Der Presidents Cup bringt die USA und die internationale Auswahl zusammen. Alle wichtigen Informationen zu Regeln, Teams, Kapitänen und Besonderheiten des Formats.
Wettbewerb | Presidents Cup 2026 |
Zeitraum der Veranstaltung | 22. bis 27. September 2026 |
Austragungsort | Medinah, Illinois, USA |
Golfplatz | Medinah Country Club, Course No. 3 |
Teilnehmende Mannschaften | USA und das International Team |
Spieler pro Mannschaft | 12 |
US-Kapitän | Brandt Snedeker |
Internationaler Kapitän | Geoff Ogilvy |
Spielformat | Match Play |
Anzahl der Matches | 30 |
Punkte zum Gesamtsieg | 15,5 Punkte |
Titelverteidiger | USA |
Veranstalter | PGA Tour |
Der Presidents Cup gehört neben dem Ryder Cup zu den wichtigsten Mannschaftswettbewerben im professionellen Herrengolf. Dabei tritt eine Auswahl der besten US-amerikanischen Golfspieler gegen ein internationales Team an.
Das International Team vertritt den Rest der Welt – allerdings mit einer wichtigen Ausnahme: Europäische Spieler dürfen nicht teilnehmen, da Europa bereits beim Ryder Cup gegen die USA antritt.
2026 findet die 16. Austragung des Presidents Cup im traditionsreichen Medinah Country Club in Illinois statt. Insgesamt treten jeweils 12 Spieler für das US-Team und die internationale Auswahl an. Anders als bei gewöhnlichen Golfturnieren entscheidet nicht die niedrigste Gesamtschlagzahl über mehrere Runden, sondern der direkte Vergleich im Match Play.
Der Presidents Cup ist ein internationaler Mannschaftswettbewerb im Golf. Er wurde erstmals 1994 ausgetragen und findet grundsätzlich alle 2 Jahre statt.
Die beiden Mannschaften sind:
USA Team: ausschließlich Golfspieler aus den USA
International Team: Spieler aus allen übrigen Ländern mit Ausnahme Europas
Der Presidents Cup wird abwechselnd in den Vereinigten Staaten und in einem Land ausgetragen, das durch das International Team vertreten wird. Der Wettbewerb wurde von der PGA Tour gegründet und wird weiterhin von ihr organisiert.
Der Presidents Cup wurde als Ergänzung zum bereits bestehenden Ryder Cup geschaffen. Beim Ryder Cup tritt die USA gegen Europa an. Damit auch herausragende Spieler aus Ländern wie Australien, Japan, Südkorea, Kanada, Südafrika oder Neuseeland an einem großen internationalen Mannschaftswettbewerb teilnehmen können, wurde das International Team gegründet.
Stars wie Rory McIlroy, Jon Rahm oder Viktor Hovland sind deshalb beim Presidents Cup nicht spielberechtigt. Sie vertreten Europa ausschließlich beim Ryder Cup.
Spieler wie Hideki Matsuyama, Adam Scott, Tom Kim oder Min Woo Lee können dagegen für das International Team antreten.
Der Wettbewerb besteht aus insgesamt 30 Matches. Dabei werden keine individuellen Gesamtschlagzahlen für das vollständige Turnier addiert. Stattdessen wird jedes einzelne Match separat gewertet.
In den Mannschaftsrunden kommen die Formate Four-Ball und Foursomes zum Einsatz. Zum Abschluss werden 12 Einzelmatches ausgetragen.
Spielformat: | Anzahl der Matches: | Grundprinzip: |
Four-Ball | 9 | Jeder Spieler spielt seinen eigenen Ball |
Foursomes | 9 | Zwei Partner spielen abwechselnd denselben Ball |
Singles | 12 | Ein Spieler tritt direkt gegen einen Gegner an |
Gesamt | 30 | Insgesamt werden 30 Punkte vergeben |
*Jeder Spieler muss vor den abschließenden Einzeln mindestens einmal eingesetzt werden. Die Kapitäne können ihre Spieler in den Mannschaftssessions ansonsten aufstellen oder pausieren lassen.
Beim Presidents Cup wird im Match Play gespielt. In diesem Format zählt nicht, welcher Spieler über die gesamte Runde die wenigsten Schläge benötigt. Stattdessen wird jedes Loch als eigener kleiner Wettbewerb gewertet.
Ein Beispiel:
Spieler A benötigt an einem Loch 4 Schläge
Spieler B benötigt 5 Schläge
Spieler A gewinnt das Loch und liegt anschließend „1 up“
Benötigen beide Spieler gleich viele Schläge, wird das Loch geteilt. Der Vorsprung wird während des gesamten Matches über die gewonnenen Löcher angegeben.
Beim Four-Ball treten jeweils 2 Spieler eines Teams gemeinsam an. Alle 4 beteiligten Golfer spielen an jedem Loch ihren eigenen Ball.
Für die Mannschaft zählt ausschließlich das bessere Ergebnis ihrer beiden Spieler.
Ein Beispiel:
US-Spieler 1 | 4 Schläge |
US-Spieler 2 | 5 Schläge |
Internationaler Spieler 1 | 3 Schläge |
Internationaler Spieler 2 | 6 Schläge |
Das US-Team kommt auf eine gewertete 4, während für das International Team die 3 zählt. Damit gewinnt das International Team das Loch.
Four-Ball belohnt insbesondere aggressives Golf. Ein Spieler kann ein höheres Risiko eingehen, während sein Partner mit einem sichereren Ergebnis das Loch absichert.
Das Foursomes-Format wird auch als „Alternate Shot“ bezeichnet. Zwei Spieler bilden ein Team und spielen gemeinsam nur einen Ball.
Die Partner schlagen abwechselnd:
Spieler A führt den Abschlag aus.
Spieler B übernimmt den zweiten Schlag.
Spieler A spielt den dritten Schlag.
Anschließend wechseln sie sich weiter ab, bis der Ball im Loch liegt.
Die Mannschaften bestimmen außerdem, welcher Spieler an den ungeraden und welcher an den geraden Löchern abschlägt.
Zum Abschluss tritt jeder der 12 US-Spieler in einem Einzel gegen einen Spieler des International Teams an.
Die beiden Kapitäne reichen ihre Reihenfolge unabhängig voneinander ein. Erst anschließend wird bekannt, welche Spieler direkt aufeinandertreffen. Dadurch können die Kapitäne keine konkreten Einzelduelle auswählen.
In den 12 Singles stehen insgesamt 12 Punkte zur Verfügung. Aufgrund dieser hohen Anzahl kann sich der Zwischenstand am letzten Tag noch deutlich verändern.
Für jedes gewonnene Match erhält eine Mannschaft einen Punkt.
Sieg: 1 Punkt
Unentschieden nach 18 Löchern: 0,5 Punkte für beide Teams
Niederlage: 0 Punkte
Da insgesamt 30 Punkte vergeben werden, benötigt eine Mannschaft mindestens 15,5 Punkte, um den Presidents Cup zu gewinnen.
Endet der gesamte Wettbewerb mit einem 15:15, gibt es keinen zusätzlichen Entscheidungswettbewerb. Beide Teams teilen sich den Presidents Cup bis zur nächsten Austragung. Diese Regel entstand nach dem dramatischen Unentschieden von 2003, als Tiger Woods und Ernie Els in der Dunkelheit ein zusätzliches Entscheidungsduell spielten, ohne einen Sieger ermitteln zu können.
Jede Mannschaft besteht aus 12 Golfspielern. Die Zusammensetzung erfolgt in 2 Schritten:
6 automatische Qualifikanten
6 vom Kapitän ausgewählte Spieler
Beim US-Team basiert die automatische Qualifikation auf einer speziellen Punkteliste, die sich vor allem an den erzielten FedExCup-Punkten orientiert.
Für das International Team sind die bestplatzierten spielberechtigten Akteure der Official World Golf Ranking entscheidend. Europäische Ryder-Cup-Spieler werden dabei nicht berücksichtigt. Die internationalen Spieler mussten für die automatische Qualifikation außerdem eine festgelegte Mindestzahl an Weltranglistenturnieren absolviert haben.
Team USA:
Scottie Scheffler
Cameron Young
Wyndham Clark
Sam Burns
Russell Henley
Collin Morikawa
Justin Thomas
Xander Schauffele
Patrick Cantlay
Chris Gotterup
Jacob Bridgeman
Jackson Koivun
Kapitän: Brandt Snedeker
International Team:
Si Woo Kim
Ryan Fox
Hideki Matsuyama
Min Woo Lee
Tom Kim
Adam Scott
Corey Conners
Sungjae Im
Christiaan Bezuidenhout
Nick Taylor
Nico Echavarria
Ryo Hisatsune
Kapitän: Geoff Ogilvy
Austragungsort ist der Medinah Country Club in der Nähe von Chicago. Gespielt wird auf dem berühmten Course No. 3.
Der Name geht auf die Tradition zurück, Staats- und Regierungschefs als Ehrenvorsitzende der Veranstaltung einzubeziehen.
Seit der ersten Austragung haben zahlreiche US-Präsidenten und internationale Regierungschefs diese repräsentative Rolle übernommen. Sie greifen nicht in die sportlichen Entscheidungen ein, stehen aber symbolisch für die internationale Ausrichtung des Wettbewerbs.
Die erste Austragung fand 1994 im Robert Trent Jones Golf Club in Virginia statt. Die USA gewannen damals mit 20:12.
Seitdem dominiert das US-Team den Wettbewerb deutlich. Vor der Austragung 2026 steht die historische Bilanz bei:
13 Siege der USA
1 Sieg des International Teams
1 Unentschieden
Den bislang einzigen Erfolg feierte das International Team 1998 im Royal Melbourne Golf Club in Australien. 2003 teilten sich beide Mannschaften nach einem Unentschieden den Pokal.
Die USA gewannen anschließend 10 Austragungen in Folge. Zuletzt setzten sie sich 2024 im Royal Montreal Golf Club mit 18,5:11,5 durch.
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