Viele in Deutschland geborene Fußballprofis haben in der spanischen La Liga beeindruckende Spuren hinterlassen. Einige von ihnen prägten Vereine wie Real Madrid und den FC Barcelona nachhaltig.
Bevor Marc-André ter Stegen die neue Messlatte für deutsche Torhüter in Spanien setzte, war Bodo Illgner der prägende deutsche Torhüter in LaLiga. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid avancierte der Weltmeister von 1990 schnell zum verlässlichen Rückhalt. In 115 Spielen blieb er ohne Gegentor. Eine bemerkenswerte Quote! Mit Real Madrid gewann er zwei Meisterschaften und zweimal die UEFA Champions League. Seine ruhige und stabile Art machten ihn zu einem der wichtigsten Torhüter der Madrilenen in den 1990er-Jahren.
Andreas Brehme, der für seine Vielseitigkeit auf der linken Seite bekannt war, spielte nur eine Saison in Spanien, doch sein Name bleibt untrennbar mit Real Zaragoza verbunden. Er gewann Titel mit Inter Mailand, Bayern München und Kaiserslautern, dazu die Weltmeisterschaft 1990. Seine Zeit in Spanien war kurz, aber Teil einer herausragenden internationalen Karriere.
Der Weltmeister von 2014 absolvierte 81 Spiele für den FC Valencia. Für einen Innenverteidiger war Mustafi offensiv überraschend präsent: Sechs Tore und drei Assists stehen in seinen drei Jahren in La Liga zu Buche. Er entwickelte sich dort zu einem robusten und zweikampfstarken Abwehrspieler, bevor er den Schritt in die Premier League wagte.
Andreas Hinkel wechselte im Jahr 2006 für vier Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Sevilla. Dort gewann er den UEFA-Pokal, bevor er nach eineinhalb Jahren zu Celtic Glasgow nach Schottland weiterwechselte. In Sevilla überzeugte er vor allem als laufstarker und sicherer Außenverteidiger.
Nach einer starken Weltmeisterschaft 2010 investierte Real Madrid 14 Millionen Euro in ihn. Fünf Jahre spielte er für die Königlichen, erzielte neun Tore und lieferte 13 Vorlagen. Khedira war ein wichtiger Teil der Balance im Mittelfeld, bevor er zu Juventus Turin weiterzog. Seine Zeit in Madrid war geprägt von Zuverlässigkeit, taktischer Disziplin und Erfolgen in Liga und Pokal.
Er kam nach großartigen Jahren bei Borussia Mönchengladbach zu Real Madrid und entwickelte sich dort zu einem Publikumsliebling. Er erzielte neun Tore im weißen Trikot, gewann drei spanische Meisterschaften und holte mit Deutschland eine Europameisterschaft. Er gehörte in dieser Zeit zu den vielseitigsten Mittelfeldspielern Europas.
Paul Breitner verbrachte drei Jahre seiner Karriere bei Real Madrid und gewann dort mehrere Meisterschaften. Zusammen mit seinen Erfolgen aus der Zeit beim FC Bayern München, darunter Welt- und Europameisterschaft, zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Spielern überhaupt. In Spanien überzeugte er als torgefährlicher und spielintelligenter Mittelfeldspieler.
Seit seinem Wechsel im Jahr 2014 ist Toni Kroos ein Schlüsselspieler in der jüngeren Erfolgsgeschichte von Real Madrid. Er überzeugte mit Spielkontrolle, Präzision und Übersicht. Mit zahlreichen Assists wurde er einer der besten Vorlagengeber seiner Zeit, während er parallel einen Weltmeistertitel und zwei Triumphe in der UEFA Champions League vorweisen konnte.
Er ist einer der wenigen Spieler, die für Real Madrid, Atlético Madrid und den FC Barcelona spielten. Für Barça erzielte er 31 Tore, für Atlético und Real jeweils neun. Den EM-Titel hatte er mit Deutschland bereits gewonnen. Auch als Trainer war er später bei fünf spanischen Vereinen tätig. Seine Spielgestaltung, Passqualität und Präsenz machten ihn zu einer prägenden Figur des spanischen Fußballs.
Ter Stegen zählt heute zu den besten Torhütern der Welt. Er gewann die Alfredo-Di-Stéfano-Trophäe, den Zamora-Award und mehrere nationale Titel mit dem FC Barcelona. Seine fußballerische Genauigkeit und Ruhe machen ihn zum Inbegriff des modernen Torwarts.
Rüdiger hat sich seit 2022 bei Real Madrid als Führungsspieler etabliert. Er gewann Meisterschaft, Pokal, Supercup und UEFA Champions League. Mit seiner körperlichen Präsenz und seinem energischen Zweikampfverhalten wurde er schnell zum Publikumsliebling.
Özil spielte von 2010 bis 2013 bei Real Madrid, mit dem er 2012 die spanische Meisterschaft gewann. Seine Technik, Übersicht und Passschärfe machten ihn zu einem der elegantesten deutschen Spieler der spanischen Liga.
Günter Netzer war zwischen 1973 und 1976 der erste deutsche „Popstar“-Spieler in Spanien. Bei Real Madrid gewann er das Double und beeindruckte mit Eleganz, Spielintelligenz und präzisen Pässen. Seine Zeit bei den „Königlichen” gilt als Meilenstein für deutsche Spieler im Ausland und machte den Weg für spätere Generationen frei.
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