Dirk Nowitzki ist zweifelsohne einer der besten deutschen Basketballer aller Zeiten. Der gebürtige Würzburger feierte in der NBA große Erfolge. Seine gesamte Karriere verbrachte er in der besten Basketball-Liga der Welt bei den Dallas Mavericks. Mit den Texanern holte er 2011 die Meisterschaft.
Deutschland hat schon viele internationale Superstars im Sport hervorgebracht. Im Basketball sind Athleten aus Deutschland in der NBA nach wie vor eher selten. Einer, der sich in den USA unsterblich gemacht hat, ist Dirk Nowitzki. Das German Wunderkind ist der vielleicht beste Basketballer, den Deutschland je hervorgebracht hat. Alles begann in Alter von 16 Jahren in seiner Heimatstadt Würzburg.
Nowitzki begann mit 13 Jahren in der Schulmannschaft des Würzburger Röntgen-Gymnasiums mit dem Basketball. Sein Talent wurde schon früh entdeckt und bereits drei Jahre später spielte er für den DJK Würzburg in der 2. Basketball-Bundesliga. Auch dort wusste der junge Nowitzki schnell zu überzeugen und so war er bereits in der Saison 1997/98 mit 20 Jahren bester Korbwerfer und Rebounder seines Klubs. Mit ihm als Topscorer gelang den Würzburgern im gleichen Jahr der Aufstieg in die Bundesliga.
Es dauerte nicht lange, da wurde man auch in den USA auf Nowitzki aufmerksam. Am 29. März 1998 führte er eine Junioren-Weltauswahl beim „Nike Hoop Summit“ mit 33 Punkten und 14 Rebounds zum Sieg über die besten US-Nachwuchsspieler. Nachdem er auch bei der U22-EM in Italien überzeugen konnte, wurde er im NBA-Draft 1998 an Position neun ausgewählt. Der Traum von der NBA wurde damit Realität. Aufgrund des Lockouts in der NBA spielte Nowitzki zunächst aber weiter in der Bundesliga für Würzburg. In seiner einzigen Saison wurde er sogleich zum Basketballer des Jahres gewählt. Zum Abschied aus der BBl schenkte er dem MTV Gießen am 3. Januar 1999 noch 34 Punkte ein. Anschließend ging es weiter in die USA.
Was viele nicht wissen, Nowitzki wurde nicht von den Mavericks gedraftet, sondern von den Milwaukee Bucks. Diese schickten ihn zusammen mit Pat Garrity im Tausch gegen Robert Traylor nach Dallas. Zu diesem Zeitpunkt war Nowitzki der erste deutsche Basketballer, der direkt aus Europa in die NBA wechselte und nicht wie beispielsweise Detlef Schrempf den Umweg über ein US-College nahm. Nach einiger Zeit der Eingewöhnung wurde der Würzburger schnell eine wichtige Stütze bei den Mavs und schon ab 2000/01 war er der beste Korbjäger der Texaner. Zusammen mit Spielern wie Michael Finley oder Steve Nash führte Nowitzki Dallas erstmals seit elf Jahren wieder in die Playoffs. Es folgte seine erste Nominierung ins All-NBA Third Team.
Nowitzki wurde mit den Jahren immer wichtiger für Dallas. Highlights in seiner Karriere waren 46 Punkte in den Playoffs 2003, was sogleich einen neuen Vereinsrekord bedeutete. Im Dezember 2004 überbot er diese Bestmarke sogar noch einmal mit 53 Punkte im Spiel gegen die Houston Rockets. Nur ein Jahr später wurde er als erster Europäer in der NBA-Geschichte ins All-NBA First Team berufen. 2006 führt er die Mavericks zum ersten Mal überhaupt ins NBA-Finale. Das verlor Nowitzki mit den Texanern jedoch mit 2:4 gegen die Miami Heat.
Nachdem die Mavs in den folgenden Jahren in den Playoffs hinter den Erwartungen zurückblieben, drohte die erfolgreiche Ära von Nowitzki ohne Titel zu Ende zu gehen. Bis zur Saison 2010/11. Die Mavs verstärkten ihre Defensive mit Tyson Chandler und während der Saison kam auch noch der dreifache All-Star Peja Stojakovic hinzu. Nach einer soliden Hauptrunde, in der Nowitzki offensiv wieder die zentrale Rolle einnahm, qualifizierte sich Dalls mit 57 Siegen für die Playoffs. Dort besiegte man in der ersten Runde die Portland Trail Blazers mit 4:2. Nowitzki war in Spiel sechs in Portland mit 33 Punkten und elf Rebounds der Garant für den Sieg.
In der zweiten Runde konnte Dallas den amtierenden Champion Los Angeles Lakers per Sweep ausschalten und ins Conference-Finale einziehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt durfte man sich bei den Mavs wieder berechtigte Hoffnung auf die Meisterschaft machen. Im den Conference-Finals ließ man anschließend auch den Oklahoma City Thunder keine Chance und gewann die Serie mit 4:1. Im NBA-Finale kam es schließlich zum Wiedersehen mit Miami. In einer umkämpften Serie stand es nach vier Spielen 2:2. Im fünften Duell setzten sich die Mavs in der eigenen Halle mit 3:2 durch. Nowitzki war dabei mit 29 Punkten der beste Werfer für sein Team. Anschließend ging es zurück nach Miami. Dort setzte sich Dalls mit 105:95 durch, gewann das Spiel, die Serie und somit auch die Meisterschaft.
Nowitzki wurde somit zum ersten deutschen Spieler, der sich zum NBA-Champion machen konnte. Daraufhin wurde er auch als erster Deutscher zum Finals-MVP gewählt. Bei den jährlichen Espy-Awards des US-Sportsenders ESPN gewann er 2011 als erster Basketballer nach Michael Jordan (1993) den Award in der Kategorie Best Male Athlete, sowie als erster Europäer den Preis als Best NBA-Player.
Nowitzki ist außerdem der erste Deutsche, der in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen wurde. Zudem ins NBA 75th Anniversary Team, wodurch er offiziell zu einem der 76 besten NBA-Spieler aller Zeiten zählt. Nowitzki ist erster Europäer, der in der Starting Five eines All-Star Teams stand, erster Spieler in der Geschichte der NBA, der mindestens 25.000 Punkte, 10.000 Rebounds, 1.000 Blocks und 1.000 Dreier und erster Spieler in der Geschichte der NBA, der in seiner Karriere gleichzeitig mehr als 27.000 Punkte, 10.000 Rebounds, 3.000 Assists, 1.000 Blocks, 1.000 Steals und 1.500 erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe erzielt hat.
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