Überspringen zum Inhalt
Basketball Olympia
  1. BASKETBALL

Hapoel Tel Aviv – Maccabi Tel Aviv: Der ewige Stadtkrieg in der EuroLeague

Wenn diese beiden Teams im europäischen Rampenlicht aufeinandertreffen, geht es um mehr als nur Punkte. Es geht um Stolz, Identität und die Frage: Wer ist wirklich die Nummer eins in der Stadt?

Hapoel – Maccabi: Ein EuroLeague-Debüt mit Donnerhall

Wer Hapoel Tel Aviv vor der Saison als Außenseiter abgestempelt hat, wurde schnell eines Besseren belehrt. Zwei Spiele, zwei Siege und das gegen niemand Geringeren als Barcelona (103:87) und Anadolu Efes (87:81). Der EuroLeague-Neuling hat damit eindrucksvoll gezeigt, dass er nicht zum Mitlaufen gekommen ist.

Trainer Dimitris Itoudis, einer der angesehensten Köpfe des europäischen Basketballs, hat seiner Mannschaft in kürzester Zeit Struktur und Selbstbewusstsein verliehen. Die Mischung stimmt: Antonio Blakeney trifft wie im Rausch, Dan Oturu liefert konstant ab und Vasilije Micic blüht nach einer blassen Phase in der Nationalmannschaft wieder auf. Dazu kommt Ish Wainright, der als Allrounder und Mentalitätsanker in den ersten Spielen die meisten Minuten sammelte.

Hapoel spielt dabei kontrolliert, fast stoisch. Keine wilden Fast Breaks, keine Hektik, dafür Effizienz pur. Das Team führt die Liga im Offensivrating an und liegt bei der Dreierquote auf Platz drei. Es gibt weniger Pässe, dafür mehr Einzelleistungen und viel Zielstrebigkeit. Das neue Hapoel ist eine Maschine, die derzeit kaum zu stoppen scheint.

Maccabi – Hapoel: Der Favorit von gestern sucht sich selbst

Ganz anders die Lage beim großen Rivalen. Maccabi Tel Aviv, der Serienmeister und Inbegriff israelischer Basketballtradition, stolpert durch den Saisonstart. Zwei Niederlagen in der EuroLeague (78:85 gegen Efes und 94:101 gegen Paris) sowie das Aus im Halbfinale des Supercups gegen Hapoel Jerusalem (69:79) haben Spuren hinterlassen.

Coach Oded Kattash steht unter Druck. Zwar zeigte Neuzugang Lonnie Walker nach einer schwachen Premiere gegen Efes im Spiel gegen Paris eine klare Leistungssteigerung (16 Punkte, 5 Rebounds), doch ihm fehlt die Konstanz. Jeff Dowtin fand besser in den Rhythmus und Jaylen Hoard punktet solide, doch das Team wirkt unausgeglichen. Die Defensive steht wacklig, das Spieltempo ist hoch und die Trefferquote niedrig.

Maccabi spielt aktuell den zweitschnellsten Basketball der Liga, hat aber das zweitschlechteste Offensivrating. Wenn Leistungsträger wie Roman Sorkin in der Offensive komplett abtauchen, reicht selbst das laute Publikum nicht mehr als Stütze.

Hapoel – Maccabi: Bilanz, Emotion, Geschichte

In der vergangenen Saison gab es drei Duelle, von denen Maccabi zweimal und Hapoel einmal siegreich hervorging. Im Pokalhalbfinale setzte sich Maccabi knapp durch, in der Liga gewann jeweils das Heimteam. Doch die Rollen haben sich verschoben. Während Hapoel auf einer Welle des Selbstvertrauens schwimmt, wirkt Maccabi wie ein Team auf Identitätssuche.

Allerdings muss Hapoel auf Yam Madar und Bruno Caboclo verzichten, was zwei bittere Ausfälle sind. Maccabi reist dagegen mit voller Kapelle an.

Prognose Hapoel – Maccabi: Neue Machtverhältnisse in Tel Aviv?

Der Basketball in Tel Aviv verändert sich. Wo früher Maccabi unangefochten regierte, ist jetzt Bewegung drin. Hapoel wirkt fokussierter, hungriger und besser gecoacht. Wenn sie ihr kontrolliertes Spiel auch im Derby durchziehen, spricht vieles für den dritten Sieg im dritten EuroLeague-Match.

Weiterführende Artikel

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits Jetzt anmelden

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.