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Jean-Pierre Papin
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Jean-Pierre Papin - Superstürmer und bayerisches Missverständnis

Jean-Pierre Papin, ein Name, der in den Fußballannalen für Tore und Triumph steht. Mit der Auszeichnung als Welt-Torjäger und Europas Fußballer des Jahres im Jahr 1991 setzte er sich nicht nur an die Spitze des internationalen Fußball-Olymps, sondern wurde auch zum fünffachen Torschützenkönig der französischen Ligue 1 gekrönt. Doch seine Reise durch die Fußballgeschichte beinhaltet nicht nur Höhepunkte, sondern auch eine Episode, die als eines der größten Missverständnisse in der Geschichte des FC Bayern eingegangen ist.

Die Anfänge

Jean-Pierre Papin wurde am 5. November 1963 in Boulogne-sur-Mer geboren. JiPePe, wie der Angreifer in Frankreich gerne genannt wird, spielte bereits im Alter von sechs Jahren bei einem lokalen Verein. Seine Reise im Fußball nahm schnell Fahrt auf, als er einen Vorvertrag von US Valenciennes erhielt. Ab 1981 fand er sich im Fußballinternat von Vichy wieder, das von Valenciennes unterstützt wurde. In der Saison 1984/85, während seiner Zeit bei US Valenciennes in der Division 2, bewies der Mittelstürmer sofort sein Talent, indem er beeindruckende 15 Tore erzielte. Dieser Erfolg machte den FC Brügge aus Belgien auf ihn aufmerksam, wohin er 1985 wechselte.

WM-Nominierung

Nach einer beeindruckenden Saison beim FC Brügge eröffnete sich für Papin die Möglichkeit, sein Talent auf der Weltbühne zu zeigen. Nationaltrainer Henri Michel nominierte den aufstrebenden Stürmer für die WM 1986. Auch 1990 sollte er Teil der französischen Nationalmannschaft sein. 

Goldene Zeit bei OM

Der Wechsel zu Olympique Marseille erwies sich als Meilenstein in Papins Karriere. Zur Saison 1986 wechselte er zurück in seine Heimat und schloss sich dem Tradtionsklub an der Mittelmeerküste an. Zwischen 1986 und 1992 avancierte Papin zum Torjäger für OM, feierte vier Meisterschaften und einen Pokalsieg. 1989 krönte er seine Zeit in Marseille mit einem Hattrick im französischen Pokalfinale gegen die AS Monaco. 1991 führte Papin Marseille als Kapitän ins Finale des Europapokals der Landesmeister, unterlag jedoch im Elfmeterschießen gegen Roter Stern Belgrad. Ein schmerzlicher Rückschlag in seiner sonst glanzvollen Karriere.

Wechsel nach Italien

Der Wechsel zum AC Mailand im Jahr 1992 sollte für Papin den Traum von internationalen Titeln verwirklichen. Doch ausgerechnet sein Ex-Verein Marseille gewann 1993 die erste Champions-League-Ausgabe. Während sein Ex-Klub den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte, gewann Papin mit den Rossoneri immerhin zwei Meisterschaften und konnte sich in der Saison 1993/94 selbst den Gewinn der Champions League erfüllen. 

Missverständnis in München

1994 zog es ihn in die Bundesliga zum FC Bayern München. Der Wechsel zum FC Bayern München versprach einen Stürmer mit eingebauter Torgarantie, doch für beide Seiten stellte sich der Transfer als Missverständnis heraus. In seinem zweiten Jahr musste er zumeist mit der Bank vorliebnehmen, zumal ihm mit Jürgen Klinsmann ein neuer Stürmer vor die Nase gesetzt wurde. 

Karriereende

Nach seiner Zeit beim FC Bayern, mit dem er immerhin den UEFA Pokal gewinnen konnte, spielte er noch zwei Spielzeiten bei Girondins Bordeaux in der französischen ersten Liga und in Folge noch bei einigen unterklassigen Vereinen in Frankreich.

Trainertätigkeit

Nach seinem Rückzug vom aktiven Fußball hat sich Jean-Pierre Papin dem Sport als Trainer verschrieben. Zwischen 2004 und 2006 übernahm er die Verantwortung für den Fünftligisten FC Bassin d`Arcachon. In der folgenden Spielzeit, 2006/07, führte er Racing Strasbourg, einen Erstligaabsteiger, zurück in die höchste Spielklasse, doch trotz des Erfolgs endete sein Vertragsverhältnis auf der Meinau im Juni 2007 vorzeitig. Von August 2007 bis Mai 2008 übernahm er die Trainerposition beim RC Lens, als Nachfolger des zurückgetretenen Guy Roux, der mit seinem Team am Saisonende aus der Ligue Un abstieg. Ab dem 29. Dezember 2009 lenkte er die Geschicke des Zweitligisten LB Châteauroux. Nachdem die Mannschaft im Sommer 2010 knapp dem Abstieg entkommen war, wurde Papins Vertrag nicht verlängert. Seit September 2014 bekleidet er die Position des Vorsitzenden der Verbandskommission, die für den Landespokal zuständig ist. 

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