrem Coup.

Favoritinnen straucheln reihenweise

Doch nicht nur Vondrousova musste ihre Titelträume früh begraben. Wimbledon entwickelt sich 2025 zum Grab der großen Namen. Jasmine Paolini, die im Juni noch im Finale der French Open stand, verlor überraschend in der zweiten Runde gegen die Russin Kamila Rakhimova in drei engen Sätzen. Damit ist Paolini, die Nummer 4 der Welt, bereits raus.

Und sie bleibt nicht die Einzige. Auch Coco Gauff (Nr. 2), Jessica Pegula (Nr. 3) und Qinwen Zheng (Nr. 5) sind bereits nach zwei Runden gescheitert. Ein solches Favoritinnensterben hat es lange nicht gegeben. Das letzte Mal, dass vier der Top-5-Spielerinnen so früh ausgeschieden sind, liegt lange zurück.

Profitieren könnten davon Spielerinnen wie Madison Keys, die mit einem souveränen Sieg gegen Olga Danilovic ihre Ambitionen untermauerte. Auch Naomi Osaka, wiedererstarkt nach ihrem Comeback, setzte sich sicher gegen Katerina Siniakova durch. Amanda Anisimova rundete den erfolgreichen Tag für die US-Damen mit einem glatten Sieg ab.

Das Damenturnier von Wimbledon 2025 entwickelt sich zu einer echten Überraschung. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun auf der erfahrenen Laura Siegemund, doch auch der Rest der Tenniswelt staunt, wie schnell sich die Favoritinnen auf Rasen ins Wanken bringen lassen.

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