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Jakub „Kuba“ Błaszczykowski - Der leise Kämpfer, der Dortmunds rechte Seite zum Kult machte

Ein Flügelspieler, der aus einem kleinen polnischen Dorf kommt, persönlich durch die Hölle geht und trotzdem zum Gesicht einer großen Dortmunder Ära wird – Jakub „Kuba“ Błaszczykowski ist eine jener Geschichten, die den Fußball größer machen als das Ergebnis.

Wo alles begann

Kuba wird 1985 im Dorf Truskolasy in Südpolen geboren, weit entfernt von großen Stadien und TV-Kameras.  Schon früh fällt er mit seinem Tempo und seiner Mentalität auf, arbeitet sich über die Jugend von Raków Częstochowa bis in den Profibereich hoch und landet schließlich bei Wisła Kraków, wo er 2005 seinen ersten großen Titel – die polnische Meisterschaft – gewinnt.

Der Weg nach Dortmund

2007 wechselt der pfeilschnelle Rechtsaußen zu Borussia Dortmund, damals noch ein Klub im Umbruch.  In acht Jahren BVB bestreitet er über 250 Pflichtspiele, gewinnt zwei deutsche Meisterschaften, einen DFB-Pokal und mehrere Supercups und steht 2013 sogar im Champions-League-Finale gegen Bayern – als Inbegriff der Klopp-Ära über die rechte Seite.

Weitere Stationen und Titel

Nach Dortmund führt sein Weg per Leihe zur Fiorentina in die Serie A, bevor er 2016 zu Wolfsburg zurück in die Bundesliga wechselt.  Wirklich komplett fühlt sich seine Karriere aber erst mit der Rückkehr 2019 zu Wisła Kraków an, wo er nicht nur spielt, sondern Geld in den klammen Klub steckt und sogar zeitweise ohne Gehalt antritt – ein seltener Liebesbeweis im modernen Profifußball.

Nationalmannschaft und große Momente

Für Polen debütiert Kuba 2006 und wird über Jahre zum Gesicht der Nationalmannschaft, zeitweise sogar zum Kapitän.  Mit 109 Länderspielen ist er einer der meist eingesetzten Polen aller Zeiten, nimmt an Europameisterschaften und der WM 2018 teil – unvergessen bleibt sein Tor und der verschossene Elfmeter im EM-Viertelfinale 2016, der ihn beim Publikum eher noch beliebter macht, weil er sich danach offen und emotional zeigt.

Jubel, der von Herzen kommt

Błaszczykowskis Jubel ist nie große Show, sondern pure Emotion: geballte Fäuste, ausgestreckte Arme, oft der Blick zum Himmel – ein Mix aus Dankbarkeit und Befreiung.  Gerade in Dortmund wird jeder Sprint zur Südtribüne nach einem seiner Treffer zu einer Art stiller Kommunikation mit den Fans, die wissen, wie viel persönliche Last dieser Spieler trägt und trotzdem immer weiter macht.

Das Ende der Karriere

Seine Nationalmannschaftskarriere beendet Kuba 2023 in einem Testspiel gegen Deutschland, in dem er noch einmal aufläuft und unter Applaus beider Teams mit Ehren-Spalier verabschiedet wird.  Kurz darauf hängt er auch auf Vereinsebene die Schuhe bei Wisła Kraków an den Nagel, wo er seine letzte Partie vor heimischem Publikum bestreitet und damit einen Kreis schließt, der Jahre zuvor mit einem Meistertitel begonnen hatte.

Was Kuba heute macht

Heute ist Jakub Błaszczykowski nicht mehr „nur“ Ex-Profi, sondern Geschäftsmann und Miteigentümer von Wisła Kraków, für dessen Rettung er selbst viel Geld investiert hat.  Er arbeitet im Hintergrund daran, den Traditionsklub sportlich und wirtschaftlich zu stabilisieren – der frühere Flügelflitzer ist damit zum Architekten einer Zukunft geworden, die über seine eigene Karriere hinausreicht.

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