Eishockey zählt zwar in Deutschland nicht zu den beliebtesten Sportarten, dennoch gewinnt er immer mehr Fans und auch die Qualität konnte sich stets steigern.
Eishockey ist ein Teamspiel, das auf Eis gespielt wird, meist in einem speziell markierten Eisfeld. Zwei Mannschaften kämpfen mit Stöcken, um eine Gummischeibe in das Tor des Gegners zu schießen – jedes Tor zählt einen Punkt. Nach einer Spielzeit von 60 Minuten gewinnt das Team mit den meisten Toren; bei Gleichstand folgt eine Verlängerung oder ein Shootout. In der Regel spielen sechs Feldspieler pro Team, inklusive Torwart, auf dem Eis. Das Spiel ist körperlich intensiv und zählt zu den sportspezifischsten Mannschaftssportarten. Entwickelt wurde Eishockey in Kanada, erstmals im Jahr 1875 in Montreal. Es hat Wurzeln in Schottland und England und wurde im 20. Jahrhundert weltweit populär. Die Stanley Cup ist seit 1893 der prestigeträchtige Meisterpokal. Seit 1994 ist Eishockey offiziell Kanadas Nationalsport. Frauen spielten bereits früh, jedoch wurde das Frauen-Eishockey erst ab den 1980ern offiziell reguliert und seit 1998 bei den Olympischen Spielen vertreten.
Die offiziellen Maße für Eisstadien bei IIHF-Wettbewerben liegen bei etwa 60 bis 61 Metern Länge und 29 bis 30 Metern Breite. Das kleinste erlaubte Format ist 56 Meter lang und 26 Meter breit. Diese Größen sorgen für eine einheitliche Spielfläche, die Spielraum und Sicherheit für die Spieler gleichermaßen gewährleistet. So wird sichergestellt, dass alle internationalen Turniere auf vergleichbaren Eisflächen stattfinden, was ein faires und spannendes Spiel ermöglicht. Eishockey, auch in Nordamerika bekannt, wird auf einer Eisfläche mit Linien und Markierungen gespielt. Zwei Teams versuchen, einen Puck, eine vulkanisierte Gummischeibe, ins Tor des Gegners zu schießen. Jedes Tor bringt einen Punkt. Das Spiel besteht aus sechs Spielern pro Team, inklusive Torwart, die auf dem Eis stehen. Das Ziel ist, mit schnellen Pässen und Schüssen Tore zu erzielen. Es ist ein körperbetontes Mannschaftsspiel, bei dem im Offside gespielt wird, das heißt, Pässe nach vorne sind erlaubt. Es gibt Regeln für Abseits, „Icing“ (Puck über die Mittellinie schießen) und das Verlassen des Spielfelds. Teams wechseln regelmäßig, und die Torlinientore, sowie die Boards, unterstützen das Spiel. Der Torwart schützt den Kasten, während Spieler versuchen, mit Körperchecks den Spielverlauf zu beeinflussen.
Ein Profispiel im Eishockey besteht aus drei Spielabschnitten à 20 Minuten, wobei die Uhr nur läuft, wenn der Puck im Spiel ist. Zwischen den Dritteln gibt es eine Pause, und die Teams wechseln die Seiten. In Turnieren und den NHL-Playoffs entscheidet bei Gleichstand eine Overtime, bei der so lange weitergespielt wird, bis ein Tor fällt. Bis 2000 wurden Spiele in der NHL nach fünf Minuten Sudden-Death in der regulären Saison zweimal auf 5 Spieler pro Seite gespielt. Seit 2015 gibt es in den Playoffs eine 3-gegen-3-Overtime, bei der das Team mit den meisten Toren gewinnt. In den Playoffs läuft keine Shootout-Entscheidung, sondern bei Gleichstand wird gleich eine weitere 20-minütige Extrazeit angehängt, bis ein Sieger feststeht. Seit 2019 verwenden die IIHF-Weltmeisterschaften und Olympische Spiele das Format mit 3-gegen-3.
Beim Eishockey führen Regelverstöße zu Spielunterbrechungen und späteren Strafen. Die meistverbreiteten Strafen sind Zwei-Minuten- und Fünf-Minuten-Strafen. Eine Zwei-Minuten-Strafe (Minor) wird für kleinere Vergehen wie Stock-Check, Beinstellen oder zu viele Spieler auf dem Eis verhängt, während bei schwereren Fouls eine Fünf-Minuten-Strafe (Major) folgt. Bei besonders gefährlichen Aktionen, etwa absichtlichem Body-Check gegen den Kopf, kann eine Spielsperre (Game misconduct) folgen, bei der der Spieler das Spielfeld sofort verlassen muss. Beim „Delayed Call“ wird eine Strafe erst nach einer laufenden Spielaktion ausgesprochen, was oft genutzt wird, um eine Überzahlsituation zu schaffen. Torhüter dürfen nur in bestimmten Zonen Puck spielen und sind bei regelwidrigem Spiel für zwei Minuten gesperrt.
Ein typisches Eishockeyspiel wird von zwei bis vier Offiziellen geleitet, die die Regeln durchsetzen. Hauptsächlich sind zwei Linienrichter im Einsatz, die „Offside“- und „Icing“-Verstöße ahnden, bei Kämpfen eingreifen und Faceoffs durchführen. Zusätzlich gibt es ein- oder zwei Schiedsrichter, die Tore bestätigen und Strafmaßnahmen verhängen. Linienrichter können den Schiedsrichtern Hinweise geben, wann eine Strafe fällig ist, wobei die genaue Praxis je nach Liga variiert. Unterstützt werden die Schiedsrichter durch Off-Ice-Teams, die als Torjäger, Zeitnehmer und Zähler fungieren. Das am weitesten verbreitete System ist das „drei-Mann-System“ mit einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern. Seit 2001 kommt in der NHL und bei internationalen Turnieren die „vier-Schiedsrichter“-Variante zum Einsatz. In Nordamerika sind die Offiziellen nach Erfahrung und Fähigkeit geprüft, etwa bei Hockey Canada und USA Hockey.
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