Außerhalb von Liberia ist George Weah vor allem als ehemalige Weltklassestürmer bekannt. Zu seiner aktiven Zeit war er einer der besten Stürmer der Welt. Fußball half ihm, den ärmlichen Verhältnissen, in denen er aufgewachsen war, zu entfliehen. Heute versucht er als Präsident von Liberia seinem Heimatland etwas zurückzugeben.
George Manneh Oppong Ousman Weah wurde am 1. Oktober 1966 in den Slums von Monrovia, Liberia, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters versank die Familie weiter in Armut und Wah wurde während eines Großteils seiner Jugend von seiner Großmutter großgezogen, die für ihn sorgte und ihm gleichzeitig ermöglichte, seinen Traum zu verfolgen, Profifußballer zu werden. Glücklicherweise wurde Weah von einem liberianischen Fußballteam entdeckt. Er spielte zunächst für den Hauptstadtklub Mighty Barolle, für das er 1986 im Alter von 20 Jahren sein Debüt in der First Division gab. Bereits ein Jah später wechselte er zu den Invincible Eleven. Als er mit dem Team gegen den kamerunischen Verein Tonnerre Yaounde spielte, erkannten Offizielle sein Talent und verpflichteten ihn. Allerdings war das Leben in Kamerun nicht gerade einfach, zumal Weah Probleme mit der neuen Sprache hatte.
Nichts destotrotz etablierte er sich schnell und wechselte nur sechs Monate später nach Frankreich zur AS Monaco. Es sollte der Beginn einer erfolgreichen Karriere auf dem europäischen Kontinent sein. Zur Saison 1992/93 wechselte Weah zum Ligakonkurrenten Paris Saint-Germain. Vor allem aufgrund seiner Leistungen in der Champions League wurde Weah 1995 als erster Afrikaner überhaupt mit dem Ballon d`Or als Europas Fußballer des Jahres und zum Weltfußballer des Jahres gewählt.
1995 wechselte Weah in die italienische Serie A und schloss sich dem AC Mailand an. Dort spielte er an der Seite von Paolo Maldini und Roberto Baggio. Später sollte er an der Seite des ehemaligen deutschen Nationalspielers Oliver Bierhoff stürmen. Nach der Meistersaison 1998/99 ließen seine Leistungen allmählich nach und er wechselte in der Winterpause der Saison 1999/00 zum FC Chelsea. Im Sommer 2000 heuerte Weah bei Manchester City an, wo sein Vertrag nach nur wenigen Wochen einvernehmlich wieder aufgelöst wurde. Im Anschluss kehrte er nach Frankreich zurück und spielte für Olympique Marseille. Seine Karriere beendete er 2003 in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Als Teil der Goldenen Generation nahm Weah mit Liberia 1996 und 2002 an der Afrikameisterschaft teil. Die Qualifikation für die WM blieb ihm verwehrt. 2018 führte Weah im Alter von 51 Jahren und als Präsident die liberianische Nationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen Nigeria aufs Feld. Er wurde erst in der 79. Minute ausgewechselt.
Bereits zu seiner aktiven Zeit zeichnete sich Weah für seine humanitären Leistungen aus. Zudem war Weah UNICEF-Botschafter. 2004 gab Weah seine Kandidatur für das Präsidentschaftsamt von Liberia bekannt. Bei den Wahlen 2005 unterlag er nur knapp. Nach der Wahl holte Weah sein Abitur nach, studierte Betriebswissenschaften, mit dem Ziel, sich besser auf seine politische Zukunft vorzubereiten. 2017 unternahm er einen neuerlichen Anlauf auf das Präsidentenamt. Diesmal gewann er und ist seit dem 22. Januar 2018 Präsident von Liberia.
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