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Tennis
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Ein Titel nach langem Warten

Elena Rybakina hat nach mehr als einem Jahr wieder ein Titel in der WTA-Tour gewonnen.

Im Finale der Internationaux de Strasbourg bezwang sie die Russin Liudmila Samsonova mit 6:1, 6:7(2), 6:1 und holte sich damit den WTA-500-Titel in Frankreich. Für die Kasachin ist es der erste Turniersieg seit April 2024, als sie in Stuttgart triumphiert hatte.

Rückkehr in die Top 10

Mit dem Titel in Straßburg verbessert sich Rybakina am kommenden Montag auf Rang 11 der Weltrangliste. Nur einen Platz von den Top 10 entfernt. Dabei war der Turniersieg nicht nur für die Weltrangliste ein wichtiger Schritt. Die letzten Monate verliefen für die frühere Wimbledon-Siegerin enttäuschend. In Miami schied sie direkt in der ersten Runde aus, in Madrid und Rom war jeweils in Runde zwei Schluss. Ihre Form wirkte brüchig, ihr Spiel unsicher. Doch in Straßburg kehrte das Selbstvertrauen zurück.

Nach zwei souveränen Zweisatzsiegen zu Beginn musste Rybakina im Halbfinale kämpfen. Dort brauchte sie drei Sätze, um sich gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk durchzusetzen. Im Finale wartete dann mit Samsonova eine alte Rivalin, gegen die sie bis 2023 viermal in Folge verloren hatte. Doch Rybakina drehte das Blatt – zum zweiten Mal in Folge nach dem Sieg in Abu Dhabi 2024.

Starker Start, kleine Schwäche, dominantes Ende

Im Finale startete die Nummer 4 der Setzliste furios. Den ersten Satz sicherte sie sich mit 6:1, früh auch im zweiten lag sie mit Break in Führung. Doch Samsonova fand besser ins Spiel, nahm Rybakina den Aufschlag ab und erzwang den Tiebreak, den sie schließlich klar mit 7:2 gewann. Im dritten Satz jedoch stellte Rybakina wieder auf Angriff. Früh breakte sie Samsonova, ließ kaum noch Chancen zu und holte sich den Satz erneut mit 6:1, der neunte Titel ihrer Karriere, der vierte auf Sand.

Der Titel in Straßburg kommt zur rechten Zeit: Schon am Sonntag beginnt mit den French Open das zweite Grand Slam des Jahres. Rybakina reist als Nummer 12 der Setzliste nach Paris und trifft in Runde eins auf die argentinische Qualifikantin Julia Riera. Mit dem Titel im Rücken und neuem Selbstvertrauen ist Rybakina dort mehr als nur eine Außenseiterin.

Samsonova ebenfalls formstark

Trotz der Finalniederlage kann auch Liudmila Samsonova auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Es war ihr erstes Endspiel auf Sand. Ein bemerkenswerter Meilenstein für die Russin, die in Paris als Nummer 19 gesetzt ist und dort in der ersten Runde auf Mayar Sherif aus Ägypten trifft.

Historischer Erfolg in Rabat

Während in Straßburg Rybakina triumphierte, sorgte Maya Joint beim WTA-250-Turnier in Rabat für eine der Überraschungen der Woche. Die 18-jährige US-Amerikanerin feierte dort nicht nur ihren ersten Finaleinzug, sondern krönte eine perfekte Turnierwoche mit dem Titelgewinn. Im Endspiel setzte sich Joint in zwei Sätzen gegen Jaqueline Cristian aus Rumänien durch und holte damit ihren ersten WTA-Titel überhaupt. Besonders bemerkenswert: Joint gewann in Rabat nicht nur das Einzel, sondern auch das Doppel. Ein seltener Doppelschlag auf Tour-Niveau. Mit diesem Erfolg dürfte sie einen großen Sprung in der Weltrangliste machen und erstmals in die Top 100 vorrücken.

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