Luis Enrique hat Paris Saint-Germain sportlich und strukturell komplett umgebaut, PSG 2025 zum ersten UEFA-Champions-League-Titel geführt und 2026 sogar erneut ins Finale gebracht.
Luis Enrique hat Paris Saint-Germain in erstaunlich kurzer Zeit grundlegend verändert. Als er im Sommer 2023 übernahm, war PSG noch immer stark vom alten Star-Modell geprägt: viel individuelle Klasse, viel Bling-Bling, aber immer wieder das Gefühl, dass im entscheidenden Moment Struktur und Balance fehlten.
Genau dort setzte Enrique an. Er formte aus einer Ansammlung großer Star Namen nach und nach ein Team mit klaren Abläufen, viel Laufarbeit gegen den Ball und einer deutlich höheren kollektiven Disziplin.
Diese Entwicklung führte PSG 2025 zum ersten UEFA-Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte und 2026 direkt wieder ins Finale. Gleichzeitig holte Paris 2026 den fünften Ligue-1-Titel in Folge.
Schon vor Paris hatte Luis Enrique als Trainer fast überall Titel eingeholt. Nach ersten Stationen bei der Roma, Celta Vigo und der zweiten Mannschaft des FC Barcelona gelang ihm bei der ersten Mannschaft von Barça. Dort gewann er mit Lionel Messi und co. 2015 seine Erste UEFA Champions League als Trainer, der Startschuss einer glorreichen Karriere. Später trainierte er Spanien, ehe er 2023 bei PSG übernahm.
Verein: | Zeitraum: | Wichtiges / Erfolge |
Barcelona B: | 2008 -2011 | Erste Schritte als Cheftrainer |
AS Rom: | 2011–2012 | Erste Station in einer Top-Liga |
Celta Vigo: | 2013–2014 | Bestätigung seiner Top-Leistungen als Trainer |
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| 2× La Liga / 3× Copa del Rey / 1× UEFA Champions League /1× UEFA Super Cup / 1× FIFA Klub-Weltmeisterschaft |
Spanien: | 2018–2022 | Familiäre Probleme, Rücktritt, Nations-League-Finalist, |
Paris Saint-Germain: | seit 2023 | 3× Ligue1 / 2× Coupe de France / 1× Trophée des Champions / 1× UEFA Champions League |
Sein Palmarès als Trainer ist entsprechend eindrucksvoll: 2 UEFA-Champions-League-Titel, mehrere Meisterschaften in Spanien und Frankreich, nationale Pokalsiege und internationale Endspiele. Enrique gehört längst zu den Trainern, die nicht nur guten Fußball spielen lassen, sondern auch auf höchstem Niveau Titel liefern.
| 2023/24 | 2024/25 | 2025/26 |
Ligue 1: | Meister | Meister | Meister |
Europa: | UEFA-Champions-League-Halbfinale | UEFA-Champions-League-Sieger | UEFA-Champions-League-Finalist |
Nationale Pokale: | Coupe de France gewonnen | Coupe de France gewonnen | – |
Trophäen des Jahres: | nationale Titel und erste PSG-Saison stabilisiert | Triple mit UEFA Champions League | erneutes UCL-Finale, 3. Ligue-1-Titel in Folge für PSG als Trainer |
Über alle Wettbewerbe hinweg liegt Enrique bei PSG aktuell bei 173 Spielen und einem Schnitt von 2.25 Punkten pro Partie.
Luis Enrique steht für eine Spielidee, die man schnell erkennt. Seine Mannschaften wollen den Ball, wollen Kontrolle, wollen durch hohe Passqualität und Positionsspiel Dominanz aufbauen. Aber das ist nur die eine Hälfte.
Die andere ist Intensität gegen den Ball. Enrique verlangt, dass seine Teams hoch pressen, Räume eng machen und auch von den offensiven Spielern konsequente Defensivarbeit leisten. Genau deshalb betont er immer wieder, dass man Titel nur gewinnen kann, wenn man offensiv und defensiv gleichzeitig auf höchstem Niveau funktioniert.
Dies war einer der Gründe, warum er sich für einen Verkauf von Weltstar Mbappé entschieden hat. Das Triple mit UEFA Champions League, Meisterschaft und Pokal bestätigte seine Entscheidung.
Offiziell ist Luis Enrique bei PSG bis 30. Juni 2027 gebunden. Seine Vertragsverlängerung wurde Anfang 2025 als klares Signal verstanden, dass beide Seiten dieses Projekt längerfristig denken. Enrique sagte damals offen, dass er mit Paris Geschichte schreiben wolle. Genau das hat er mit dem UEFA-Champions-League-Titel 2025 und dem erneuten Finaleinzug 2026 bereits eindrucksvoll untermauert.
Während in vielen Spitzenklubs schnell wieder Unruhe entsteht, wirkt PSG mit Enrique im Moment erstaunlich stabil ausgerichtet. Es gibt keine offizielle Abschiedsdebatte, keinen öffentlichen Zweifel und keinen Hinweis darauf, dass der Trainer kurzfristig weg will. Im Gegenteil: Die sportliche Entwicklung und die Vertragslage sprechen eher dafür, dass Paris mit ihm auch die nächsten Schritte gehen möchte.
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