Inter Mailand will am Mittwochabend seine makellose Bilanz in der UEFA Champions League wahren. Der Gegner Kairat Almaty reist als klarer Außenseiter nach Mailand und muss sich nicht nur gegen den Titelanwärter, sondern auch gegen die beeindruckende Kulisse im San Siro behaupten.
Nach dem verlorenen Finale im Vorjahr zählt Inter auch in dieser Saison zu den konstantesten Teams Europas. Drei Spiele, drei Siege, kein Gegentor: Die Nerazzurri sind auf Kurs Richtung K.-o.-Phase. Mit Ajax, Slavia Prag und Union Saint-Gilloise hatte Inter bislang wenig Mühe und ist neben Arsenal das einzige Team mit einer weißen Weste.
Kapitän Lautaro Martínez traf in den letzten zehn UEFA-Champions-League-Partien elf Mal und ist das Symbol einer Mannschaft, die nicht nur defensiv stabil, sondern auch offensiv kaltschnäuzig agiert. In der nationalen Liga hinkt man Meister Napoli knapp hinterher, doch der 2:1-Sieg über Verona am Wochenende brachte das nötige Selbstvertrauen für den europäischen Abend.
Im San Siro ist Inter ohnehin eine Macht: Seit 17 Heimspielen in der Königsklasse ungeschlagen, davon wurden 14 gewonnen. Bei Kairat sehen die Voraussetzungen ganz anders aus: Der kasachische Meister feierte zwar in der Qualifikation gegen Celtic ein kleines Fußballwunder, doch in der Gruppenphase setzte es ein 1:4 gegen Sporting und ein 0:5 gegen Real Madrid, ehe gegen Pafos immerhin ein Punkt gelang.
Trotz ihrer starken Dominanz und Überzahl blieb Kairat in sechs UEFA Champions-League-Partien insgesamt ohne Tor und ohne Sieg. Zwar durfte man sich national erneut als Meister feiern lassen, doch international droht die Realität hart zuzuschlagen.
Bei Inter wird Cristian Chivu wohl erneut rotieren. Spieler wie Barella, Dimarco und Dumfries dürften zurückkehren, während Henrikh Mkhitaryan und Matteo Darmian weiterhin fehlen. Marcus Thuram steht nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung, könnte aber zunächst auf der Bank bleiben.
Kairat muss weiterhin auf die verletzten Brasilianer Joao Paulo und Elder Santana verzichten, während Edmilson fraglich ist. Hoffnungsträger ist der junge Dastan Satpaev, der mit Tempo und Einsatz überzeugen soll.
Inter Mailand: Sommer – Bisseck, Akanji, Augusto – Dumfries, Barella, Calhanoglu, Zielinski, Dimarco – Martinez, Esposito
Kairat: Anarbekov – Tapalov, Martynovich, Sorokin, Mata – Glazer, Arad – Mrynskiy, Jorginho, Gromyko, Satpaev
Die Partie kann live beim Streaminganbieter DAZN verfolgt werden.
Kairat steht vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Inter ist zu Hause eine Festung und verfügt über enorme Qualität in allen Mannschaftsteilen. Der Klassenunterschied dürfte sich deutlich zeigen, alles andere als ein klarer Heimsieg wäre eine Sensation.
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