Europa gegen Asien, die Löwen gegen die Kanarienvögel, Galatasaray gegen Fenerbahçe. Zwei Vereine, getrennt durch den Bosporus, aber vereint in einer einzigen Stadt: Istanbul.
Byzanz, Konstantinopel und schließlich Istanbul. Drei Namen für denselben Ort, die einen Eindruck von der langen und komplexen Geschichte dieser weltweit einzigartigen Stadt vermitteln. Eine jahrtausendealte Metropole mit unvergleichlichem Charme, die sich über zwei Kontinente erstreckt. Seit Jahrhunderten leben in der türkischen Metropole verschiedene Kulturen in einem paradoxen Gleichgewicht zusammen, das im Laufe der Zeit mehrfach zu zerbrechen drohte, aber nie dem Druck einer Seite nachgab. Die Schönheit Istanbuls liegt genau in dieser Vielfalt.
Innerhalb weniger Kilometer verändert die Stadt ihre Architektur, ihre politische Ausrichtung und ihre Religion. Man wechselt vom antiken Charme der Basare zur effizienten Modernität der Wolkenkratzer, von kleinen, familiengeführten Handwerksläden zu riesigen Einkaufszentren, die von multinationalen Konzernen geführt werden. All dies wird natürlich von griechischen, römischen und islamischen Einflüssen begleitet, die sich im Laufe der Jahrhunderte die Herrschaft über die Stadt geteilt haben. Kurz gesagt: Istanbul ist der Knotenpunkt, der den Westen vom Osten trennt, in jeder Hinsicht.
Wie so oft ist der Fußball ein Spiegelbild der Gesellschaft. Fußballvereine waren und werden nie nur auf den sportlichen Bereich beschränkt sein; sie überschreiten die philosophischen und kulturellen Grenzen derer, die sich für eine bestimmte Weltsicht entscheiden. Istanbul bildet da keine Ausnahme.
Auf der einen Seite stehen die Löwen von Galatasaray. Gegründet im Stadtteil Galata, symbolisieren sie den europäischen Teil und die wohlhabende Oberschicht der Stadt. Auf der anderen Seite stehen die Kanarienvögel von Fenerbahçe, die im asiatischen Teil gegründet wurden und die Arbeiterklasse repräsentieren.
Die Gelb-Roten von Gala wurden zuerst gegründet, ursprünglich in den Farben Weiß und Rot als Hommage an die türkische Flagge. Das Gelb wurde erst später hinzugefügt.
Zwei Jahre später, 1907, wurde Fenerbahçe gegründet. Das türkische Wort „fener“ bedeutet „Leuchtturm“, und tatsächlich zierte ein Leuchtturm das erste Vereinslogo. Die Narzisse, eine typische Blume der Istanbuler Region, inspirierte die Vereinsfarben Gelb und Blau.
Mit solch gegensätzlichen sozialen Hintergründen war der gegenseitige Hass zwischen den beiden Vereinen von Anfang an unvermeidlich und hat bis heute ununterbrochen angehalten.
Heutzutage hat sich die Situation jedoch stark verändert. In den Fankurven beider Mannschaften finden sich Anhänger aus allen sozialen Schichten, Religionen und politischen Überzeugungen. Wie es in Istanbul seit jeher der Fall ist, vermischen sich die Unterschiede jeglicher Art, bis sie verschmelzen. Sie scheinen zu verschwinden und sind doch irgendwie immer präsent. Eine fast widersinnige Situation, die jedoch die charakteristischen Gegensätze der Stadt am Bosporus am besten beschreibt.
Schätzungen zufolge sind 35 % der Türken Fans von Galatasaray, 34 % unterstützen Fenerbahçe, und die restlichen 31 % verteilen sich auf alle anderen Vereine. Dies verdeutlicht den enormen Einfluss der beiden Klubs.
Das Istanbul-Derby findet entweder im Ali Sami Yen Stadion, heute aus Werbegründen in Rams Park umbenannt, der Heimat von Galatasaray, oder im Şükrü-Saracoğlu-Stadion, der Festung von Fenerbahçe, statt.
Gibt es Spieler die für Galatasaray und Fenerbahçe aktiv waren?
Ja, aber es gab nicht viele Spieler, die den Mut hatten, diesen Schritt zu wagen. Zu den bekanntesten Namen gehören Burak Yılmaz, Emre Çolak, Mehmet Topal, Caner Erkin und Emre Belözoğlu.
Die Mannschaft, die das Interkontinentale Derby häufiger für sich entscheiden konnte, ist Fenerbahçe mit 54 Siegen in 147 Begegnungen.
Der Rekordtorschütze des Derbys ist Zeki Rıza Sporel, der 29 Tore gegen Galatasaray erzielte. Tanju Çolak, der für beide Vereine spielte, liegt mit 23 Treffern auf dem zweiten Platz. Metin Oktay von Galatasaray folgt Tanju Çolak mit 18 Toren.
Derzeit hat kein deutscher Fernsehsender die Übertragungsrechte für die türkische Süper Lig erworben. Das Spiel ist jedoch oft über die App und die Website von bet365 verfügbar (es gelten die AGB).
Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.