Vom Welthandballer des Jahrhunderts bis zu modernen Legenden – diese Stars haben den THW Kiel zu einem der größten Klubs der Handballgeschichte gemacht.
Der schwedische Mittelmann spielte von 1990 bis 2002 für den THW Kiel und gilt als einer der komplettesten Spieler der Handballgeschichte. In dieser Zeit gewann er mehrere deutsche Meisterschaften und Pokalsiege und prägte den Klub über ein Jahrzehnt als Denker und Lenker im Rückraum.
Die IHF wählte Wislander zum „Welthandballer des 20. Jahrhunderts“ und der THW ehrte ihn, indem seine Trikotnummer 2 nicht mehr vergeben wird. In der Bundesliga erzielte er über 1300 Tore für Kiel und gehört damit zu den treffsichersten Spielern der Vereinsgeschichte.
Nikola Karabatić spielte von 2005 bis 2009 für den THW Kiel und gewann in jedem seiner vier Jahre die deutsche Meisterschaft. Höhepunkt war die Saison 2006/07, als er mit Kiel das Triple aus Champions League, DHB‑Pokal und Meisterschaft holte und zum Welthandballer gewählt wurde.
Mit seiner Physis, Spielintelligenz und Führungsstärke hob Karabatić den ohnehin überragenden Kader auf ein neues Level. Parallel sammelte er mit der französischen Nationalmannschaft WM‑ und EM‑Titel, was seinen Status als globale Handball-Ikone zusätzlich unterstrich.
Der französische Torhüter stand von 2006 bis 2013 beim THW Kiel im Kasten und zählt zu den besten Keepern aller Zeiten. Mit Kiel gewann er in sieben Jahren sechs deutsche Meisterschaften, mehrere DHB‑Pokale und dreimal die EHF Champions League.
Seine Paraden waren entscheidend für die großen Titelserien, unter anderem beim Triple 2007 und der historischen 68:0‑Bundesligasaison 2011/12. Zusätzlich wurde er mit Frankreich mehrfach Welt‑, Europa‑ und Olympiasieger, was seinen Legendenstatus weiter festigte.
Filip Jícha spielte von 2007 bis 2015 für Kiel und war über Jahre der vielleicht wichtigste Torschütze der Zebras. In der Bundesliga erzielte er über 1300 Treffer für den THW und gewann mit dem Klub mehrere Meisterschaften sowie zweimal die Champions League.
2010 wurde Jícha zum Welthandballer gewählt, was seine Ausnahmerolle im internationalen Handball bestätigt. Später kehrte er als Cheftrainer zurück und führte den THW unter anderem zu weiteren Meistertiteln, was ihn zu einer Doppellegende als Spieler und Coach macht.
Der schwedische Spielmacher trug von 1999 bis 2009 das Trikot der Zebras und führte die Mannschaft während einer goldenen Ära als Kapitän. In dieser Zeit gewann Kiel zahlreiche Meisterschaften, Pokalsiege und europäische Titel und blieb auch nach der ersten Wislander/Olsson‑Phase die dominierende Kraft in Deutschland.
Lövgren wurde mehrfach als wertvollster Spieler großer Turniere ausgezeichnet und war sowohl bei Kiel als auch in der schwedischen Nationalmannschaft ein Dauer-Erfolgsgarant. Mit über 1100 Bundesligatoren für den THW gehört er zu den treffsichersten Akteuren der Klubgeschichte.
Der Kreisläufer spielte von 2003 bis 2013 beim THW Kiel und wurde zu einer Symbolfigur der Dominanz am Kreis. In der Rekord-Saison 2011/12, als Kiel alle 34 Ligaspiele gewann, war er Kapitän und zentraler Baustein im Angriff wie in der Abwehr.
Ahlm holte mit den Zebras zahlreiche deutsche Meisterschaften, Pokaltitel und Champions-League-Trophäen. Mit über 1200 Bundesligatoren für Kiel zählt er zudem zu den erfolgreichsten Torschützen des Vereins.
Christian Zeitz spielte mit Unterbrechungen von 2003 bis 2014 sowie später noch einmal kurz für den THW. Der Linkshänder auf Rechtsaußen war für seinen harten Wurf und seine Emotionalität bekannt und wurde schnell zum Fanliebling.
Mit Kiel gewann Zeitz neun deutsche Meisterschaften, sieben DHB‑Pokale und dreimal die Champions League. Über 1100 Bundesligatore im THW‑Trikot unterstreichen seine enorme sportliche Bedeutung.
Daniel Narcisse verstärkte den THW von 2009 bis 2013 und war vor allem für seine Dynamik und Sprungkraft berühmt. In dieser Zeit gewann er mit Kiel mehrere Meisterschaften und internationale Titel, darunter die perfekte 68:0‑Saison 2011/12.
Momir Ilić spielte von 2009 bis 2013 für Kiel und war einer der wichtigsten Torschützen im linken Rückraum. In der Meistersaison 2011/12 erzielte er allein in der Bundesliga über 180 Treffer und trug maßgeblich zu den vier Titeln des Jahres bei.
Domagoj Duvnjak kam 2014 zum THW Kiel und entwickelte sich schnell zum Spielführer und Abwehrchef. Er gewann mit Kiel mehrere deutsche Meisterschaften und internationale Titel und steht mit über 1000 Bundesligatoren weit oben in der ewigen THW‑Torschützenliste.
Seine Fähigkeit, Spiele im Angriff zu lenken und in der Defensive den Takt zu bestimmen, macht ihn zu einer der prägenden Figuren der jüngeren Klubgeschichte. Zusammen mit anderen Routiniers wie Patrick Wiencek bildete er das Gesicht der post‑Jícha/Omeyer‑Generation.
Gudjon Valur Sigurðsson spielte von 2005 bis 2008 in Kiel und galt als einer der besten Linksaußen der Welt. Er gewann mit den Zebras deutsche Meisterschaften, Pokale und die Champions League und war auch in der Nationalmannschaft Islands ein herausragender Scorer.
Nikolaj Jacobsen prägte als Linksaußen Anfang der 2000er Jahre den THW und gewann mit dem Klub unter anderem zwei EHF‑Pokal‑Titel. Später wurde er als dänischer Nationaltrainer selbst zur Legende und führte Dänemark von Titel zu Titel, was seinen Ruf als Handball-Intellektuellen zusätzlich stärkte.
Die Bedeutung vieler dieser Spieler zeigt sich auch daran, dass zahlreiche Ex‑Zebras in die Hall of Fame der Europäischen Handballföderation aufgenommen wurden, darunter Wislander, Omeyer, Jícha, Ilić, Lövgren, Narcisse, Jacobsen und Sigurðsson. Diese Ehrung unterstreicht, dass die THW‑Geschichte eng mit der Geschichte des europäischen Spitzenhandballs verknüpft ist.
Als deutscher Rekordmeister mit über 20 Titeln und zahlreichen internationalen Erfolgen war der THW Kiel über Jahrzehnte Bühne und Beschleuniger für einige der besten Handballer aller Zeiten. Ihre Namen prägen nicht nur die Vereinschronik, sondern auch das kollektive Gedächtnis des Welthandballs.
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