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Liverpool – PSV Eindhoven: Gelingt den Reds der Befreiungsschlag?

Liverpool taumelt in der Liga und empfängt nun ein selbstbewusstes PSV. Trotz der historischen Vorteile von Liverpool an der Anfield Road könnte das Duell diesmal offener werden als gewohnt.

Spielvorschau: Liverpool – PSV Eindhoven

Selten war ein UEFA-Champions-League-Heimspiel für Liverpool von so viel Unsicherheit geprägt. Das 0:3 gegen Nottingham Forest am Wochenende markierte den Tiefpunkt einer Phase, in der Arne Slots Team sowohl defensiv als auch offensiv den Faden komplett verloren hat. Bereits zuvor setzte es eine 0:3-Niederlage bei Manchester City. Zwei krachende Niederlagen, die den amtierenden Premier-League-Meister auf Rang zwölf abrutschen ließen.

Die Probleme sind allgegenwärtig: eine anfällige Defensive ohne die Stabilität früherer Jahre, ein improvisiertes Mittelfeld und ein Angriff, der seine Durchschlagskraft verloren hat. Mohamed Salah, der in der letzten Saison noch als MVP-Kandidat galt, wirkt seltsam gehemmt. Alexander Isak findet im neuen System keinen Platz und Neuzugang Florian Wirtz muss sich noch an den englischen Fußball gewöhnen.

Ironischerweise funktioniert die Königsklasse bislang deutlich besser. Drei Siege aus vier Spielen, Rang acht in der Ligaphase und eine solide Ausgangslage im Kampf um die direkte Achtelfinal-Qualifikation. Doch das Polster ist trügerisch, denn Liverpool wirkt erstmals seit Jahren verwundbar, besonders an der Anfield Road. Dort haben die Reds zwar 16 UEFA-Champions-League-Gruppenspiele in Serie gewonnen, stecken nun aber in einer Formkrise, die sich durch alle Mannschaftsteile zieht.

PSV Eindhoven reist mit deutlich mehr Schwung an. Nach der 1:3-Niederlage zum Auftakt gegen Union Saint-Gilloise hat sich das Team von Peter Bosz stabilisiert und zwei wertvolle 1:1-Unentschieden in Leverkusen und Piräus sowie einen 6:2-Sieg gegen Napoli erzielt. PSV ist offensiv unberechenbar: neun Tore in vier Spielen, aber auch sieben Gegentreffer. Ein typisches „Bosz-Signature“-Muster zwischen Angriffslust und Risiko.

In der Eredivisie läuft es deutlich runder: Der Tabellenführer ist seit elf Spielen ungeschlagen und hat am Wochenende einen souveränen Sieg gegen NAC Breda erzielt. Doch die internationale Bilanz mahnt zur Vorsicht: Nur ein Sieg aus den letzten 14 Spielen gegen englische Gegner. Dennoch ist klar: In der aktuellen Verfassung könnte Liverpool die ideale Gelegenheit bieten, diese Serie endlich zu durchbrechen.

Liverpool – PSV Eindhoven: Team-News

Wirtz droht erneut auszufallen. Zusätzlich fallen Leoni sowie die Außenverteidiger Frimpong und Bradley aus, sodass Szoboszlai wieder als Notlösung auf der rechten Seite agieren könnte. Auf links dürfte Robertson den fehlerhaften Kerkez ersetzen.

Im Angriff kämpft Salah um seine Form. Er könnte UEFA-Champions-League-Geschichte schreiben, wenn er seinen 50. Treffer im Wettbewerb erzielt. An seiner Seite wird wohl Ekitike starten, während Gakpo gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert sein dürfte.

PSV hat keine neuen Ausfälle zu verzeichnen. Van Bommel und Plea fallen weiterhin aus, doch ansonsten steht Bosz der gesamte Kader zur Verfügung. Til dürfte erneut im Sturmzentrum beginnen. Mit fünf Toren in den letzten fünf Spielen hat er seine gute Verfassung unter Beweis gestellt.

Saibari, Veerman und Pepi liefern offensive Variabilität. Besonders Pepi ist international stark: Er traf in drei seiner letzten vier UEFA-Champions-League-Spiele.

Liverpool – PSV Eindhoven: Voraussichtliche Aufstellungen

Liverpool: Alisson – Szoboszlai, Konate, Van Dijk, Robertson – Jones, Gravenberch, Mac Allister – Salah, Ekitike, Gakpo

PSV Eindhoven: Kovar – Dest, Gasiorowski, Schouten, Salah-Eddine – Junior, Veerman – Man, Saibari, Perisic – Til

Wo läuft Liverpool – PSV Eindhoven?

Live bei DAZN.

Liverpool – PSV Eindhoven: Prognose

Liverpool reist mental angeschlagen in dieses Spiel und es ist keineswegs garantiert, dass die Reds ihre UEFA-Champions-League-Stärke auf Knopfdruck abrufen können. PSV bringt Tempo, Mut und offensive Lösungen mit, die die Mannschaft von Trainer Slot vor erhebliche Probleme stellen könnten.

Ein Heimsieg wäre historisch gesehen logisch, doch die aktuelle Form spricht eine andere Sprache. PSV wirkt stabiler, selbstbewusster und klarer strukturiert.

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