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Erobert Osnabrück den zweiten Tabellenplatz?

Die 3. Liga ist so eng wie nie und vor dem 14. Spieltag ist in der Spitzengruppe alles möglich. Während Cottbus nach der Niederlage gegen 1860 München taumelt, wittert Osnabrück seine Chance.

Nach 13 Spieltagen ist die 3. Liga ein Musterbeispiel an Ausgeglichenheit. Zwischen dem Tabellenführer MSV Duisburg und dem Elftplatzierten liegen gerade einmal sieben Punkte. Kein Wunder also, dass der Kampf um die Aufstiegsränge immer mehr an Fahrt aufnimmt. Auch, weil die bisherigen Spitzenreiter zuletzt Federn ließen. So musste sich Duisburg etwa mit einem torlosen Remis in Osnabrück begnügen, profitierte aber von der 0:3-Niederlage des bisherigen Spitzenreiters Energie Cottbus gegen 1860 München und holte sich damit die Tabellenführung zurück.

Der 14. Spieltag bringt gleich mehrere richtungsweisende Partien mit sich, die den oberen Tabellenbereich kräftig durcheinanderwirbeln könnten. Besonders im Fokus steht das Duell zwischen Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück, das man ohne Übertreibung als das Topspiel des Wochenendes bezeichnen darf.

Cottbus will Wiedergutmachung, während Osnabrück nach oben schielt

Für Energie Cottbus steht nach der 0:3-Niederlage gegen 1860 München Wiedergutmachung auf dem Programm. Trainer Claus-Dieter Wollitz forderte von seinem Team zuletzt mehr Konsequenz in den Zweikämpfen und ein stabileres Defensivverhalten. Doch mit dem VfL Osnabrück reist die aktuell defensivstärkste Mannschaft der Liga in die Lausitz. Eine kaum schwierigere Aufgabe ist kaum denkbar.

Der VfL ist seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen und hat dabei nur zwei Gegentore kassiert. Nach einem durchwachsenen Saisonstart haben sich die Lila-Weißen in beeindruckender Manier stabilisiert und wittern nun ihre große Gelegenheit, auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken. Das Selbstvertrauen ist entsprechend groß, auch wenn Osnabrück traditionell kein Team ist, das Auswärtsspiele mit Hurra-Fußball entscheidet. Die Mannschaft besticht vielmehr durch Kompaktheit, Disziplin und effizientes Umschaltspiel. Qualitäten, die im Vergleich zur Konkurrenz aktuell den Unterschied ausmachen.

In Cottbus dürfte ein intensives, taktisch geprägtes Spiel zu erwarten sein. Beide Teams werden wenig Risiko eingehen und Kleinigkeiten könnten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Für Cottbus spricht die Heimstärke, für Osnabrück die defensive Stabilität. Eine klassische Konstellation für ein Duell auf Augenhöhe.

Wehen Wiesbaden gegen Viktoria Köln: Tore Mangelware

Etwas weniger Spektakel, aber viel taktische Disziplin verspricht auch das Aufeinandertreffen von Wehen Wiesbaden und Viktoria Köln. In den letzten acht Spielen der Wiesbadener fielen im Durchschnitt nur 1,63 Tore, was sie zur torärmsten Mannschaft der Liga macht. Entsprechend überrascht es, dass der Wettmarkt die Partie mit einer vergleichsweise hohen Torlinie bewertet. Die Under-Quoten von etwa 1,72 erscheinen angesichts der Statistiken durchaus attraktiv.

Auch bei den Gästen aus Köln spricht wenig für ein Offensivfeuerwerk. Mit lediglich sieben Treffern in sechs Auswärtspartien zählt die Viktoria zu den offensivschwächsten Teams der Liga. Gleichzeitig gehört ihre Defensive mit nur neun Gegentoren zu den stabilsten der bisherigen Saison. Alles deutet also auf ein enges, defensiv geprägtes Spiel hin, bei dem schon ein Treffer den Ausschlag geben könnte.

Lobinger als Hoffnungsträger

Ein Spieler, der dennoch für den Unterschied sorgen könnte, ist Lex-Tyger Lobinger. Der Kölner Angreifer erzielte in den letzten beiden Partien vier Tore und hat sich damit in der Torschützenliste weit nach vorn gearbeitet. Sieben seiner bisherigen acht Saisontreffer gelangen ihm allerdings im heimischen Stadion, auswärts blieb er bislang blass. Genau hier setzt Kölns Hoffnung an. Sollte Lobinger auch auswärts treffen, könnte die Viktoria ein wichtiges Signal im Tabellenmittelfeld setzen.

Die 3. Liga bleibt offen

Der 14. Spieltag der 3. Liga verspricht erneut enge und umkämpfte Duelle. Während Cottbus und Osnabrück im direkten Duell um die vorderen Plätze kämpfen, treffen Wiesbaden und Köln aufeinander, um ihre Form zu stabilisieren. Damit bleibt die Liga, was sie schon im vergangenen Jahr war: ein offenes Rennen, in dem jeder Punkt zählt und sich kein Team einen Ausrutscher leisten kann.

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