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Hristo Stoichkov
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Hristo Stoichkov - Bad Boy in Diensten der Blaugrana

Hristo Stoichkov, bulgarischer Nationalheld und Europas Fußballer des Jahres 1994, wurde als Mitglied des legendären Dream Teams“ des FC Barcelona weltberühmt. Von seinen bescheidenen Anfängen in Bulgarien bis zu seiner entscheidenden Rolle bei Barcas historischem Triumph im Europapokal der Landesmeister 1992 hat Stoichkov eine beeindruckende Karriere hingelegt. Seine Leistungen auf dem Platz, gepaart mit seiner temperamentvollen Persönlichkeit, machten ihn nicht nur zum torgefährlichsten Spieler, sondern auch zu einer Kultfigur in Barcelona.

Herkunft und Anfänge

Hristo Stoichkov, geboren 1966 in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt der Volksrepublik Bulgarien, stammt aus einfachen Verhältnissen einer Arbeiterfamilie. Bereits im zarten Alter von elf Jahren begann er seine Fußballkarriere beim lokalen Verein FK Maritza und tauchte so in die Welt des organisierten Jugendfußballs ein. Sein Talent blieb nicht unentdeckt und so wechselte er 1982 zum unterklassigen FC Hebros Charmanli, wo er mit nur 16 Jahren sein Debüt in der dritthöchsten Spielklasse des Landes gab. Das Schicksal führte Stoichkov schon bald in die Reihen des Rekordmeisters ZSKA Sofia, als Talentspäher auf das aufstrebende Talent aufmerksam wurden. Im Frühjahr 1985 wurde er offiziell in die Volksarmee einberufen und kam in den Kader des Zentralen Sportklubs der Armee, eine gängige Praxis in den damaligen realsozialistischen Staaten. Damit begann eine entscheidende Phase in der beeindruckenden Karriere der bulgarischen Legende.

ZSKA Sofia

Stoichkov erlebte einen turbulenten Start in seine erste Saison bei ZSKA Sofia, als das nationale Pokalfinale gegen Levski Sofia in einer Massenschlägerei endete. Die Kommunistische Partei verhängte zunächst lebenslange Sperren gegen Stoichkov und andere Spieler, reduzierte diese jedoch auf ein Jahr. Nach seinem Comeback am 30. April 1986 führte Stoichkov ZSKA Sofia unter Trainer Dimitar Penew zu beeindruckenden Erfolgen. In den Jahren 1987, 1989 und 1990 gewann der Verein dreimal die Meisterschaft sowie den Pokal in den Jahren 1987, 1988 und 1989. Stoichkovs internationale Anerkennung wuchs, als ZSKA Sofia unter seiner Leitung das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger erreichte. Obwohl das Team gegen den FC Barcelona verlor, beeindruckte Stoichkov mit drei Toren und weckte das Interesse von Johan Cruyff. 1989 wurde er Torschützenkönig im Europapokal der Pokalsieger und erhielt Auszeichnungen als Fußballer des Jahres und nationaler Torschützenkönig. In der Saison 1989/90 erzielte er 38 Tore, gewann den Goldenen Schuh und wechselte im Sommer 1990 für 4,5 Millionen US-Dollar zum FC Barcelona.

FC Barcelona

Cruyff holte den temperamentvollen Hristo Stoichkov 1990 nicht nur wegen seiner fußballerischen Klasse nach Barcelona, sondern auch, um einen Bad Boy ins Team zu holen. Stoichkov enttäuschte nicht und wurde in der Hinrunde 1990/91 nach einem absichtlichen Tritt gegen den Schiedsrichter gesperrt. Seine Aggressivität und sein Torinstinkt machten ihn zum torgefährlichsten Spieler und zu einem modernen Flügelstürmer im Sinne Cruyffs. Als El Pistolero wurde er zur Kultfigur der Barça-Fans. Stoichkovs Ankunft markierte den Beginn von Barcelonas Dream Team. Mit Ronald Koeman und Michael Laudrup gewann er die Meisterschaften von 1991 bis 1994 und den Europapokal der Landesmeister 1992. Stoichkov wurde zum besten ausländischen Spieler Spaniens und zum besten europäischen Spieler gewählt. Zusammen mit Romario bildete er 1993/94 ein Weltklasse-Sturmduo, erzielte 56 Tore, verlor aber überraschend das Champions-League-Finale gegen den AC Mailand (0:4). Das Jahr 1994 war Stoichkovs Höhepunkt: Spanische Meisterschaft, WM-Viertelfinale, Torschützenkönig und Ballon d`Or als Europas Fußballer des Jahres.

Zeit als Wandervogel

Nach einer herausragenden Saison verlor Stoichkov 1995 seine Form und wechselte von Barcelona zum AC Parma nach Italien. Ein Jahr später kehrte er zu Barca zurück, konnte aber nicht mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen. Dennoch genießt El Pistolero in Barcelona einen hervorragenden Ruf. Nach dem schlechten Abschneiden Bulgariens bei der WM 1998 tingelte Stoichkov durch verschiedene Länder und spielte in Saudi-Arabien, Japan und den USA.

Karriere als Trainer

Im Juli 2004 wurde er Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft, bis er nach einem kurzen Gastspiel beim spanischen Erstligisten Celta Vigo im Oktober 2007 entlassen wurde. Stoichkov wechselte zu Mamelodi Sundowns, wurde dort aber im März 2010 entlassen. Im Jahr 2013 war er für einen Monat Cheftrainer von ZSKA Sofia, trat jedoch aufgrund von Differenzen mit der Vereinsführung zurück, die ihm Anteile übertragen hatte.

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