Von Stanley-Cup-Champions bis zum MVP – diese Deutschen haben die beste Eishockeyliga der Welt erobert.
Leon Draisaitl spielt seit 2014 für die Edmonton Oilers und hat sich dort zum besten deutschen NHL-Spieler aller Zeiten entwickelt. Er ist der deutsche Rekordscorer in der NHL, erzielte als erster Deutscher eine Saison mit über 100 Punkten und hält Höchstwerte für Tore, Assists und Punkte in einer Spielzeit.
Draisaitl gewann als erster Deutscher die Hart Trophy als MVP, dazu die Art Ross Trophy als Topscorer und den Ted Lindsay Award der Spielergewerkschaft. Mehrfach führte er die Oilers tief in die Playoffs und gilt inzwischen als einer der besten Center der gesamten Liga.
Olaf „Olie the Goalie“ Kölzig spielte fast seine gesamte NHL-Karriere von Anfang der 1990er bis 2008 bei den Washington Capitals. Mit 719 NHL-Einsätzen gehört er zu den meistbeschäftigten Torhütern der Liga-Geschichte, nahezu alle Spiele davon für Washington.
1999 gewann Kölzig die Vezina Trophy als bester Torhüter der NHL und führte die Capitals 1998 bis ins Stanley-Cup-Finale. Damit war er der erste deutsche Goalie, der diesen individuellen Ritterschlag erhielt und als echter Franchise-Spieler in Nordamerika anerkannt wurde.
Uwe Krupp war von den 1980ern bis Anfang der 2000er in der NHL aktiv, unter anderem für Buffalo, die New York Islanders, Québec/Colorado und Detroit. Der 2,01‑Meter-Verteidiger prägte vor allem seine Zeit bei den Colorado Avalanche, wo er NHL-Geschichte schrieb.
1996 erzielte Krupp in der dritten Verlängerung von Spiel 4 das entscheidende Tor, mit dem Colorado den Stanley Cup gewann – als erster Deutscher überhaupt. Insgesamt wurde er zweimal Stanley-Cup-Sieger und öffnete vielen deutschen Spielern symbolisch die Tür zur NHL.
Marco Sturm spielte von 1997 bis 2011 in der NHL, unter anderem für San Jose, Boston, Los Angeles, Washington und Vancouver. Bis zum Aufstieg Draisaitls war er der deutsche Rekordpunktesammler in der Liga mit fast 500 Scorerpunkten.
Er war bekannt für seine Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit als Two-Way-Forward und erreichte mit Boston mehrfach die Playoffs. Später schrieb er als Bundestrainer Eishockey-Geschichte, als Deutschland 2018 mit ihm an der Bande Olympia-Silber gewann.
Jochen Hecht lief von Ende der 1990er bis 2013 in der NHL auf, unter anderem für St. Louis, Edmonton und vor allem die Buffalo Sabres. In 786 NHL-Spielen erzielte er 181 Tore und kam auf 449 Punkte, womit er lange zu den produktivsten deutschen Angreifern gehörte.
Hecht war ein vielseitiger Stürmer, der in Buffalo oft in Top-Reihen eingesetzt wurde und mehrmals die Playoffs erreichte. Für die deutsche Nationalmannschaft trat er unter anderem bei den Olympischen Spielen 2002 an und zählte zur Stammformation im Angriff.
Christian Ehrhoff absolvierte von 2003 bis 2016 über 700 NHL-Spiele, unter anderem für San Jose, Vancouver, Buffalo, Pittsburgh, Los Angeles und Chicago. Seine offensiven Qualitäten von der blauen Linie machten ihn besonders in Vancouver zu einem Schlüsselspieler im Powerplay.
Mit den Canucks erreichte er 2011 das Stanley-Cup-Finale und war in dieser Phase einer der punktbesten Verteidiger der Liga. Auch im Nationalteam war Ehrhoff Führungsspieler, etwa beim Olympia-Silberlauf 2018, der ihn endgültig zur deutschen Eishockey-Ikone machte.
Philipp Grubauer debütierte 2012 in der NHL und spielte zunächst für die Washington Capitals, später für Colorado und die Seattle Kraken. 2018 gewann er mit Washington den Stanley Cup und war in dieser Saison Teil des Torhütergespanns, das den Titel absicherte.
Bei Colorado etablierte er sich anschließend als Nummer 1, wurde für den Vezina Trophy-Kreis gehandelt und führte das Team 2020/21 zu einer der besten Hauptrunden-Bilanzen der Liga. Mit Seattle schrieb er als Starting Goalie der Expansion-Franchise früh Klubgeschichte und bleibt ein Fixpunkt unter den deutschen NHL-Stars.
Tim Stützle wurde 2020 an dritter Stelle im Draft von den Ottawa Senators gezogen und gilt als einer der talentiertesten jungen Forwards der NHL. Schon in seinen ersten Jahren überschritt er deutlich die 30-Tore- und 80-Punkte-Marke und etablierte sich als Franchise-Spieler in Ottawa.
Mit seinem Tempo, seinen Skills und seiner Kreativität wird Stützle oft als künftiger deutscher Topstar hinter Draisaitl gesehen. In der öffentlichen Wahrnehmung rangiert er in vielen Rankings bereits unter den besten aktiven deutschen NHL-Spielern.
Moritz Seider wurde 2019 von den Detroit Red Wings in der ersten Runde gedraftet und schlug in der NHL sofort ein. In seiner Rookie-Saison wurde er mit der Calder Memorial Trophy als bester Neuling der Liga ausgezeichnet – als erster deutscher Verteidiger überhaupt.
Mit über 23 Minuten Eiszeit pro Spiel ist Seider schon früh einer der meistbelasteten Defender der Red Wings und führt alle wichtigen Einsatzstatistiken seines Teams an. Fachmedien sehen in ihm einen zukünftigen Norris-Trophy-Kandidaten und das defensive Fundament der nächsten Red Wings-Ära.
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