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EM 1996 - Am Ende gewinnen immer die Deutschen

1996: Als Deutschland durch ein Golden Goal von Oliver Bierhoff Europameister wurde.

Die Europameisterschaft 1996 hat sich insbesondere in den Herzen der deutschen Fußballfans fest verankert. Die DFB-Auswahl holte unter der Leitung von Bundestrainer Berti Vogts in England spektakulär den Titel. Im Finale gegen Tschechien triumphierte Deutschland durch das erste Golden Goal von Oliver Bierhoff in der 95. Spielminute.

Vom 8. bis 30. Juni 1996 fand die Europameisterschaft in England statt, es war die erste EM mit 16 Teams in vier Gruppen, statt wie zuvor acht Team in zwei Gruppen. Es war somit auch quasi die erste richtige EM. Das Turnier war von etlichen spannenden Momenten, dramatischen Duellen und herausragenden individuellen Leistungen geprägt. Die deutschen Fußballer zeigten von Beginn an, dass sie zu den Top-Favoriten gehörten, und überzeugten die Fans weltweit mit ihrem beeindruckenden Spielstil.

Die Gruppenphase

Die deutsche Mannschaft startete erfolgreich in die Gruppenphase mit Siegen gegen Tschechien und Russland sowie einem Unentschieden gegen Italien. Die Spieler, angeführt vom Kapitän Jürgen Klinsmann, präsentierten sich als eingeschworenes Team mit einer ausgewogenen Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan. Insbesondere die jungen Talente wie Oliver Bierhoff und Matthias Sammer spielten stark auf und sollten im weiteren Verlauf des Turniers eine entscheidende Rolle spielen.

Das Viertelfinale

Im Viertelfinale traf die deutsche Mannschaft auf Kroatien. Klinsmann erzielte den ersten Treffer der Begegnung, doch Kroatien schlug zu Beginn der zweiten Halbzeit durch den ehemaligen Weltklassestürmer Davor Suker zurück. Sammer gelang jedoch die erneute Führung und damit auch der Endstand. Das 2:1 war Balsam für die deutsche Fußballseele und der nächste Schritt in Richtung Finale.

Das Halbfinale

Im Halbfinale ging es ausgerechnet gegen Mitfavorit und Gastgeber England. Das Duell sollte sich in die Geschichtsbücher eintragen. Bereits in der zweiten Spielminute musste DFB-Keeper Andi Köpke einen Distanzschuss von Paul Ince abwehren und nur eine Minute später stand es 1:0 für England, als Alan Shearer per Kopf zur Führung für die Three Lions traf. Die Briten machten Druck, doch es war Stefan Kuntz, der für den verletzten Klinsmann auflief, der in der 16. Spielminute per Kopf den Ausgleich markierte. Die restliche erste Halbzeit und die zweite Hälfte verliefen ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 31. Minute klärte Stefan Reuter einen Schuss Teddy Sheringhams auf der Linie, und in der 43. Minute verfehlte Shearer mit einem Kopfball das Tor. Mit einer kompakteren Abwehr in der zweiten Halbzeit behielt Deutschland die Kontrolle, insbesondere durch die starken Leistungen von Matthias Sammer und Dieter Eilts. Als die Golden-Goal-Regel in der Verlängerung in Kraft trat, setzten beide Teams alles auf eine Karte. Darren Anderton traf in der 93. Minute nur den Pfosten, während Stefan Kuntz in der 96. Minute per Kopfball einen Treffer erzielte, der jedoch wegen eines vorangegangenen Fouls nicht anerkannt wurde. Das Spiel steuerte unaufhaltsam auf ein Elfmeterschießen zu. Nach nervenaufreibenden Momenten, in denen beide Teams bis zum 5:5 erfolgreich trafen, trat Gareth Southgate für England an. Köpke parierte den entscheidenden Elfmeter, und Andreas Möller verwandelte, um Deutschland ins Finale zu bringen. Ein denkwürdiges Halbfinale, das nicht nur durch Tore und Dramatik, sondern auch durch die Charakterstärke beider Mannschaften im Gedächtnis bleibt.

Das Finale

Im Finale im Londoner Wembleystadion trafen Deutschland und Tschechien erneut aufeinander, und die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Die deutsche Mannschaft galt als Favorit, nicht nur aufgrund ihres ungefährdeten Sieges gegen die Tschechen in der Vorrunde, sondern auch aufgrund überzeugender Leistungen im Viertel- und Halbfinale. Doch die Verletzungen von Mario Basler, Freund und Jürgen Kohler, sowie die Gelbsperren von Andreas Möller und Reuter stellten Vogts vor Herausforderungen. Selbst Jens Todt wurde vor dem Finale nachnominiert, und Ersatztorhüter bekamen Feldspielertrikots. Die erste Halbzeit verlief ereignisarm, Deutschland versuchte Druck aufzubauen, aber die Tore blieben aus. Die Tschechen setzten auf Konter, und die Abwesenheit von Dieter Eilts nach der Halbzeitpause machte Deutschland anfälliger für schnelle Angriffe. In der 59. Minute ging Tschechien durch einen umstrittenen Foulelfmeter von Patrik Berger nach einem Zweikampf zwischen Sammer und Poborsky in Führung. Vogts reagierte, brachte Bierhoff, der vier Minuten später per Kopf nach einem Freistoß von Ziege den Ausgleich erzielte. Die Verlängerung war ein nervenaufreibendes Drama, das im 95. Minute mit dem goldenen Kopfball von Bierhoff endete. Deutschland holte sich zum dritten Mal den EM-Titel und festigte seine Position als Rekord-Europameister. Ein Titel, der auch Berti Vogts jahrelangen Einsatz als Bundestrainer krönte. Helden des Spiels waren nicht nur Bierhoff, der das entscheidende Tor erzielte, sondern auch Andreas Köpke, der mit einer entscheidenden Parade gegen Vladimir Smicer den deutschen Triumph sicherstellte. In einem Finale voller Emotionen und kontroverser Momente sicherte sich Deutschland seinen Platz als Europameister und schrieb ein weiteres Kapitel in seiner glorreichen Fußballgeschichte.

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