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Kandidaten für den nächsten Trainer von Tottenham Hotspur

Tottenham-Coach Thomas Frank steht nach der 2:3-Niederlage in Bournemouth zunehmend unter Druck.

In Nordlondon spitzt sich die Lage zu: Franks Spielidee kommt bei vielen Fans ebenso schlecht an wie die jüngsten Resultate, und ein Foto, das ihn mit einem Arsenal-Becher zeigte, dürfte seiner Beliebtheit nicht geholfen haben. Nach dem Spiel am Vitality Stadium kam es zudem zu unschönen Szenen mit Anhängern; Cristian Romero legte später in den sozialen Medien mit scharfer Kritik nach. Die Spurs haben nur zwei ihrer letzten zwölf Premier-League-Partien gewonnen. Zwar musste Frank fast durchgängig auf James Maddison, Dominic Solanke und Dejan Kulusevski verzichten, doch die Erwartungen in Nordlondon sind hoch – bleibt die Trendwende aus, könnte der Däne die Saison nicht zu Ende betreuen. Wer käme als Nachfolger im Tottenham Hotspur Stadium infrage?

Andoni Iraola

Einer der spannendsten Trainer Europas: Seit seiner Amtsübernahme 2023 hat Iraola Bournemouth deutlich nach vorn gebracht. Begünstigt durch clevere Transfers führte der Spanier die Cherries in der Saison 2024/25 zu ihrer besten Premier-League-Punktzahl überhaupt – Platz neun mit 56 Zählern. Sein Ansatz mit schnellen Flügelspielern, laufstarkem Mittelfeld und frühem Ballgewinn dürfte Tottenham-Fans gefallen. Da sein Vertrag im Sommer ausläuft, könnte er selbst einen Wechsel anstreben.

Marco Silva

Silva führt ein Fulham-Team, das Tottenham jüngst schlagen konnte, doch seine Zukunft in Craven Cottage ist seit Längerem unklar. Der ehemalige Coach von Everton und Hull hat bislang keinen neuen Vertrag unterschrieben; sein aktuelles Arbeitspapier läuft am Saisonende aus. Medienberichten zufolge war Silva im Sommer mit der Transferpolitik unzufrieden – und wurde in der Vergangenheit bereits mit den Spurs in Verbindung gebracht.

Oliver Glasner

Auch Crystal Palaces Trainer Oliver Glasner dürfte ein Kandidat für die Spurs-Bosse sein. Der 51-Jährige hat in Selhurst Park für einen Höhenflug gesorgt: FA-Cup-Sieg, Community Shield und die erste Europacup-Teilnahme der Vereinsgeschichte. Ganz ohne Reibungen verlief es nicht – Glasner kritisierte die ausbleibenden Reinvestitionen in den Kader trotz zusätzlicher Belastung durch Europa. Tottenham dürfte den Österreicher allerdings stärker unterstützen, zumal im vergangenen Sommer bereits über 180 Millionen Pfund investiert wurden.

Enzo Maresca

Nach der Entlassung von Ruben Amorim wurde Maresca lose mit Manchester United in Verbindung gebracht; als mögliches Fernziel gilt zudem Manchester City. Anfang des Jahres trennte er sich wenig harmonisch von Chelsea, was Spekulationen um eine Zukunft als Guardiola-Nachfolger befeuerte. Da Guardiolas Vertrag jedoch noch rund 18 Monate läuft, könnte Maresca statt zu warten eine schnelle Rückkehr ins Traineramt bevorzugen – in die Riege jener Trainer, die beide Klubs betreut haben (u. a. José Mourinho, Antonio Conte, André Villas-Boas, Mauricio Pochettino), würde er nahtlos passen.

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