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Tennis
  1. TENNIS

Eala sorgt für eine Sensation!

Sie stand schon mit dem Rücken zur Wand, doch dann drehte Alex Eala das Match und schrieb damit Tennisgeschichte für die Philippinen.

New York liebt Dramen, und das Arthur-Ashe-Stadion bekam am Sonntag eines der emotionalsten geliefert. Die 20-jährige Filipina besiegte die an Nummer 14 gesetzte Clara Tauson in einem Match, das alles bot: Rückschläge, eine Aufholjagd, einen Nervenkrimi und am Ende puren Jubel.

Mit 6:3, 2:6, 7:6 [11] rang Eala die favorisierte Dänin nieder und wurde damit die erste Spielerin aus den Philippinen in der Open Era, die ein Match im Hauptfeld eines Grand Slams gewinnt. Dieses Duell dauerte zwei Stunden und 36 Minuten und wird nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch in Erinnerung bleiben.

Denn das Publikum in New York stand hinter Eala, als sei sie eine Lokalmatadorin. „Ich habe kein Heimturnier, deshalb bedeutet es mir so viel, hier diese Unterstützung zu spüren. Sie haben mir das Gefühl gegeben, zu Hause zu sein“, sagte die sichtlich gerührte Siegerin.

Ein Spiel wie im Drehbuch

Schon im ersten Satz gab es Zündstoff: Beim Stand von 2:2 und Vorteil Eala beschwerte sich Tauson über die Lautstärke der Fans. Der Stuhlschiedsrichter ermahnte die Zuschauer zur Ruhe, doch die Stimmung kochte weiter. Eala nutzte den Moment, holte sich das Break und später auch den Satz.

Dann schlug die Dänin zurück. Mit aggressiven Grundschlägen und drei Breaks im zweiten Durchgang schien sie das Match in den Griff zu bekommen. Im Entscheidungssatz schien es eine klare Angelegenheit zu werden: 5:1 für Tauson, der Sieg war nur noch wenige Punkte entfernt.

Doch genau hier begann die Legende. Angetrieben von den Fans und ihrer eigenen Hartnäckigkeit kämpfte sich Eala zurück. Zweimal brach sie den Aufschlag, wehrte Matchbälle ab und zwang Tauson in den Tiebreak.

Drama pur im Tiebreak!

Eala führte schnell mit 8:4, vergab dann jedoch drei Matchbälle. Tauson kämpfte sich zurück, wehrte auch den vierten ab, doch beim fünften Versuch war Eala nicht mehr zu stoppen. Ein letzter kraftvoller Schlag, ein Aufschrei, die Faust in der Luft – und der bisher größte Moment ihrer Karriere war perfekt.

„Ich bin immer bereit für mehr Geschichte“, sagte Eala hinterher. „Dieses Match ist für die Geschichtsbücher.“

Eine Karriere voller Premieren

Dass sie ein Faible für historische Siege hat, zeigte sich schon früher. 2022 gewann Eala die Juniorinnenkonkurrenz der US Open, als erste Spielerin aus den Philippinen überhaupt. Damals bezwang sie unter anderem Mirra Andreeva und Lucie Havlickova und ließ sich schließlich zur Junioren-Queen von New York krönen.

Auch auf der WTA-Tour hat sie längst Duftmarken gesetzt. Bei den Miami Open erreichte sie dieses Jahr das Halbfinale und schaltete auf dem Weg dorthin große Namen wie Jelena Ostapenko, Madison Keys und sogar Iga Swiatek aus.

Und jetzt?

Die Frage ist: Wie weit kann dieser Lauf noch gehen? Mit dem Einzug in die zweite Runde hat Eala bereits Geschichte geschrieben, doch warum sollte hier schon Schluss sein? Erstmals winkt ihr das Erreichen der dritten Runde eines Grand Slams. Wer das Feuer, den Mut und die Entschlossenheit von New York gesehen hat, weiß: Diese Spielerin hat noch lange nicht genug.

Die Tenniswelt hat an diesem Sonntag eine neue Heldin bekommen. Für die Philippinen ist Alex Eala jetzt schon mehr als nur ein Talent, sie ist ein Symbol dafür, dass man auch gegen scheinbar übermächtige Gegner bestehen kann.

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