Für Deutschland wird es ein sehr schweres Spiel gegen Frankreich im Viertelfinale.
Frankreich (Sieg-Quote: 2.10) und Deutschland (3.40) treten kommenden Samstag (19.07.) im letzten Viertelfinale bei der Frauen-Europameisterschaft im St.-Jakob-Park in Basel gegeneinander an, die Partie gibt's live im ZDF um 21:00 Uhr zu sehen.
Startelf: Peyraud-Magnin - de Almeida, Samoura, Sombath, Bacha - Jean-Francois, Toletti, Karchaoui - D. Cascarino, Katoto, Baltimore
Bank: Lerond, Picaud, Lakrar, Mbock, Majri, Gago, Malard, Geyoro, Mateo, Bogaert, Diani, N’Dongala
Trainer: Bonadei
Es fehlen: -
Sperren drohen: -
Startelf: Berger - Hendrich, Minge, Knaak, Linder - Nüsken, Senß - Brand, Freigang, Bühl - Schüller
Bank: Johannes, Mahmutovic, Gwinn, Kleinherne, Dallmann, Kett, Zicai, Lohmann, Hoffmann, Cerci, Däbritz
Trainer: Wück
Es fehlen: Wamser (Rote Karte),
Sperren drohen: -
Frankreich hat seine großen Offensivqualitäten in den letzten 45 Minuten der Gruppenphase gegen die Niederlande verdeutlicht und das Spiel nach einem Rückstand noch gedreht. Mit dem 5:2-Sieg sicherten sich die Französinnen den Gruppensieg und treffen nun im Viertelfinale auf Deutschland. Frankreich präsentierte sich in der zweiten Halbzeit stark verbessert und zeigte seine spielerische Klasse. Trotz des Verzichts auf Top-Stürmerin Miedema zeigte die Elftal eine Reaktion auf die deutliche Niederlage gegen England. Die 30-jährige Toletti beschenkte sich zunächst mal selbst zu ihrem Geburtstag und brachte die Französinnen in Führung. Doch auch der Gegner wusste das Zepter an sich zu reißen. Sie zeigten sich im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs sehr zielstrebig. Doch den Schwung konnten die Löwinnen nicht in den zweiten Durchgang übertragen. Dies lag aber größtenteils an ihren Gegnerinnen. Frankreich wirkte in den Zweikämpfen viel präsenter und in ihren Offensivaktionen deutlich zwingender - vor allem Cascarino zeigte sich enorm spielfreudig. Nachdem sie über das verwaiste Tor geschossen hatte, bereitete die Außenspielerin Katotos Ausgleich vor. Cascarino drehte anschließend das Spiel im Alleingang. Mit dem 5:2-Sieg gegen die Niederlande hat Frankreich seine Ambitionen auf den EM-Titel untermauert. Die Mannschaft zeigte eine starke Leistung und bewies ihre Fähigkeit, auch schwierige Spiele zu drehen. Es ist davon auszugehen, dass Frankreich mit Selbstvertrauen in das Viertelfinale gegen Deutschland gehen wird. Als Gruppensieger treffen die Französinnen im Viertelfinale auf die DFB-Elf. Das Team wird alles daransetzen, um auch dieses Spiel zu gewinnen und ins Halbfinale einzuziehen. Die Französinnen verfügen über eine hohe individuelle Qualität und ein starkes Kollektiv.
Die DFB-Frauen haben zum Abschluss der Gruppenphase eine deutliche Niederlage gegen Schweden hinnehmen müssen. Beim 1:4 war das Spiel nach einer starken Anfangsphase schon nach etwas mehr als einer halben Stunde aufgrund von Wamsers Platzverweis und dem Zwei-Tore-Rückstand entschieden. Deutschland verlor das Spiel und den Gruppensieg. Bundestrainer Christian Wück veränderte die Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Dänemark und brachte Freigang für Dallmann. Nach dem frühen Führungstreffer durch Brand verlor die deutsche Mannschaft jedoch die Kontrolle über das Spiel. Blackstenius glich für Schweden aus, Holmberg drehte das Spiel mit einem Glückstor und Rolfö erhöhte per Elfmeter auf 3:1. Wück reagierte zur Pause und brachte Hendrich sowie Lohmann, doch die Schwedinnen kontrollierten die Begegnung und erhöhten durch Hurtig auf 4:1. Die hohe Niederlage gegen Schweden war die höchste deutsche EM-Niederlage aller Zeiten und warf einige Fragen auf. Die Defensive offenbarte ungewohnte Schwächen und die Offensive konnte trotz einiger guter Ansätze nicht genügend Durchschlagskraft entwickeln. Im Spiel nach vorne fehlte den DFB-Frauen die Kreativität und Durchschlagskraft. Die Schwedinnen zeigten sich abgeklärter und nutzten die sich bietenden Chancen konsequent aus. Durch die Niederlage qualifizierte sich Deutschland nur als Gruppenzweiter für die K.-o.-Runde und trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Gruppe D, Frankreich. Die DFB-Elf muss sich deutlich steigern, um gegen den Favoriten zu bestehen und den Traum vom EM-Titel am Leben zu erhalten. Das Team muss die Fehler aus dem Spiel gegen Schweden analysieren und abstellen.
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