Die FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 findet vom 4. bis 13. September in Berlin statt. Alle Informationen zu Gruppen, Teilnehmern, Deutschland-Spielen, Regeln und Preisgeldern.
Die FIBA Frauen-Basketball-WM 2026 bringt die besten Basketballerinnen der Welt nach Deutschland. Vom 4. bis zum 13. September 2026 kämpfen insgesamt 16 Nationalmannschaften in Berlin um den wichtigsten Titel im internationalen Frauen-Basketball.
Für die deutsche Nationalmannschaft ist es ein ganz besonderes Turnier. Deutschland richtet die Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal nach 1998 aus und kann sämtliche Partien vor heimischem Publikum bestreiten. In der Vorrunde trifft die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange auf Spanien, Japan und Mali.
Wettbewerb | FIBA Frauen-Basketball-WM 2026 |
Austragungsland | Deutschland |
Austragungsort | Berlin |
Turnierbeginn | Freitag, 4. September 2026 |
Finale | Sonntag, 13. September 2026 |
Teilnehmer | 16 Nationalmannschaften |
Anzahl der Spiele | 36 Begegnungen |
Austragungsstätten | Berlin Arena und Max-Schmeling-Halle |
Titelverteidiger | USA |
Preisgeld | Ungefähr 15 Millionen |
Die FIBA Frauen-Basketball-WM 2026 ist die offizielle Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen-Nationalmannschaften. Sie wird vom Weltverband FIBA organisiert und gehört gemeinsam mit dem olympischen Basketballturnier zu den wichtigsten Wettbewerben des Sports.
Die erste Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft fand 1953 in Chile statt. Die Ausgabe in Berlin ist bereits die 20. Austragung des Turniers.
Deutschland ist zum zweiten Mal Gastgeber. Bereits 1998 wurde die Weltmeisterschaft auf deutschem Boden veranstaltet. Damals absolvierte die deutsche Mannschaft ihre bislang einzige WM-Teilnahme und beendete das Turnier auf dem 11. Platz. Entsprechend wäre bereits das erstmalige Erreichen der K.-o.-Phase ein historisches Ergebnis.
Das Teilnehmerfeld wurde gegenüber der Weltmeisterschaft 2022 von 12 auf 16 Mannschaften erweitert. Dadurch kehrt die FIBA zu der Turniergröße zurück, die bereits zwischen 1990 und 2018 verwendet wurde.
Sämtliche Begegnungen werden in Berlin ausgetragen. Damit müssen die Mannschaften während der Weltmeisterschaft nicht zwischen verschiedenen Städten oder Ländern reisen.
Berlin Arena:
Standort: Friedrichshain, Berlin
Kapazität bei der WM: ungefähr 14.000 Zuschauer
Deutschland-Spiele: gegen Spanien und Mali
Finalrunde: unter anderem Halbfinals, Spiel um Platz 3 und Finale
Max-Schmeling-Halle:
Die zweite Spielstätte ist die Max-Schmeling-Halle im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg.
Standort: Prenzlauer Berg, Berlin
Kapazität bei der WM: ungefähr 9.000 Zuschauer
Deutschland-Spiel: gegen Japan
Nutzung: Gruppenphase und Qualifikationsspiele zum Viertelfinale
Die 16 qualifizierten Nationalmannschaften wurden in vier Gruppen mit jeweils vier Teams eingeteilt. Gastgeber Deutschland spielt in Gruppe A.
Gruppe A | Deutschland, Spanien, Japan, Mali |
Gruppe B | Frankreich, Südkorea, Ungarn, Nigeria |
Gruppe C | Australien, Belgien, Puerto Rico, Türkei |
Gruppe D | USA, China, Tschechien, Italien |
Für die Weltmeisterschaft 2026 führte die FIBA einen mehrstufigen Qualifikationsweg durch. Insgesamt nahmen 24 Mannschaften an vier abschließenden WM-Qualifikationsturnieren teil.
Automatisch qualifizierte Mannschaften
Deutschland erhielt als Gastgeber automatisch einen Startplatz. Darüber hinaus qualifizierten sich die vier Kontinentalmeisterinnen des Jahres 2025 direkt:
Gastgeber: | Deutschland |
Europameister 2025: | Belgien |
Afrikameister 2025: | Nigeria |
Asienmeister 2025: | Australien |
Amerikameister 2025: | USA |
Diese 5 bereits qualifizierten Teams nahmen trotzdem an den abschließenden Qualifikationsturnieren teil. Ihre WM-Teilnahme war unabhängig von ihrem dortigen Abschneiden jedoch bereits gesichert.
Kontinentalturniere und Pre-Qualifikation
Die übrigen Teilnehmer der Qualifikation wurden über die kontinentalen Meisterschaften bestimmt:
Afrika: die vier besten Teams des Women’s AfroBasket
Asien und Ozeanien: die sechs besten Teams des Women’s Asia Cup
Amerika: die sechs besten Teams des Women’s AmeriCup
Europa: fünf Teams der Women’s EuroBasket sowie Gastgeber Deutschland
Pre-Qualifikation: Tschechien und Ungarn
Tschechien und Ungarn hatten sich bereits 2024 über neu eingeführte Pre-Qualifikationsturniere einen Platz in der abschließenden Qualifikationsphase gesichert.
Im März 2026 wurden die 24 Mannschaften auf vier Turniere mit jeweils sechs Teams verteilt. Innerhalb jeder Gruppe spielte jede Mannschaft einmal gegen alle anderen Teams.
Grundsätzlich qualifizierten sich aus jedem Turnier die drei besten noch nicht automatisch qualifizierten Mannschaften beziehungsweise die entsprechend vorgesehenen Teams neben einem gesetzten Kontinentalmeister.
In der Gruppenphase spielen die Mannschaften innerhalb ihrer Gruppe jeweils einmal gegeneinander. Jedes Team absolviert somit zunächst drei Begegnungen.
Anschließend gelten folgende Regeln:
Die vier Gruppensieger qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale.
Die jeweils zweit- und drittplatzierten Teams müssen in eine zusätzliche Qualifikationsrunde.
Die Gruppenletzten scheiden nach der Vorrunde aus.
Die Zweiten und Dritten aus den Gruppen A und B spielen über Kreuz gegeneinander.
Dasselbe gilt für die Gruppen C und D.
Ab der Qualifikation zum Viertelfinale wird im K.-o.-System gespielt.
Eine Niederlage bedeutet ab diesem Zeitpunkt das Ausscheiden.
Gespielt wird nach den offiziellen Basketballregeln der FIBA. Diese unterscheiden sich in einigen Punkten von den Regeln der nordamerikanischen WNBA.
Die wichtigsten Regeln:
Ein Spiel besteht aus vier Vierteln mit jeweils 10 Minuten.
Die reguläre Spielzeit beträgt somit 40 Minuten.
Bei einem Unentschieden folgt eine fünfminütige Verlängerung.
Bleibt es erneut unentschieden, werden weitere Verlängerungen gespielt.
Eine Mannschaft hat für einen Angriff 24 Sekunden Zeit.
Innerhalb von 8 Sekunden muss der Ball in die gegnerische Hälfte gebracht werden.
Ein erfolgreicher Wurf zählt je nach Position 2 oder 3 Punkte.
Ein erfolgreicher Freiwurf zählt einen Punkt.
Nach fünf persönlichen Fouls ist eine Spielerin vom restlichen Spiel ausgeschlossen.
Ab dem fünften Mannschaftsfoul innerhalb eines Viertels erhält der Gegner grundsätzlich Freiwürfe.
Jede Nationalmannschaft darf einen Turnierkader mit 12 Spielerinnen melden.
In der Gruppenphase gibt es für einen Sieg 2 Tabellenpunkte, für eine reguläre Niederlage einen Punkt und für eine kampflose Niederlage keinen Punkt.
Bei Punktgleichheit zählt zunächst der direkte Vergleich zwischen den betroffenen Mannschaften. Bleibt die Bilanz gleich, werden unter anderem die Korbdifferenz und die Anzahl der erzielten Punkte herangezogen.
Die FIBA hat für die Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft 2026 keine öffentliche Preisgeldtabelle veröffentlicht. Es gibt daher keine offiziell bestätigte Angabe dazu, wie viel Geld der Weltmeister, der Finalist oder die übrigen Teilnehmer erhalten. Wir gehen daher fest davon aus, dass sich das Preisgeld stark an der FIBA Basketball-Weltmeisterschaft 2023 orientieren wird. Hier ist die ungefähre Auflistung der Preisgelder für 2026:
Anstatt eines klassischen Preisgeld-Pools, der nur die Top-Platzierungen belohnt, setzte die FIBA 2023 auf ein System, das alle Teilnehmer einbezieht:
Teilnahme-Bonus: Jedes der 32 qualifizierten Teams erhielt einen Bonus von 50.000 Euro (ca. 53.000 USD).
Top-16-Bonus: Die 16 besten Teams des Turniers erhielten zusätzlich jeweils 100.000 Euro (ca. 107.000 USD).
Platzierung | Preisgeld (in USD) |
|---|---|
Sieger | 2,5 Millionen |
Zweiter Platz | 1,5 Millionen |
Dritter & Vierter Platz | 1,2 Millionen |
Fünfter bis Achter Platz | 800.000 |
Neunter bis Sechzehnter Platz | 550.000 |
Siebzehnter bis Zweiunddreißigster Platz | 200.000 |
Der große Titelfavorit ist erneut die USA. Die Amerikanerinnen gewannen die vergangenen vier Weltmeisterschaften und sind mit insgesamt 11 Titeln Rekordweltmeister.
Die größten Herausfordererinnen der USA:
Frankreich
Australien
Belgien
Spanien
China
Deutschland
Besonders Belgien gehört nach dem Gewinn der Europameisterschaft zum erweiterten Favoritenkreis. Mit Emma Meesseman verfügt die belgische Mannschaft über eine der besten europäischen Basketballerinnen.
Die USA bringen trotz einiger Ausfälle erneut einen außergewöhnlich tief besetzten Kader nach Berlin. Zu den bekanntesten Spielerinnen gehören unter anderem Breanna Stewart, Caitlin Clark, Paige Bueckers, Angel Reese und Napheesa Collier.
Neben der WM-Trophäe, Preisgeld und den Goldmedaillen erhält der Turniersieger einen wichtigen sportlichen Bonus: Der Weltmeister qualifiziert sich direkt für das olympische Basketballturnier 2028 in Los Angeles.
Meiste Weltmeistertitel | USA – 11 Titel |
Zweitmeiste Titel | Sowjetunion – 6 Titel |
Titelverteidiger | USA |
Meiste WM-Goldmedaillen einer Spielerin | Sue Bird – 4 Goldmedaillen |
Deutschlands beste Platzierung | 11. Platz 1998 |
Letztes WM-Finale 2022 | USA gegen China 83:61 |
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