Deutschland sucht gegen Serbien den ersten Sieg unter Jürgen Klopp. Alles zur möglichen Aufstellung, Übertragung, Uhrzeit und zum Schiedsrichter.
Wettbewerb | UEFA Nations League 2026/27 |
Liga und Gruppe | Liga A, Gruppe 2 |
Spieltag | 3. Spieltag |
Begegnung | Deutschland vs Serbien |
Datum | Donnerstag, 1. Oktober 2026 |
Anstoß | 20:45 Uhr |
Stadion | Allianz Arena |
Austragungsort | München |
Übertragungsbeginn | 20:15 Uhr |
Fernsehen | ZDF |
Livestream | ZDF-Streamingportal und sportstudio.de |
Kommentator | Oliver Schmidt |
Moderation | Jochen Breyer |
Experten | Christoph Kramer und Per Mertesacker |
Schiedsrichter | Espen Eskås aus Norwegen |
Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt gegen Serbien möglicherweise ein vollkommen neues Kapitel. Nach dem enttäuschenden Start in die UEFA Nations League übernimmt jetzt der von Jürgen Klopp zusammengestellte Kader Nummer zwei.
Aus den ersten beiden Begegnungen holte Deutschland lediglich einen Punkt. Beim Debüt des neuen Bundestrainers reichte es in Amsterdam zu einem 1:1 gegen die Niederlande. Anschließend verlor die DFB-Auswahl ihr erstes Heimspiel unter Klopp überraschend mit 0:1 gegen Griechenland.
Jetzt soll am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, der erste Sieg unter dem früheren Liverpool-Trainer gelingen. Der Anstoß in der Münchner Allianz Arena erfolgt um 20:45 Uhr. Die Übertragung im ZDF beginnt bereits um 20:15 Uhr.
Serbien steht ebenfalls unter erheblichem Druck. Die Mannschaft verlor ihre beiden Auftaktspiele gegen Griechenland und die Niederlande jeweils mit 1:2 und ist ohne Punkt Tabellenletzter. Deutschland belegt mit einem Zähler den dritten Platz.
Bei der langfristigen Ausrichtung der Nationalmannschaft deutet vieles auf ein 4-3-3-System hin.
Das 4-3-3 gehörte bereits während Klopps erfolgreicher Zeit beim FC Liverpool zu den bevorzugten Formationen. Entscheidend ist allerdings nicht nur die Anordnung der Spieler, sondern die Aufgabenverteilung:
Ein defensiver Sechser sichert vor der Abwehr ab.
Zwei technisch starke Achter treiben das Spiel nach vorne.
Die Außenverteidiger schieben weit über die Flügel vor.
Zwei schnelle Außenstürmer attackieren die Räume hinter der Abwehr.
Der Mittelstürmer führt das Pressing an und bindet die Innenverteidiger.
Nach Ballverlusten soll die Mannschaft sofort ins Gegenpressing gehen.
Mit dem aktuellen Kader besitzt Klopp mehrere Spieler, die genau zu dieser Idee passen. Vitaly Janelt kann den defensiven Part übernehmen, während Aleksandar Pavlović und Florian Wirtz für Spielaufbau und Kreativität sorgen. Auf den Außenbahnen bringen Lennart Karl und Said El Mala das erforderliche Tempo und die direkte Spielweise mit.
Mögliche Aufstellung von Deutschland
Formation: 4-3-3
Jonas Urbig – Philipp Treu, Finn Jeltsch, Nico Schlotterbeck, David Raum – Vitaly Janelt, Aleksandar Pavlović, Florian Wirtz – Lennart Karl, Jonathan Burkardt, Said El Mala
Trainer: Jürgen Klopp
Jonas Urbig steht vor seinem Debüt im DFB-Tor
Im Tor spricht mittlerweile sehr viel für Jonas Urbig. Der 23-Jährige vom FC Bayern München besitzt noch kein A-Länderspiel, soll gegen Serbien aber voraussichtlich sein Debüt feiern.
Urbig würde damit ausgerechnet in seinem Münchner Heimstadion erstmals für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. Eine endgültige öffentliche Bestätigung von Klopp liegt noch nicht vor. Übereinstimmenden Berichten zufolge deutet jedoch fast alles auf einen Einsatz des Bayern-Torhüters hin.
Urbig gilt als moderner Torwart, der sich aktiv am Spielaufbau beteiligt und auch außerhalb seines Strafraums mitspielen kann. Diese Fähigkeiten sind für Klopps angestrebten offensiven Fußball besonders wichtig.
Jeltsch und Schlotterbeck als Innenverteidigung der Zukunft
In der Innenverteidigung könnte Klopp ein besonders zukunftsorientiertes Duo testen. Finn Jeltsch steht vor seinem Debüt, während Nico Schlotterbeck zukünftig deutlich mehr Verantwortung innerhalb der Nationalmannschaft übernehmen soll.
Jeltsch ist erst 20 Jahre alt, beim VfB Stuttgart aber bereits Stammspieler. Er bezeichnet sich selbst als aggressiven, mutigen und offensiv denkenden Verteidiger. Gerade seine Bereitschaft, aus der letzten Linie nach vorne zu verteidigen, könnte sehr gut zu Klopps Pressingansatz passen.
Schlotterbeck würde neben dem jungen Stuttgarter die Rolle des Abwehrchefs übernehmen. Seine langen Diagonalpässe und seine Fähigkeit, mit dem Ball aus der Abwehr herauszurücken, könnten Deutschland gegen einen vermutlich tiefer stehenden Gegner helfen.
Ein Startelfeinsatz von Schlotterbeck ist allerdings noch nicht gesichert da er sich im Training am knöchel verletzt hat. Mit Waldemar Anton und Malick Thiaw besitzt Klopp erfahrene Alternativen.
Treu und Raum sollen die Außenbahnen bearbeiten
Auf der rechten Abwehrseite könnte erneut Philipp Treu beginnen. Der Freiburger überzeugte bei seinem ersten Einsatz mit enormer Laufbereitschaft und bereitete beim 1:1 in den Niederlanden mit einer flachen Hereingabe die deutsche Führung vor.
Im 4-3-3 würde Treu die gesamte rechte Außenbahn bearbeiten. Bei Ballbesitz könnte er weit nach vorne schieben, während der defensive Mittelfeldspieler zur Absicherung zurückfällt.
Auf der linken Seite bietet sich David Raum an. Der Kapitän von RB Leipzig gehört zu den erfahrensten Spielern des zweiten Kaders und verkörpert mit seinen intensiven Läufen, frühen Flanken und offensiven Vorstößen viele Elemente, die Klopp von seinen Außenverteidigern erwartet.
Janelt, Pavlović und Wirtz mit klar verteilten Rollen
Das Mittelfeld könnte aus drei Spielern mit vollkommen unterschiedlichen Aufgaben bestehen.
Vitaly Janelt wäre der defensive Abräumer vor der Abwehr. Der Mittelfeldspieler steht beim FC Brentford seit mehreren Jahren in der Premier League unter Vertrag und ist an die hohe Intensität des englischen Fußballs gewöhnt. Er soll Zweikämpfe gewinnen, Räume schließen und den beiden offensiveren Mittelfeldspielern den Rücken freihalten.
Aleksandar Pavlović könnte als passsicherer Aufbauspieler agieren. Seine Aufgabe wäre es, das Spiel aus der Tiefe zu organisieren, sich zwischen den Linien anzubieten und die schnellen Flügelspieler mit präzisen Pässen einzusetzen.
Florian Wirtz erhielte die offensivste Rolle. Der Liverpool-Profi könnte sich zwischen Mittelfeld und Angriff frei bewegen, Überzahlsituationen herstellen und nach Ballgewinnen unmittelbar den Weg in Richtung Tor suchen.
In dieser Aufteilung hätte Klopp einen klaren Abräumer, einen Spielgestalter aus der Tiefe und einen kreativen Offensivspieler.
Karl und El Mala könnten Klopps neue Flügelzange bilden
Auf den Außenbahnen könnte Deutschland eines der spannendsten jungen Duos der vergangenen Jahre präsentieren.
Lennart Karl ist für die rechte Seite vorgesehen. Der 18-Jährige hat bereits drei A-Länderspiele absolviert und beim FC Bayern mehrfach gezeigt, dass er auch gegen hochklassige Gegner Verantwortung übernehmen kann. Als Linksfuß könnte er von rechts ins Zentrum ziehen und selbst den Abschluss suchen.
Auf dem linken Flügel könnte Said El Mala sein Debüt feiern. Der Kölner sucht regelmäßig das direkte Duell, besitzt einen explosiven Antritt und gehört in dieser Saison zu den auffälligsten Offensivspielern seines Vereins. Aktuelle Berichte gehen davon aus, dass Karl und El Mala gute Chancen besitzen, gemeinsam über die beiden Flügel zu starten.
Das junge Duo würde Deutschland eine Unberechenbarkeit geben, die beim ideenlosen Auftritt gegen Griechenland lange fehlte.
Warum Jonathan Burkardt im Sturm beginnen könnte
Im Angriff spricht die aktuelle Form eher für Jonathan Burkardt. Der Frankfurter erzielte beim 3:1-Derbysieg gegen Mainz ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Wenige Tage später traf er auch beim Unentschieden gegen Freiburg.
Burkardt arbeitet intensiv gegen den Ball, startet immer wieder in die Tiefe und kann damit die erste Pressinglinie anführen. Diese Eigenschaften passen hervorragend zu Klopps Spielidee.
Sein direkter Konkurrent heißt Nick Woltemade. Der Angreifer wechselte Anfang September auf Leihbasis von Newcastle United zu Juventus Turin. Er erzielte zwar in der Europa League einen Strafstoßtreffer, kam in der Serie A bislang aber überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz.
Burkardt erscheint deshalb momentan als die etwas logischere Startelfvariante. Woltemade könnte mit seiner Größe und technischen Qualität im weiteren Spielverlauf eine interessante Alternative darstellen.
Das Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Serbien wird live und frei empfangbar im ZDF gezeigt. Die Vorberichterstattung beginnt am Donnerstag um 20:15 Uhr, der Anstoß erfolgt um 20:45 Uhr.
Die Übertragung im Überblick:
Fernsehen: ZDF
Livestream: ZDF-Streamingportal und sportstudio.de
Übertragungsbeginn: 20:15 Uhr
Anstoß: 20:45 Uhr
Moderator: Jochen Breyer
Kommentator: Oliver Schmidt
Experten: Christoph Kramer und Per Mertesacker
Deutschland empfängt Serbien am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026. Der Anstoß erfolgt um 20:45 Uhr deutscher Zeit.
Die Partie wird in der Allianz Arena in München ausgetragen. Das Stadion ist die reguläre Heimspielstätte des FC Bayern und bietet bei internationalen Begegnungen Platz für rund 70.000 Zuschauer.
Der norwegische Schiedsrichter Espen Eskås leitet das Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Serbien.
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